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Landesliga

ASV Neumarkt will Revanche

Als Spitzenreiter tritt der ASV Neumarkt zum Rückrunden-Auftakt die Reise zum Tabellensiebten VfB Straubing an.
Von Michael Zeh

Tabellenführer ASV Neumarkt (in Rot) fährt mit breiter Brust zum Auswärtsspiel nach Straubing. Archivfoto: Weller
Tabellenführer ASV Neumarkt (in Rot) fährt mit breiter Brust zum Auswärtsspiel nach Straubing. Archivfoto: Weller

Neumarkt.Der Alltag hat sie wieder, die Derbysieger vom vergangenen Wochenende. Für die ASV-Kicker heißt es jetzt, bei der Auswärtsbegegnung in Straubing an diesem Samstag um 16 Uhr nachzulegen und die gute Form der letzten Spieltage zu bestätigen. Darüber hinaus gilt es, sich für die 1:2-Heimschlappe zu revanchieren, damals der Auftakt zu einer eher holprigen Saison-Anfangsphase der Neumarkter. Nur noch ein mal konnten die Gastgeber anschließend in der Fremde die volle Punktzahl einfahren.

„Wir sind im Hinspiel etwas ängstlich aufgetreten und haben deshalb schon noch eine kleine Rechnung mit dem VfB offen“, gibt denn auch ASV-Coach Benedikt Thier unumwunden zu. Seine Elf hat mittlerweile keinen Grund mehr, besonders zurückhaltend oder übervorsichtig in diese Begegnung zu gehen. Im Gegenteil: Nach Abschluss der Vorrunde ziert der Ex-Bayernligist mit 35 Zählern nicht nur die Tabellenspitze der Landesliga Mitte, sondern darf auch auf die glänzende Auswärtsbilanz von sieben Siegen in neun Begegnungen stolz sein. Ein absoluter Spitzenwert und gleichzeitig Voraussetzung dafür, die Reise nach Straubing mit breiter Brust anzutreten. „Dadurch, dass wir auf dem ersten Platz stehen, ist die Motivation aktuell bei jedem einzelnen extrem hoch“, freut sich Thier und richtet den Blick nach vorne: „Straubing verfügt über einige offensiv sehr starke Leute.“

Explosionsartige Steigerung

Als Auslöser für die beinahe explosionsartige Steigerung seiner Schützlinge auf Gegners Platz hat er den 4:0-Erfolg vom zehnten Spieltag in Bogen ausgemacht: „Die Jungs wollten unbedingt die drei Punkte und anschließend im Bus auf der Heimfahrt Spaß haben. Der Sieg hat wie eine Befreiung gewirkt und noch einmal einen Schub gegeben, so dass wir beschlossen haben, einfach da weiter zu machen“, erklärt der Trainer mit einem Augenzwinkern.

Nicht gerade rosig stellt sich allerdings die personelle Situation beim Klassenprimus dar. Mit Christian Bulinger bekommt das Lazarett weiteren, unerwünschten Zugang. Der Stürmer zog sich beim Derby einen Kreuzbandriss zu und fällt damit längere Zeit aus. Sein Mannschaftskamerad Alexander Moratz muss wegen eines Muskelfaserrisses ebenfalls pausieren. „Das ist sehr, sehr bitter für unsere Defensive und tut richtig weh. Vor allem auch, weil Sebastian Semmler aufgrund seines Kreuzbandrisses beim Spiel gegen Fortuna Regensburg nicht zur Verfügung steht. Zum Glück ist unser Kader breit aufgestellt, dafür bin ich auch sehr dankbar“, so Thier.

Ein Grund dafür dürften auch die Fortschritte von Mario Forster sein, der vom Bezirksligisten TSV Freystadt mit großen Hoffnungen zum ASV gewechselt ist, sich jedoch im Saisonendspurt einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen hatte. Sein neuer Coach ist voll des Lobes über den ehrgeizigen Neuling: „Mario ist sehr fleißig, die Reha-Phase läuft super für ihn. Er ist im Team eingebunden und hat von Vereinsseite aus volle Unterstützung. Wir geben ihm die Zeit, die er braucht, um fit zu werden“, erklärt Neumarkts Übungsleiter und hofft, dass der torgefährliche Mittelfeld-Spieler im Februar beim Trainingsstart nach der Winterpause mit dabei ist.

A-Junioren helfen aus

Sein besonderes Dankeschön gilt in diesem Zusammenhang auch der Kooperation mit dem Junioren-Bereich: „Wir freuen uns vor allem über die A-Jugend, die immer wieder mal in der 2. Mannschaft aushilft, wenn Not am Mann ist.“ Mit dem Tabellenvierten SC Ettmannsdorf steht dann in der kommenden Woche eine Spitzenbegegnung auf dem Spielplan. Umso wichtiger wäre deshalb die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte des ASV Neumarkt auf fremden Plätzen im Hinblick auf diese Begegnung.

Erfolgsfaktoren

  • Offensive:

    Zusammen mit Fortuna Regensburg hat der ASV auch den torgefährlichsten Sturm der Liga. Am treffsichersten war Daniel Haubner, der es auf neun Tore brachte, gefolgt von Leon Gümpelein, Selim Mjaki und Alexander Moratz, die jeweils fünf mal erfolgreich waren.

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