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Sport aus Neumarkt
Dienstag, 25. September 2018 14° 1

Wettkampf

Die Läufer eroberten Freystadt

Bei der 25. Auflage des Freystädter Volksfestlaufes waren bei optimalen Bedingungen am Samstag 250 Starter auf der Strecke.
Von Heike Regnet

Zum 25. Mal fand in Freystadt der Volksfestlauf statt. 250 Starter kamen bei diesem Wettbewerb auf ihre Kosten.

Gerhard Fritsch – der Mann am Mikrofon

Kein Freystädter Volksfestlauf ohne Gerhard Fritsch. Als Leiter der Leichtathletikabteilung des TSV, die alljährlich das Event ausrichtet, laufen bei Gerhard Fritsch alle Fäden zusammen. Auf sein eingespieltes Helferteam kann er sich verlassen und so wurde der 25. Freystädter Volksfestlauf wieder zu einem der sportlichen Höhepunkt im Jahreskalender der Stadt. 250 Läufer waren am Start. Erstmals wurde der Volksfestlauf nicht am Sonntag, sondern bereits am Samstag ausgetragen, da die FF Freystadt am Sonntag 150-jähriges Jubiläum feierte. „Die Meinungen zum Samstagslauf gehen bei den Teilnehmern auseinander“, sagt Fritsch. In der Nachbesprechung soll entschieden werden, an welchem Tag der Lauf 2019 stattfindet. „Entspannter in der Stadt ist es auf jeden Fall am Sonntag“, sagt Fritsch. Er selbst will im kommenden Jahr nicht wie gewohnt am Mikrofon stehen, sondern sich endlich wieder einmal selbst auf die Strecke machen. „Die fünf Kilometer und das mit möglichst vielen Hobbyläufern. Ich hoffe, ich kann viele um mich scharen.“

Die Kleinsten starten durch

Samuel und Mathilda Mößler gingen bei den Kleinsten an den Start.Foto: Heike Regnet
Samuel und Mathilda Mößler gingen bei den Kleinsten an den Start.Foto: Heike Regnet

Die ersten, die sich beim Volksfestlauf auf die Strecke machen, sind die Bambini U8. 24 Mädchen und Jungen waren mit von der Partie, unter ihnen auch die Mößler-Zwillinge Samuel und Mathilda. Da ihre beiden Brüder bei den Schülern am Start waren, wollten die Dreijährigen den Großen in nichts nachstehen. Selbstverständlich unterstützte Mama Elisabeth die Sprößlinge und war auf der 500 Meter-Strecke mit dabei. Papa Roland ist stellvertretender Abteilungsleiter der Leichtathleten und daher steht der Sport bei Familie Mößler ganz weit oben. „Es war toll“, sagt Mathilda nach ihrem Zieleinlauf. „Jeder hat gewonnen, alle haben es geschafft“, erklärt sie freudestrahlend und holt sich schnell ein Stück Melone am Verpflegungsstand. Bei der Siegerehrung bekam natürlich jeder der 24 Starter eine Urkunde plus Medaille. Nina Wittmann und Christine Marschner betreuen die Jüngsten im Verein. Derzeit sind es 15 im Alter zwischen vier und sechs Jahren.

Perfekte Verpflegung

Die Läufer wurden wieder einmal besten versorgt. Foto: Heike Regnet
Die Läufer wurden wieder einmal besten versorgt. Foto: Heike Regnet

20 Kilogramm Bananen und 30 Kilogramm Wassermelonen, aufgeschnitten in mundgerechte Stücke, sind am Samstag willkommene Stärkung und Abkühlung für die Läufer. Zudem stehen während des Laufs Unmengen von gefüllten Wasserbechern bereit, denn bei den heißen Temperaturen ist es wichtig, viel zu trinken. Eine Wasserstation wurde für die Läufer zudem auf der Strecke am Naturbad eingerichtet. Diese wird alljährlich vom Team der Wasserwacht betreut. Am Verpflegungsstand vor dem Rathaus hält Anna Fritsch (rotes Shirt) mit ihren Helferinnen nicht nur Obst bereit, sondern auch leckere hausgemachte Kuchen. Aus langjähriger Erfahrung weiß das Team, wieviel Verpflegung ungefähr benötigt wird. „Und wenn wirklich viel mehr Läufer da sind, als gedacht, dann ist‘s halt so und nicht jeder bekommt ein Stück Kuchen“, sagt Anna Fritsch und lacht. „Was uns auf alle Fälle nie ausgeht, ist das Wasser und das ist bei der Hitze ja das Wichtigste.“

