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Regionalliga

Heftiger Rückschlag für SV Seligenporten

Seligenporten spielte zuletzt recht erfolgreich gegen den direkten Abstieg an. Doch dann kam Schalding-Heining.
von Udo Weller

Danilo Dittrich (r.) versucht hier, den Schaldinger Stefan Lohberger zu stoppen. Fotos: Weller
Danilo Dittrich (r.) versucht hier, den Schaldinger Stefan Lohberger zu stoppen. Fotos: Weller

Seligenporten.Diese Niederlage tut richtig weh: Nach zuletzt sieben Zählern in drei Spielen, muss der SV Seligenporten mit einer 0:2 (0:0)-Niederlage gegen den keinesfalls stark auftretenden SV Schalding-Heining einen herben Dämpfer im Kampf um den Klassenerhalt einstecken.

Bei nur noch zwei ausstehenden Spielen und jetzt vier Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz, dürfte dies mit großer Wahrscheinlichkeit das Ende aller Hoffnungen auf den direkten Klassenerhalt bedeuten. Knackpunkt für die 16. Saisonpleite des SVS war die mangelnde Durchschlagskraft im Angriff.

Im Gegensatz zum 1:0 in Pipinsried wartete Coach Roger Prinzen mit zwei Änderungen auf. Während Sven Seitz den gesperrten Fotios Katidis in der Offensive ersetzte, machte in der Abwehr Kai Neuerer für Julian Schäf Platz.

Nachdem Raffael Kobrowski in der 7. Minute bei einem Ball aus dem Mittelfeld einen Schritt zu spät kam, bot sich ihm kurz danach die Riesenchance zur Führung. Ausgangspunkt war Kevin Woleman, der Odilon Faria da Cruz auf links steil schickte. Dessen flache Hereingabe landete punktgenau beim heranrasenden Kobrowski, der jedoch, obgleich völlig frei, aus elf Metern das Tor nicht traf.

SVS mit viel Ballbesitz

Endgültig zum Unglücksraben avancierte die Nummer 23 dann, als er ein Zuspiel von Dittrich aufnahm, seinen 16-Meter-Knaller aber der Schaldinger Torhüter mit einer starken Reaktion zur Ecke parierte (21.).

Auch in der Folge lief der Ball wesentlich öfter in den Reihen des SVS. Dass es zum finalen Torschuss nicht reichte, lag zum einen daran, dass der SVS seine Aktionen zu umständlich anlegte oder seine Bemühungen allzu oft mit Fehlpässen konterkarierte. Darüber hinaus machten die Klosterer den Eindruck, als fehle ihnen der Mumm, einfach mal aus der zweiten Reihe abzuziehen.

Mit der Zeit fanden die anfangs etwas unsortiert wirkenden Schaldinger besser in die Partie. Erstes Indiz hierfür war ein Schuss von Mario Enzensberger, den die SVS-Defensive zwar abblockte, dann aber Glück hatte, dass der Nachschuss von Muhammet Alagöz knapp daneben strich (30.). Alagöz war es auch, der in der 43. Minute mit einem Flachschuss aus kurzer Distanz SVS-Keeper Sebastian Kolbe zu einer echten Glanztat herausforderte.

Wie schon zu Beginn, fand sich der SVS auch nach der Pause einem abwartend reagierenden Gegner gegenüber. Der konnte sich diese defensive Strategie durchaus leisten, fand der SVS doch kaum einmal eine Lücke im so eng wie auch klug formierten Abwehrwall. In der 65. Minute dann einer der wenigen freudigen Augenblicke für den SVS, als Marcel Schelle nach fast neumonatiger Pause wegen eines Kreuzbandrisses sein Comeback gab.

Es kommt knüppeldick

Maßgebliche Impulse vermochte dieser freilich auch nicht zu setzen. Vielmehr kam es nun knüppeldick, als die Gäste einen ihrer seltenen Angriffe durch Alagöz verwerteten, der aus spitzem Winkel zum 1:0 (72.) einschoss. Kurz danach hatte Weber den Ausgleich auf dem Fuß, ließ sich die Kugel aber fünf Meter vor dem Tor abluchsen. Wesentlich entschlossener ging auf der anderen Seite Martin Tiefenbrunner zu Werke, der aus derselben Distanz abzog, aber nur die Latte traf (81.). Drei Minuten später fiel die endgültige Entscheidung durch Nico Dantscher, der aus 35 Meter Maß nahm und mit einem Traumtor zum 2:0 (84.) alles klar machte. (nuw)

Immerhin aber kam der FC Memmingen in Eichstätt nicht über ein Remis hinaus, so dass das Polster des SVS zu den Abstiegsrängen noch immer drei Punkte beträgt.

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