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Samstag, 21. April 2018 25° 2

Fussball

SVS verdient sich Ausgleich nachträglich

Seligenporten konnte in Ingolstadt anfangs nicht an das gute Spiel gegen den FCN II anknüpfen. Doch dann kam Hälfte zwei.
von Udo Weller und Wolfgang Endlein

Kai Neuerer (grün) spielte gegen den 1. FCN II noch weiter vorne, gegen Ingolstadt musste er wieder als Linksverteidiger ran. Foto: Weller

Seligenporten.Ob es der Dauerregen war, der die Intensität im Spiel des SV Seligenporten in Ingolstadt abkühlte? Beim Sieg gegen den 1. FC Nürnberg II am Spieltag zuvor hatte sich der Regionalligist aus der Oberpfalz noch einen erbitterten Kampf mit den Nürnbergern geliefert, um schließlich zu triumphieren. Am Mittwochabend war es dann in Ingolstadt gegen eine weitere Reserve eines Zweitligisten wesentlich verhaltener, was der SVS zu Beginn ablieferte.

Vor allem gegen die langen Bälle der Ingolstädter fand der SVS in Hälfte eins kein Rezept – obwohl Seligenportens Trainer Roger Prinzen schon vorab die Spielweise der Gastgeber skizziert hatte. Ein solcher langer Ball von links auf die rechte Seite geschlagen leitete das wunderbar herausgespielte Führungstor der Oberbayern ein. Den Seitenwechsel nutzte Ingolstadt dazu, den Ball direkt in den Strafraum weiterzuleiten, wo Patrick Hasenhüttl – Sohn von Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl – ebenfalls direkt verwandelte.

SVS zu ungenau und zu langsam

Das 1:0 in der 23. Minute war die logische Konsequenz der Ingolstädter Überlegenheit, die sich in der Folge noch weiter ergebnistechnisch hätte bemerkbar machen können. Insbesondere in der 37. Minute versäumte es Paul Grauschopf, aus nächster Nähe den Ball im Tor unterzubringen. Stattdessen schoss er Seligenportens Keeper Sebastian Kolbe an.

Wie es für den SVS weiter geht, lesen Sie hier:

Der nächste Gegner

  • Heimspiel:

    Am Ostermontag wartet auf den SV Seligenporten die nächste Aufgabe. Dann kommt um 14 Uhr VfR Garching ins Kloster.

  • Tabelle:

    Die Oberbayern sind aktuell Zehnter in der Tabelle. Zuletzt gelang ihnen ein 3:2 gegen Illertissen.

  • Stärken und Schwächen:

    Etwas wackelig in der Abwehr (bereits 51 Gegentreffer), hat Garching seine Stärken in der Offensive (45 Tore). Allen voran kann der VfR auf seinen Toptorjäger Dennis Niebauer bauen, der in dieser Spielzeit bereits 13 Mal getroffen hat.

  • Analyse:

    Vier Punkte gegen den FCN II und FCI II zeigen, gegen Gegner, die das Spiel übernehmen, tut sich der SVS leichter. Garching ist kein solcher Gegner. Gegen den kampfstarken und auf Konter ausgerichteten VfR hat Seligenporten in fünf Partien erst ein Mal gewonnen.

Defensiv also nicht immer Herr der Lage agierte der SVS auch am anderen Ende des Platzes zu ungenau und zu langsam, als dass etwas herausspringen hätte können. Tat es dann aber doch – und das völlig überraschend. Kurz vor der Pause drang Linksverteidiger Odilon Faria da Cruz in den Strafraum ein, legte auf Marco Weber zurück, der den heranstürmenden Mario Götzendörfer sah und diesem den Ball bestens vorlegte. Die Nummer drei des SVS setzte dann den Ball aus rund 25 Metern mit einem verdeckten Schuss flach ins Ingolstädter Tor.

Mit der Hoffnung, dass das späte und überraschende Tor in Hälfte zwei eine nachhaltige Wirkung für das Spiel des SVS haben werde, kamen die Klosterer aus der Kabine. Doch zunächst legten die Hausherren los wie die Feuerwehr und schnürten Seligenporten in dessen Hälfte ein. Der SVS überstand diese Hochphase der Ingolstädter aber, ohne Schaden zu nehmen. Größere Chancen wurden, wie beispielsweise von Kai Neuerer in der 47. Minute, abgewehrt.

Chancen blieben ohne Ertrag

Mit der Zeit befreiten sich die Oberpfälzer Kicker dann aus der Umklammerung und verdienten sich in der Folge nachträglich den überraschenden Ausgleich in der ersten Hälfte. Nach einer Stunde übernahm der SVS zunehmend die Spielführung. Nun erinnerte dessen Spiel wieder an die erfolgreiche Partie gegen die Reserve aus Nürnberg: Großer Laufeinsatz, Pressing und sich gegenseitig anfeuernde Spieler waren zu sehen.

Den eigenen Kontrollverlust über das Spiel versuchten die Ingolstädter Kicker wiederum mit einer härteren, wenn auch nicht überharten Gangart zu beantworteten. Daraus entstanden in der Folge einige Freistöße, die zu nicht genutzten Chancen für den SVS führten.

Aber auch aus dem Spiel heraus wusste Seligenporten mit Torgelegenheiten zu überzeugen. So kurvte Fotios Katidis mit seinem Dribbling sehenswert durch die FCI-Abwehr, um dann allerdings nur einen harmlosen Schuss anzubringen (55.). Ein weiterer Beweis für das spielerische Vermögen der Seligenportener in Hälfte zwei war der gut 50 Meter weite Diagonalball von Kevin Woleman auf Weber, der die Kugel anschließend nach innen brachte, wo Stürmer Raffael Kobrowski mit seinem Kopfball allerdings am Ingolstädter Keeper scheiterte.

Weitere Chancen – auch für Ingolstadt – folgten in den darauf folgenden Spielminuten, doch nach 90. Minuten blieb es beim 1:1. Ein Ergebnis, mit dem der SV Seligenporten sicher leben kann, wenn man die verhaltene erste Halbzeit bedenkt.

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