Ein eingespieltes Team

Im Wettkampfbüro baut man auf ein eingespieltes Team mit Angelika und Uwe Sorgenfrei. Foto: Heike Regnet
Im Wettkampfbüro baut man auf ein eingespieltes Team mit Angelika und Uwe Sorgenfrei. Foto: Heike Regnet

Wie lange sie schon beim Volksfestlauf im Einsatz sind, können Angelika und Uwe Sorgenfrei gar nicht mehr so genau sagen. „Eigentlich schon immer“, sagt Angelika lachend. „Früher an der Wasserstation der Wasserwacht und jetzt seit Jahren im Wettkampfbüro.“ Ehemann Uwe ist in der IT-Branche tätig und so war er genau der richtige Mann, als es darum ging, ein Programm für den Volksfestlauf zu erstellen. „Am Wochenende vor dem Lauf richten wir schon mal alles am Computer ein“, sagt Sorgenfrei. Vor dem Start werden alle Läufer erfasst. Ist dann der erste Startschuss gefallen, ist höchste Konzentration angesagt. Sobald die Läufer im Ziel sind, laufen im Wettkampfbüro die Listen der Zeitnehmer ein und es gilt, alle Wertungen zu erfassen. „Und eine Stunde nach dem letzten Zieleinlauf sind auch wir fertig und alle Urkunden sind ausgedruckt.“ Die beiden sind eben ein eingespieltes Team.

Drei erste Plätze

Gemeinsam nach 10000 Meter durch das Ziel: Mit Michael Lang, Stefan Böllet und Marco Benz gab es diesmal ein Siegertrio. Foto: Heike Regnet
Gemeinsam nach 10000 Meter durch das Ziel: Mit Michael Lang, Stefan Böllet und Marco Benz gab es diesmal ein Siegertrio. Foto: Heike Regnet

80 Läufer waren auf der 10 000 Meter-Strecke und erstmals gab es drei Sieger. „Nachdem wir immer auf gleicher Höhe waren, haben wir bei Kilometer sechs beschlossen, zusammenzubleiben“, sagen Michael Lang, Stefan Böllet und Marco Benz. Nach 34:51,12 Minuten überquerten sie gemeinsam die Ziellinie. Das Trio war schon oft beim Freystädter Lauf mit von der Partie und Michael Lang holte sich regelmäßig Platz eins. „Heuer bin ich etwas gehandikapt“, sagt Lang und zeigt auf das Tape am Fuß. „Jeder Schritt schmerzt. Aber da Läufer ja aus Prinzip unvernünftig sind, dachte ich, ich lauf mal mit.“

Lob für die Strecke

Toms Komass (Mitte) holte sich mit 18:12,59 Minuten auf der 5000 Meter-Strecke den ersten Platz vor Daniel Reindl (links) und Thomas Wittmann. Foto: Heike Regnet
Toms Komass (Mitte) holte sich mit 18:12,59 Minuten auf der 5000 Meter-Strecke den ersten Platz vor Daniel Reindl (links) und Thomas Wittmann. Foto: Heike Regnet

Toms Komass holte sich mit 18:12,59 Minuten auf der 5000 Meter-Strecke den ersten Platz vor Daniel Reindl und Thomas Wittmann. 87 Läufer waren am Start, unter ihnen auch die Bürgermeister Alexander Dorr und Ludwig Eisenreich, die nach 29:06,87 Minuten Hand in Hand die Ziellinie überquerten. Auch wenn die Temperaturen hoch waren, waren die Läufer zufrieden. „Die Strecke war geil“, sagt Komass, der zum ersten Mal in Freystadt mitgelaufen war. Die Rahmenbedingungen waren ideal. Wichtige Helfer waren auch die FF Freystadt, die die Strecken sicherten und das BRK. Für Rhythmus sorgte die Sambagruppe.

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