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Hallenfussball

TSV Wolfstein verkauft sich ordentlich

Nach einer recht souveränen Vorrunde unterliegt der TSV im Halbfinale der Bezirksmeisterschaft dem ATSV Erlangen.
Von Udo Weller

Keine Chance hatte der TSV Wolfstein (in Rot) beim 1:4 in der Vorrunde gegen den späteren Turniersieger Türkspor Nürnberg. Fotos: Weller
Keine Chance hatte der TSV Wolfstein (in Rot) beim 1:4 in der Vorrunde gegen den späteren Turniersieger Türkspor Nürnberg. Fotos: Weller
Die Anhänger des TSV Wolfstein sorgten für Stimmung.
Die Anhänger des TSV Wolfstein sorgten für Stimmung.

Nürnberg.Der TSV Wolfstein schlägt sich bei seiner ersten Teilnahme an der Hallenbezirksmeisterschaft wacker und belegt am Ende einen achtbaren vierten Rang. Im ersten Duell bekam es der TSV in seiner Gruppe B mit dem TV 1848 Erlangen zu tun. Gegen den zunächst überlegenen fränkischen Bezirksligisten verhinderte Keeper Sebastian Wild mit einigen guten Paraden einen frühen Rückstand. Seine Vorderleute dankten es ihm in Gestalt von Levgen Kulbachuk, der mit einem Drehschuss das 1:0 erzielte. Nun klar auf Augenhöhe, ließen sich die „Siedler“ auch vom Ausgleich des TV eine Minute vor dem Ende der jeweils eine Viertelstunde dauernden Spielzeit nicht schocken. Vielmehr setzte sich Marcel Seitz gleich danach kraftvoll durch und sorgte mit dem 2:1 für einen perfekten Auftakt.

Auch im Spiel gegen den FC Bayern Kickers lief es anfangs nicht optimal, nutzte der Bezirksligist doch seinen ersten richtigen Angriff prompt zur 1:0-Führung. Dass Wolfstein auch Konterfußball im Repertoire hat, demonstrierte Spielertrainer Dominik Pöllet mit dem Ausgleich. Dadurch gepuscht, übernahm der TSV das Kommando. Philipp Zehnder veredelte eine tolle Kombination mit dem 2:1. Auch nachdem die Kickers fünfzig Sekunden vor dem Ende egalisierten, ließ Wolfstein die passende Antwort folgen. Einen kraftvollen Sololauf von Pöllet wussten die Kickers nur auf Kosten eines Freistoßes zu stoppen. Diesen führte der Coach dann selbst aus und lupfte die Kugel zum halbrechts lauernden Seitz, der diese so knallhart wie sehenswert zum 3:2 in die Maschen drosch. „Diesen Spielzug haben wir schon geübt, trotzdem aber gehört auch etwas Glück dazu“, so Pöllet über den goldenen Schuss ins Halbfinale.

Wie die Bezirksmeisterschaft im Einzelnen verlief, erfahren Sie hier:

Ergebnisse der Bezirksmeisterschaften

  • Vorrunde:

    Tabelle Gruppe A: 1. ATSV Erlangen, 7 Punkte, 16:2 Tore; 2. TSV 1860 Weißenburg, 7, 8:3; 3. SG TSV/DJK Herrieden, 3, 1:8; 4. Atletico Erlangen, 0, 1:13. Gruppe B: 1. Türkspor Nürnberg, 9 Punkte, 14:3 Tore; 2. TSV Wolfstein, 6, 6:7; 3. TV 1848 Erlangen, 3, 4:10; 4. Bayern Kickers Nürnberg, 0, 3:7.

  • Halbfinale:

    ATSV Erlangen – TSV Wolfstein 3:1, Türkspor Nürnberg – TSV 1860 Weißenburg 2:0.

  • Spiel um Platz drei:

    TSV Wolfstein – TSV 1860 Weißenburg 1:3
    ATSV Erlangen – Türkspor Nürnberg 2:3 nach Sechs-Meter-Schießen

Nun ging es im letzten Gruppenspiel gegen die ebenfalls zweimal siegreichen Kicker des Bezirksligisten Türkspor Nürnberg um den Gruppensieg. Ein trockener Schuss von Seitz zum 1:0 ließ diesen Traum kurzzeitig sogar in greifbare Nähe rücken. Doch nach dem fast postwendenden Ausgleich, spielte der kommende Turniersieger seine ganze Klasse aus und lochte noch drei weitere Male ein.

Im Halbfinale wartete auf den TSV mit dem ATSV Erlangen kein geringerer als der Titelverteidiger. Der Landesligist, in dessen Reihen sich mit den so eleganten wie abschlussstarken Hakim Graine sowie dem mit Regionalligaweihen versehenen Vignon Amegan die beiden wohl besten Akteure des Turniers tummelten, unterstrich seine Favoritenstellung in der Gruppe A mit herausragenden 16:2 Toren mehr als eindrucksvoll. Gegen diese geballte Offensivmacht hatte Wolfstein dann nicht viel zu bestellen, erst recht, nachdem Amegan das Leder schon nach 20 Sekunden zum 1:0 ins Netz zelebrierte. Ausgerechnet als der TSV etwas besser ins Spiel fand, legte Tim Ruhrseitz das 2:0 obendrauf. Rene Vargas war das 3:0 vorbehalten, bevor Tobias Bauer immerhin der verdiente Ehrentreffer gelang. Zur Titelverteidigung sollte es für den ATSV allerdings nicht reichen, zog er doch in einem packenden Finale gegen Türkspor den Kürzeren.

Spielertrainer Dominik Pöllet (in Rot) führt seine „Siedler“ auf Platz vier.
Spielertrainer Dominik Pöllet (in Rot) führt seine „Siedler“ auf Platz vier.

Ebenjenes passierte dem TSV Wolfstein im Spiel um Platz drei. In der Neuauflage des Kreisfinales revanchierte sich der TSV 1860 Weißenburg mit einem 3:1-Erfolg für die in der Vorwoche erlittene Pleite. „Der ATSV war für uns im Halbfinale einfach zu stark. Trotzdem aber haben wir uns ordentlich verkauft und fahren zufrieden nach Hause“, zog Pöllet hinterher ein ebensolches Fazit.

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