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Badminton

TSV Freystadt macht es spannend

Fast hätten die Badminton-Asse die 1. Liga direkt gehalten. Doch das ist Historie. Jetzt zählt nur noch der 14./15. April.

Florian Waffler (r.) und Oliver Roth gewannen gegen Wipperfeld und Trittau jeweils das erste Herren-Doppel. Foto: Pistorius
Florian Waffler (r.) und Oliver Roth gewannen gegen Wipperfeld und Trittau jeweils das erste Herren-Doppel. Foto: Pistorius

Freystadt.Ein nervenaufreibendes Wochenende liegt hinter dem TSV Freystadt. Durch den überraschenden 4:3-Sieg gegen den Tabellensiebten 1. BC Wipperfeld entschied der TSV das Fernduell gegen Neuhausen für sich. Mit fünf Punkten Vorsprung auf die Münchner sicherte sich der TSV den 9. Tabellenplatz in der 1. Bundesliga und ist berechtigt, an der Relegationsrunde teilzunehmen. Zum Schluss fehlte sogar nur ein einziger Punkt gegenüber dem hessischen Team Funball Dortelweil zum direkten Klassenerhalt. Im Sonntagsspiel unterlag man dem TSV Trittau mit 2:5.

Der TSV Freystadt hatte sich optimistisch auf die 1500 Kilometer lange Fahrtstrecke am Wochenende gemacht, auch wenn Lukas Schmidt grippebedingt kurzfristig absagen musste. Das Spiel gegen die Wipperfelder, die in der Hinrunde in Freystadt mit 4:3 gesiegt hatten, begann nicht vielversprechend. Der erste Satz im Damendoppel zwischen Jenny Moore und Julia Kunkel gegen die Wipperfelder mit der Taiwanesin Ya Lan Chang und der Schwedin Jenny Nyström ging an die Gegner. Wie im Hinspiel steigerten sich Moore/Kunkel und gewannen im fünften Satz knapp mit 11:8.

Freystadts Jüngste macht es klar

Ähnlich verlief das erste Herrendoppel. Auch Oliver Roth/Florian Waffler mussten gegen Mark Lamsfuß (Top 30 der Welt) und den finnischen Nationalspieler Likka Heino den ersten Satz abgeben, kamen dann ins Spiel und gewannen die Folgesätze.

Auch das zweite Herrendoppel zeigte einen ähnlichen Verlauf. Johannes Pistorius und der Indonesier Fikri Hadmadi verloren gegen Jones Jansen (ebenfalls Top 30 der Welt) und Jens Lamsfuß den ersten Satz, setzten sich dann aber mit 3:1 durch.

TSV-Mannschaftsführer Florian Waffler: „Dass wir hier die drei Doppel gewinnen, das ist bei der Besetzung der Wipperfelder mit Spielern, die zur erweiterten Weltspitze gehören einfach sensationell“. Aber es kam noch besser: Wipperfeld war gezwungen, im Einzel verletzungsbedingt auf Ya Lan Chang zu verzichten. So bekam Annabella Jäger, mit 19 Jahren Freystadts jüngste Spielerin, die große Chance, den Siegpunkt zu holen. Annabella Jäger behielt die Nerven und gewann gegen Diana Jansen klar in drei Sätzen. Es war ihr erster Sieg in der 1. Bundesliga und Freystadt führte uneinholbar mit 4:0.

Für Wipperfeld ging es nur noch um Ergebnisverbesserung. Das gelang dem Team mit Siegen in den beiden Herreneinzeln gegen Fikri Hadmadi und Hannes Gerberich. Die Freystädter konnten in ihren Spielen gut mithalten, unterlagen aber mit 1:3 Sätzen ebenso wie das Mixed Johannes Pistorius und Jenny Moore. Über Liveticker verfolgte das TSV-Team den Spielverlauf von Neuhausen in Trittau. Nachdem feststand, dass die Münchner ohne Punktgewinn geblieben waren, war die Erleichterung bei Freystadt über den Relegationsplatz riesengroß.

Die Sensation blieb aus

Dann wurde gerechnet, ob man Funball Dortelweil noch einholen kann. Dazu wäre ein Sieg im Sonntagsspiel gegen Trittau erforderlich gewesen. Doch die ganz große Sensation gegen Trittau blieb aus. Im zweiten Herrendoppel unterlagen Pistorius/Hadmadi im Entscheidungssatz nach zwei vergebenen Matchbällen mit 10:12.

Auch das Damendoppel ging an Trittau. Eine starke Vorstellung lieferten Roth/Waffler im Herrendoppel ab, die gegen Bochat/Reynolds gewannen. Auch Pistorius/Moore spielten im Mixed stark und gewannen gegen die deutschen Vizemeister Person/Ostermeyer. Es blieb aber bei den zwei Siegen. Teammanager Stephan Pistorius: „Wir sind sehr zufrieden – an die vielen vergebenen Chancen in der Saison, den einen Punkt zu machen, will ich nicht denken“.

Bis Mittwoch muss der TSV Freystadt für die Relegation melden.

Bis dahin müssen noch Gespräche mit Sponsoren geführt werden und auch die Zusage der Stadt Freystadt zu den Hallenterminen ist Grundvoraussetzung, dass Freystadt weiterhin in der 1. Bundesliga spielen kann.

Die Chancen seien gut, dass man sich in der Relegation durchsetzt, ist TSV-Sportwart Tim Bambach überzeugt. Am 14./15 April findet in Goldbach bei Aschaffenburg die Relegation satt. Gegner sind der Meister der 2. Bundesliga Nord Wittorf der Vizemeister in der 2. Bundesliga Süd Marktheidenfeld.

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