MyMz

Eishockey

Achte Niederlage in Serie Ice Tigers

Das 1:3 gegen Ingolstadt belegt fehlendes Selbstverstrauen. Trainer Kurt Kleinendorst verteidigt sein Spielsystem.

Enttäuscht: Marcus Weber, Brett Festerling, Pascal Grosse und Rylan Schwartz Foto: Hahn/Eibner-Pressefoto
Enttäuscht: Marcus Weber, Brett Festerling, Pascal Grosse und Rylan Schwartz Foto: Hahn/Eibner-Pressefoto

Nürnberg.Die Thomas Sabo Ice Tigers können nicht mehr gewinnen: Auch im Derby gegen den ERC Ingolstadt am Sonntag setzte es eine 1:3-Niederlage. Damit verloren die Nürnberger auch das achte Spiel in Folge.

„Der Unterschied war das Selbstvertrauen. Davon haben wir momentan zu wenig“, haderte Ice-Tigers-Trainer Kurt Kleinendorst. „Wir machen viele Fehler, die aber auch nur Teams machen, die in so einer Situation sind. Es ist eine mentale Sache. Wenn du dich nicht gut fühlst, dann ist es schwer, gut zu spielen. Momentan ist es einfach schwer. Es ist frustrierend, in unserer Situation zu sein. Wir können nur zusammenhalten und uns da rauskämpfen.“ Genau mit dieser Einstellung gingen die Ice Tigers in dieses Derby, liefen viel und fuhren wieder knackige Checks. Doch der nächste psychologische Nackenschlag ließ nicht lange auf sich warten: Bei Nürnberger Überzahl bestrafte Ingolstadts Wayne Simpson einen Puckverlust mit dem Tor zum 1:0 (7.). Danach waren die Franken von der Rolle. ERC-Stürmer Daniel Elsner stellte noch vor der ersten Pause auf 2:0 (14.). Mit Wiederbeginn kämpften sich die Ice Tigers zurück in die Partie und kamen durch Top-Scorer Daniel Fischbuch auf die Anzeigetafel (25.). Nürnberg war nun drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen, traf aber nicht mehr ins Tor. „Wir kommen momentan nicht in die Position, um Tore zu schießen. Dort müssen wir ansetzen“, führte Kleinendorst aus. Im Schlussdrittel zog das 3:1 durch Mirko Höfflin den Stecker (52.). „Wir hätten das Spiel drehen können, aber das dritte Gegentor hat uns das Leben ausgesaugt“, so Kleinendorst. Der Trainer sah dennoch einen entscheidenden Schritt nach vorne: „Mir hat unser Einsatz gefallen, die Arbeitseinstellung hat gepasst. Wir haben hart gekämpft. Es gab keinen Spieler, der sich heute nicht den Hintern aufgearbeitet hat. Mein Job ist es jetzt, sie so positiv wie möglich einzustellen. Wir werden das überstehen.“

Neben der schwächelnden Offensive bereitet weiterhin die anfällige Defensive (24 Gegentore in den letzten fünf Spielen) und der Leistungseinbruch bei den Führungsspielern Sorgen. „Natürlich schöpft momentan niemand sein Potenzial aus. Das wird sich auch nicht ändern, bis wir wieder gewinnen“, glaubt Kleinendorst. Zweifel an seinem Spielsystem hat der Coach nicht: „Unser System hat am Anfang der Saison auch funktioniert, wieso soll es jetzt anders sein?“ (nru)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht