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Regionalliga

Der SVS will mit Ruhe zum Erfolg

Gegen den forschen Aufsteiger VfB Eichstätt setzt Seligenportens Coach Roger Prinzen auf eine abwartende Spielweise.
Von Udo Weller

Ran an den Mann: Gegen Eichstätt wird es für den SVS (rot) ganz wesentlich auf das Durchsetzungsvermögen im Zweikampf ankommen. Foto: Weller
Ran an den Mann: Gegen Eichstätt wird es für den SVS (rot) ganz wesentlich auf das Durchsetzungsvermögen im Zweikampf ankommen. Foto: Weller

Seligenporten.Die Erfahrung, dass Ergebnisse nicht unbedingt alles über den tatsächlichen Spielverlauf aussagen, wurde dem SV Seligenporten zuletzt gleich zweimal zuteil.

War der Dorfklub gegen den FC Unterföhring längst nicht so überlegen, wie es das 5:0 glauben machte, wurde man drei Tage später beim 1:4 in Schweinfurt auch nicht komplett in Grund und Boden gespielt.

„Wir waren richtig gut im Spiel und haben unser Tor sehr klug herausgespielt“, weist Trainer Roger Prinzen auf die sehr couragierte Anfangsphase seiner Kicker hin. Um sich dann aber, nachdem diese binnen fünf Minuten drei Tore schlucken mussten, „plötzlich wie im falschen Film“ zu fühlen. Ein Dilemma, welches den Klosterern in dieser Spielzeit nicht zum ersten Mal und zuletzt vor wenigen Wochen beim 0:4 gegen Buchbach widerfuhr.

Schlüssige Angaben für dieses Phänomen kann auch der Übungsleiter keine geben, findet aber in der „mangelnden Erfahrung und der Tatsache, dass „wir im Zentrum zu viel auf den Ball statt auf den Gegner schauen“ immerhin einen Erklärungsansatz.

Den Totalausfall vermeiden

Ganz sicher ist hingegen, dass sich der SVS einen solchen Totalausfall aller Systeme im an diesem Samstag (14 Uhr) anstehenden Duell gegen den VfB Eichstätt keinesfalls erlauben darf, droht doch ansonsten bei einem gleichzeitigen Punktgewinn des FC Memmingen in Burghausen der Absturz auf einen Direktabstiegsplatz.

So richtig kompliziert wird die Aufgabe dadurch, dass der VfB eben jene Taktik bevorzugt, die dem SVS gegen Buchbach zum Verhängnis wurde. „Eichstätt kommt über die körperliche Robustheit. Sie lassen sich tief nach hinten fallen, um dann schnell umzuschalten“, hat Prinzen die Vorzüge des kommenden Rivalen genau studiert.

Zudem verfügen die Oberbayern über jede Menge große Spieler und sind bei Standardsituationen dementsprechend gefährlich. Obwohl die mannschaftliche Geschlossenheit das vielleicht größte Plus darstellt, braucht es auch Einzelkönner, die den Unterschied ausmachen.

In Eichstätt trägt dieser den Namen Fabian Eberle. Schon im Vorjahr mit 26 Treffern maßgeblich am Aufstieg beteiligt, sorgt der 29-jährige Stürmer auch eine Stufe höher für mächtig Furore und ist mit 18 Einschüssen der beste Torjäger der Liga. Im bundesweiten Regionalliga-Vergleich steht er auf dem dritten Rang.

Nicht zuletzt seines Könnens wegen, haben die Eichstätter mittlerweile 44 Zähler angehäuft und dürften mit einem Vorsprung von elf Punkten auf den ersten Relegationsplatz aller Sorgen um den Klassenerhalt ledig sein.

Ein ehrgeiziger Gegner

Dass der forsche Kontrahent deswegen nur mit halber Kraft auftreten wird, glaubt Prinzen nicht: „Sie werden sicherlich den Ehrgeiz haben, auch gegen uns zu gewinnen.“ Dies umso mehr, als der SVS im Hinspiel trotz einer mehr als 80-minütigen Unterzahl aufgrund einer Roten Karte für Pascal Schärtel ein torloses Remis ergatterte.

Damit die Gäste ihr Umschaltspiel so wenig wie möglich praktizieren können, setzt der Coach diesmal auf eine eher abwartende Spielweise, ohne sich freilich hinten einzuigeln. Um der Gefahr bei Standardsituationen wirksam entgegenzutreten, wird wohl der nach seiner leichten Gehirnerschütterung wieder genesene Tobias Kramer in die Innenverteidigung rücken.

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