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Dienstag, 25. September 2018 14° 1

Motorsport

Nürburgring: Neumarkter gaben Vollgas

Beim 24-Stunden-Rennen bewiesen mit Hermann Bock sowie Max und Rainer Partl drei Rennfahrer aus Neumarkt ihr Ausnahmetalent.
Von Hans Danner

Die Neumarkter Rennfahrer schafften es in ihrer Klasse auf den dritten Platz. Fotos: Andreas Krein
Die Neumarkter Rennfahrer schafften es in ihrer Klasse auf den dritten Platz. Fotos: Andreas Krein

Neumarkt.Wenn mehr als 200.000 Motorsportfans am Himmelfahrtswochenende in die Eifel pilgern, um gut 400 Rennautos aus nächster Nähe zu erleben, und rund um die Nürburgring-Nordschleife ganze Zeltstädte mit „Vollausstattung“ entstehen, die Grills tagelang nicht mehr kalt werden und das Donnern der Motoren die Nacht zum Tage machen, dann kann es sich nur um das traditionelle ADAC 24-Stunden-Rennen am Nürburgring handeln – die größte Rennsportveranstaltung weltweit.

Mittendrin im Geschehen waren mit Hermann Bock (Postbauer-Heng) sowie Max Partl und Rainer Partl (Oberhembach) drei Fahrer aus Neumarkt, die durch Volker Piepmeyer (Altenberge) in der Tourenwagenklasse TCR auf Audi RS 3 LMS unterstützt wurden.

Das Neumarkter Team Bock lieferte eine starke Leistung ab.
Das Neumarkter Team Bock lieferte eine starke Leistung ab.

Der Himmelfahrtstag stand ganz im Zeichen der Trainingsläufe und Qualifikationstrainings in den einzelnen Klassen. Im Nachttraining für das 24 Stunden-Rennen ging es dann schon richtig zu Sache. Jeder Fahrer musste seine Anzahl von Pflichtrunden fahren und es galt, das Auto bestmöglich auf die Strecke abzustimmen.

Herausforderndes Wetter

Der Wetterbericht meldete für den Samstag gutes, sonniges Wetter und ab Sonntag früh dann starken Regen, bis hin zu Unwettern. Schwierig also ein Auto entsprechend einzustellen und das richtige Setup zu finden.

Dem Team um Max Partl herum ging es dabei gar nicht so sehr um das Erreichen von Top-Zeiten, sondern vielmehr um die richtige Fahrzeugabstimmung. Dass sie diese Aufgabe ganz hervorragend gelöst hatten, zeigte sich dann später im Laufe des Rennens.

Am Samstag um 15.30 Uhr machte sich das Feld von 150 Autos dann auf die 24 Stunden-Reise rund um die Nürburgring Nordschleife. Das Feld tobte los wie bei einem kurzen Sprintrennen.

Das Neumarkter Team hatte Max Partl als Startfahrer gesetzt – obwohl noch jung an Jahren, war es bereits sein 20. 24-Stunden-Rennen und davon sein sechstes auf dem Nürburgring.

Im Cockpit wechselten sich die Fahrer im Lauf des 24 Stunden-Rennens regelmäßig ab.
Im Cockpit wechselten sich die Fahrer im Lauf des 24 Stunden-Rennens regelmäßig ab.

Mit dieser Erfahrung und der entsprechenden Coolness hielt er sich Anfangs aus den zahlreichen Geplänkeln heraus und fuhr gleichmäßig schnelle Zeiten, ohne dabei das Material zu überfordern. Wichtig war es, den Kontakt zu den Top-Favoriten in der Klasse, allen voran den Werks-Hyundai i30N mit dem alten DTM-Haudegen Nicola Larini, nicht zu verlieren.

Auf allen Positionen und in allen Klassen wurde hart gekämpft und etliche Autos mussten mit Defekten oder Unfallschäden an die Boxen beziehungsweise teilweise sogar ganz aus dem Rennen genommen werden.

Während an der Spitze der GT 3-Autos es auf ein hautnahes Duell zwischen den Porsches und den AMG-Mercedes hinauslief, gelang es dem Team Bock/Partl/Partl/Piepmeyer, das Auto immer im Bereich zwischen Platz drei und fünf zu halten. Die Hauptarbeit lag dabei bei Max Partl mit insgesamt fünf und Hermann Bock mit vier harten Stints vor allem in den Nachtstunden.

Gegen 3 Uhr nachts ging dann der erste starke Regen über den Eifel-Kurs nieder und verwandelte die Strecke in eine gefährliche Rutschbahn, die ganz viel Gefühl und Disziplin erforderte.

Hermann Bock und Max Partl meisterten diese Herausforderung ganz hervorragend. Regen und abtrocknende Strecke wechselten sich ab und machten die Reifenwahl nicht leicht. An der Spitze wurde der Kampf zwischen Porsche und Mercedes AMG immer enger.

Als die Strecken- und Sichtverhältnisse immer schlechter wurden, entschloss sich die Rennleitung um 12 Uhr, das Rennen mit der Roten Flagge abzubrechen beziehungsweise zu unterbrechen. Hektische Diskussionen, wie es weitergehen sollte, herrschten im Fahrerlager. Die Rennleitung entschloss sich dann, dass gegen 14.10 Uhr der Neustart erfolgen sollte. Das Rennen wurde 90 Minuten vor Schluss wieder freigegeben – alle Abstände waren neutralisiert, nun musste die noch verbleibende Zeit die Entscheidung bringen.

Ein gewagtes Bremsmanöver

Vorne duellierten sich der Manthey Porsche und der AMG Mercedes GT 3, oft nur wenige Zentimeter voneinander getrennt, bis sich kurz vor Schluss der Porsche mit einem gewagten Bremsmanöver die Führung holte und diese bis zur Zielflagge behielt.

Max Partl hatte von seinem Team die zwar ehrenhafte, aber auch sehr verantwortungsvolle Aufgabe bekommen, den letzten Stint zu fahren und das Auto schnell, aber auch heil ins Ziel zu fahren. Mit all seiner Routine gelang ihm dies bravourös und er konnte für das Team Hermann Bock, Max Partl, Rainer Partl und Volker Piepmeyer den starken dritten Platz in der Klasse TCR sicher ins Ziel bringen – lediglich einen Platz hinter Altmeister Nicola Larini.

Besonders freuten sich die Neumarkter Fahrer über den Besuch der Gewinner der MZ-Eintrittskartenverlosung für das Rennen. Die Gäste aus Parsberg und Neumarkt nutzen die Gelegenheit, den einheimischen Fahrern einen Besuch in der Box abzustatten und einen Blick hinter die Kulissen dieses Mega-Events zu machen.

Somit waren am Ende dieses Spektakels nicht nur die Neumarkter Fahrer, sondern auch die Gewinner der MZ-Verlosung rundum zufrieden.

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