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Sport aus Neumarkt
Sonntag, 19. August 2018 30° 4

Bayernliga Nord

Der SVS trifft spät zum Ausgleich

Seligenporten braucht in Forchheim die Nachspielzeit, um eine Niederlage und damit einen Fehlstart zu vermeiden.
Von Thorsten Drenkard und Udo Weller

Der SV Seligenporten (rot) hatte bei der SpVgg Jahn Forchheim Schwerstarbeit zu verrichten. Foto: Weller
Der SV Seligenporten (rot) hatte bei der SpVgg Jahn Forchheim Schwerstarbeit zu verrichten. Foto: Weller

Seligenporten.Die Bayernliga-Fußballer des SV Seligenporten sind noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen.

Im Mittwochabend-Spiel bei der SpVgg Jahn Forchheim gelang der Mannschaft von Trainer Hendrik Baumgart erst in der ersten Minute der Nachspielzeit der späte und letztlich glückliche 2:2-Ausgleich, der den Endstand bedeuten sollte.

Im Vergleich zur 1:3-Auftaktniederlage gegen Würzburg veränderte Baumgart seine Startelf auf einer Position. Für Kamrun Crow rückte der ehemalige Forchheimer Artan Selmani an alter Wirkungsstätte auf die rechte offensive Außenbahn. Auf der linken Seite war Dino Kardovic für das Spiel nach vorne zuständig.

Die Gäste übernahmen sogleich vom Anpfiff weg die Spielgestaltung und kamen schon früh zu einer Doppelchance.

Bereits nach fünf Spielminuten köpfte Tobias Kramer nach einem von Marco Wiedmann getretenen Freistoß den Ball knapp am Tor vorbei. Nur eine Zeigerumdrehung später verfehlte der Drehschuss von Kardovic aus 18 Metern das Jahn-Gehäuse hauchdünn.

Noch in der Anfangsviertelstunde hätte Mergim Bajrami die SVS-Führung nach feiner Kombination über Kardovic und Kai Neuerer erzielen können, doch Seligenportens Nummer zehn war gedanklich zu langsam und ließ sich den Ball in aussichtsreicher Position abluchsen.

Immer ein wenig kompliziert

Insgesamt gestalteten die Gäste ihr Spiel in der Vorwärtsbewegung allerdings immer ein wenig zu kompliziert und verspielt. Die Hausherren blieben indes in der Offensive in Abschnitt eins nahezu wirkungslos. Nur der emsige Jens Wartenfelser sorgte hie und da über die rechte Seite für Aufregung.

Eine echte Torchance sollte für Forchheim nicht herausspringen – mit einer Ausnahme in Spielminute 21: SpVgg-Kicker Tom Jäckel kam zentral im Strafraum des SVS zum Torschuss, doch Kloster-Keeper Dominic Dachs lenkte den Ball gerade noch mit den Fingerspitzen über die Latte.

In der Folge verflachte die auf ausbaufähigem Niveau stehende Partie. In der 36. Minute hätte der SVS in Führung gehen müssen, doch Raffael Kobrowski zimmerte aus 16 Metern einen Abpraller über den Kasten in den Abendhimmel über Forchheim.

In der Nachspielzeit des ersten Abschnitts dann doch noch die verdiente Gästeführung, als Bajrami am Strafraumeck den Ball zum freistehenden Theodoros Petrakis spielte, der bis zur Grundlinie lief, den Ball ins Zentrum lupfte, wo Kardovic hochstieg und das Spielgerät passgenau in den linken Winkel köpfte.

Nach der Pause kamen die Hausherren wie ausgewechselt aus der Kabine und übernahmen sofort das Kommando. Vor allem der im ersten Abschnitt eingewechselte Drazen Misic sollte sich zu einem spielfreudigen Protagonisten der zweiten Spielhälfte aufschwingen.

Schon in der 50. Minute war es der 19-jährige Forchheimer, der bei einem Konter seinen Kollegen Wartenfelser bediente, der aus acht Metern flach zum 1:1 einschob. Die Gäste waren vom Ausgleich sichtlich beeindruckt – und gerieten nur fünf Minuten später in Rückstand. Abermals spielte Misic dabei eine Hauptrolle.

Vom Innenpfosten ins Tor

Der Mittelfeldmann setzte sich auf links gekonnt durch, zog zum linken Strafraumeck, von wo aus er den Ball per präzisem Flachschuss über den Innenpfosten ins SVS-Gehäuses schoss.

Der SVS war angeschlagen und hätte kurz darauf gar das 1:3 hinnehmen müssen, hätte Andre Jerundow nicht aus 14 Metern trotz freier Schussbahn über das Tor gezielt.

Danach sammelte sich die Gäste-Defensive. Die Offensive blieb im zweiten Abschnitt jedoch weiter harmlos. Anders die Gastgeber, die durch Jäckel die Partie hätten entscheiden können (71., 76.) – taten sie aber nicht. Und so kamen die Klosterer doch noch zum 2:2-Ausgleich in letzter Sekunde, als Tim Olschewski eine Bajrami-Ecke ins Tor der Hausherren köpfte.

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