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BZL Süd

Pöllinger Not-Elf zeigt Charakter

Gegen Mosbach war der SVP aber ohne Chance. Holzheim lieferte eine Nullnummer ab und in Freystadt gab es eine Spielabsage.
Von Micheal Zeh

Meistens mussten die Kicker des SV Pölling (blau) ihren Gegnern hinterherlaufen. Am Ende stand ein ungefährdeter 3:1-Sieg der Gäste.Foto: Zeh
Meistens mussten die Kicker des SV Pölling (blau) ihren Gegnern hinterherlaufen. Am Ende stand ein ungefährdeter 3:1-Sieg der Gäste.Foto: Zeh

Landkreis.Gerade einmal zwölf Akteure des SV Pölling waren auf dem Spielberichtsbogen vermerkt, als die Partie gegen den SV Mosbach angepfiffen wurde. Da außerdem einige Spieler bereits in der Reserve dem runden Leder nachgejagt waren, entwickelte sich eine Begegnung mit ungleichen Voraussetzungen.

Die erste Chance verbuchten dennoch die Platzherren, als Thomas Merz in der 7. Minute nach einem energischen Vorstoß an der Latte scheiterte. Sekunden später hinderte Pöllings Felix Winter den durchgebrochenen Raphael Soldner am finalen Abschluss.

Im Mittelpunkt des Geschehens zeichnete sich bei den Gastgebern immer wieder Torhüter Andreas Bögl aus. Der Schlussmann bewahrte sein Team mehrfach vor weiteren Gegentreffern und brachte Mosbachs Angreifer ein ums andere Mal zur Verzweiflung. (8., 21., 45.). Gleich im Doppelpack klärte der beste Mann auf dem Platz in der 26. und 44. Minute. Bei weiteren Gelegenheiten trafen die Franken entweder nur den Pfosten (19.) oder scheiterten kläglich aus fünf Metern am eigenen Unvermögen. (21.).

Pölling gibt nicht auf

Bei allem Einsatz und Willen der stark dezimierten Heimelf blieben Gegentore nicht aus. Einen Querschläger im Strafraum der „Grünen“ nutzte Tom Wassermann zur Mosbacher Führung (34.), die Torjäger Marcus Baumann nur eine Zeigerumdrehung später noch vor dem Wechsel ausbaute. Hellwach zeigten sich die Franken gleich im Anschluss an die Halbzeitpause. Routinier Matthias Ballbach entschied mit Treffer Nummer drei die Partie frühzeitig für den Tabellenelften.

Es ist der Not-Elf von Trainer Thomas Brunner hoch anzurechnen, dass sich die Spieler keineswegs in ihr Schicksal ergaben, sondern bis zum Abpfiff mutig und konsequent den Weg nach vorne suchten. Belohnt wurden die Hausherren dafür in der 84. Minute. Ein Foul des gegnerischen Torwarts an Atilla Görücü ahndete der souveräne Schiedsrichter mit einem Strafstoß. Alexander Wild ließ sich die Chance nicht nehmen und verkürzte auf 1:3. Ein weiterer Lattenschuss durch Thomas Merz unterstreicht die intakte Moral der Pöllinger Mannschaft.

„Das war schon ein verdienter Sieg für Mosbach. Unser Team hat es im Rahmen seiner Möglichkeiten ganz anständig gemacht heute. Wir hatten das Glück, einen sehr guten Torwart in unseren Reihen zu haben“, resümierte Pöllings Abteilungsleiter Norbert Mursch.

Absage nach Todesfall

Im Nachholspiel zwischen Holzheim und Dittenheim trennten sich beide Parteien schiedlich friedlich mit einem torlosen Unentschieden. Die größte Tormöglichkeit des Spiels bot sich Holzheims Mittelstürmer Daniel Orel nach 81 Minuten, als sich der gegnerische Keeper mit einem Abwehrspieler uneins über die weitere Beförderung des Spielgerätes war, der ansonsten eiskalt vor dem Kasten agierende Orel in dieser Szene den Ball aber übers Gehäuse drosch. Dittenheim versuchte sein Glück hauptsächlich über Konter, die jedoch meist nicht konsequent zu Ende gespielt wurden. „Im großen und ganzen hat die Elf ein ordentliches Spiel gezeigt, wir hatten ja nur einen Tag Pause. Die Mannschaft hat versucht, dominant zu spielen, das ist auch recht gut gelungen“, zeigte sich Holzheims Coach Vahan Yelegen zufrieden.

Aufsteiger TSV Freystadt sollte an diesem Wochenende gegen Ornbau auflaufen. Das Spiel wurde nach dem plötzlichen Tod des langjährigen Vereinsmitglieds Werner Knopp aber abgesagt. Der Verstorbene war als Trainer im Jugend- und Seniorenbereich, Jugendleiter, Schiedsrichter, Schiedsrichter-Lehrwart der Neumarkter Gruppe und in vielen anderen Funktionen sehr aktiv. Für die Fußball-Abteilung des TSV Freystadt bekleidete er aktuell den Posten des Schriftführers. Die früher von ihm trainierte A- und B-Jugend bildet heute das Gerüst der ersten Mannschaft. Entsprechend groß war die Bestürzung in der Mannschaft.

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