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Sport aus Neumarkt
Mittwoch, 19. September 2018 28° 2

Tanzsport

In Neumarkt beschwingt über das Parkett

Knapp 100 Paare zeigten beim Seniorenturnier der Tanzsportabteilung Blau-Silber in Neumarkt ihr Können.

Rudi und Heidi Stern freuten sich über zwei sechste Plätze bei den Senioren II beziehungsweise III S. Fotos: Georg Forster
Rudi und Heidi Stern freuten sich über zwei sechste Plätze bei den Senioren II beziehungsweise III S. Fotos: Georg Forster

Neumarkt. Neumarkt. Obwohl es Petrus beim diesjährigen Seniorenturnier nicht allzu gut mit den Tänzern meinte, waren trotz widriger Witterungs- und Straßenverhältnisse und damit verbundener kurzfristiger Absagen immerhin noch 98 Paare aus drei Ländern beim Seniorenturnier der Tanzsportabteilung Blau-Silber am Start.

Schließlich hatte eine nicht unerhebliche Anzahl von Teilnehmern Anfahrtswege von mehreren hundert Kilometern auf sich zu nehmen, um am Turnier teilnehmen zu können. Aufgeteilt auf zwölf Einzelturniere in den Klassen D, C, B, A und S war am Samstag von 10 bis 21 Uhr hochklassiger Standard- und Lateintanz im ASV Sportzentrum geboten.

Michael Hackner und Manuela Treindl landeten im Mittelfeld der Senioren III S.
Michael Hackner und Manuela Treindl landeten im Mittelfeld der Senioren III S.

Die aufmerksamen Augen der in allen Belangen ausgesprochen erfahrenen Jury erkannten auch kleinste Unzulänglichkeiten und so standen am Ende der einzelnen Wettbewerbe verdientermaßen die Besten ganz oben auf dem Treppchen. Schließlich galt es, in Vor-, Zwischen- und Endrunden kontinuierlich gleichbleibende Leistung abzurufen.

Während des entscheidenden finalen Durchgangs, bei dem sich bis zu sechs Paare gleichzeitig auf dem Parkett befanden, hieß es, bloß keinen Fehler riskieren, insbesondere beim Einstiegstanz dem Langsamen Walzer, der bereits maßgeblich die Grundlage für die Endplatzierung bildete.

Viele waren alte Bekannte

Ein Großteil der Teilnehmer des Seniorenturniers war zum wiederholten Male in Neumarkt dabei. So beispielsweise auch Gerhard und Marion Funk aus Augsburg, die sich vor Jahresfrist an gleicher Stelle drei erste Plätze sicherten. Die Konkurrenz hatte aufgeholt und so reichte es diesmal dennoch zu einem Sieg und einem dritten Platz, sie waren damit nach eigener Aussage hoch zufrieden.

Ebenfalls gelohnt hatte sich beispielsweise die Anfahrt aus Dornbirn (Österreich) für Wolfgang und Gabriela Seidler, die sich über je einen ersten, zweiten und dritten Rang an diesem Wettkampftag freuten. Gleich 16 Paare ermittelten den Sieger bei den Senioren III S Standard.

Wissenswertes rund um den Tanzsport im Info-Block:

Gut zu wissen

  • Das Mindestalter

    beim Seniorentanz ist laut Tanzsportordnung auf 45 Jahre festgesetzt, wobei in den einzelnen Klassen zwischen drei, vier und fünf Tänze mit einer Dauer von jeweils 1,5 bis 2 Minuten auf dem Programm standen.

  • Was auf den ersten Blick

    leicht und beschwingt aussieht, lässt nur erahnen, wie viel anstrengende Trainingsarbeit dahintersteckt, bis dieses Tanzniveau erreicht wird.

Unter ihnen waren auch Michael Hackner und Manuela Treindl, die einige Jahre für die TSA an den Start gingen und jetzt – beruflich bedingt – bei der TSG Fürth gemeldet sind. In einem hart umkämpften Turnier reichte es für die beiden diesmal für einen Mittelplatz.

Erfreulich das Starterfeld bei den Senioren IV, hier beträgt das Mindestalter des älteren Partners immerhin 65 Jahre. Auffällig aber auch diesmal wieder, bedingt durch die zu beobachtende Tendenz nachlassender Meldungen in der Sektion Latein, dass nur ein Turnier mit den Tänzen, Samba, Cha Cha, Rumba, Paso doble und Jive ordnungsgemäß durchgeführt werden konnte.

Mindestens drei Paare nötig

Um in einem Wettbewerb überhaupt Punkte und Platzierungen vergeben zu können, sind wenigstens drei startberechtigte Paare erforderlich.

Als Fazit bleibt festzustellen, dass hochklassiger Tanzsport nicht nur den ganz Jungen vorbehalten bleibt. Teilweise knappe Entscheidungen und hervorragende Platzierungen ließen an diesem Samstag zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen.

Hinsichtlich der Wertungen gab es nicht ansatzweise Anlass zur Kritik an diesem Tag, auch wenn sich der eine oder andere insgeheim gerne weiter vorne gesehen hätte. Besonders hervorzuheben ist das ausgesprochen faire Verhalten der Zuschauer und Aktiven untereinander, die jede Leistung mit Beifall belohnten.

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