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Fussball

Ausgezeichnete Schiedsrichter

Magdalena Noderer (TSV Eysölden), Frank Seitz (SC Pollanten) und Kurt Meier (Altdorf) wurden für ihren Einsatz geehrt.

Bezirksschiedsrichter-Obmann Gerhard Pech (v.l.), Kurt Meier, Gruppenobmann Oliver Johannes und Frank Seitz bei der Ehrung, Magdalena Noderer arbeitet als Polizeibeamtin in München und konnte nicht teilnehmen. Foto: Robert Schmitt
Bezirksschiedsrichter-Obmann Gerhard Pech (v.l.), Kurt Meier, Gruppenobmann Oliver Johannes und Frank Seitz bei der Ehrung, Magdalena Noderer arbeitet als Polizeibeamtin in München und konnte nicht teilnehmen. Foto: Robert Schmitt

Röthenbach.„Danke, Schiri“, so heißt eine Aktion des DFB, mit der seit 2015 deutschlandweit jährlich die Leistung verdienter Referees im Amateurfußball ausgezeichnet und hervorgehoben werden soll.

Die einzelnen Schiri-Gruppen können dabei je eine Schiedsrichterin sowie je einen Referee über 50 und unter 50 Jahren für die Ehrung vorschlagen. Dann bündelt der Bezirksschiedsrichterausschuss diese Vorschläge und lädt zu einem Festabend ein. Er fand für Mittelfranken nun zum zweiten Mal in Röthenbach/St. Wolfgang statt.

Mit unter den Ausgezeichneten: Magdalena Noderer vom TSV Eysölden, Frank Seitz vom SC Pollanten und Kurt Meier aus Altdorf. Alle drei pfeifen für die Schiedsrichter-Gruppe Neumarkt. Gruppenobmann Oliver Johannes, hatte die drei Referees aus seinem Verantwortungsbereich für die Ehrung vorgeschlagen. Gerhard Pech, Chef der Schiedsrichter im Bezirk Mittelfranken, beglückwünschte elf männliche Referees und zwei Frauen aus Mittelfranken und der Oberpfalz. Zugleich dankte er für ihren weit überdurchschnittlichen Einsatz für den Fußballsport im Freistaat. Noderer wurde vom Bezirk außerdem für den Landesentscheid zum Bayerischen Fußballverband nach München gemeldet.

Noderer bringt starke Leistungen

Die 25-jährige Thalmässingerin Magdalena Noderer pfeift Herrenspiele bis zur Bezirksliga und ist bei Spielen der Zweiten Damen-Bundesliga als Assistentin im Einsatz. „auf dem Platz erbringt sie seit Jahren sehr gute Leistungen“, erklärte Oliver Johannes.

Als Assistentin ist sie auch in der Herren-Landesliga und -Bayernliga an der Linie aktiv. Daneben helfe sie im Lehrteam und kümmere sich darum, junge Schiedsrichter zu integrieren.

Der 37-jährige Frank Seitz aus Greding ist seit 1996 Fußballschiedsrichter. Seither hat er einige Jahre in der Landesliga gepfiffen. Seit acht Jahren gehört er dem Gruppenschiedsrichterausschuss an, pfeift in der Kreisliga und wird als Beobachter in der Bezirksliga eingesetzt. „Ich habe viel von ihm gelernt“, sagte Johannes.

„Er pfeift, pfeift, pfeift“, so Oliver Johannes über Kurt Meier. Der 70-Jährige ist seit 1995 stets einer der fleißigsten Unparteiischen der Gruppe Neumarkt. Von 2014 bis 2017 hat er über 400 Spiele geleitet. „Es ist phänomenal, was er herunterspult“, bewertete Oliver Johannes diesen Einsatz.

Meier sei immer einsetzbar, genieße auch bei den Herrenmannschaften einen guten Ruf und ordne seinem Hobby fast alles unter. „Ich bin froh, dass wir ihn haben, und mir wird Angst und Bange, wenn es Schiris von seinem Schlag nicht mehr gibt“, so Johannes.

Das Trio aus der Gruppe Neumarkt gehört zu den etwa 71000 Schiedsrichtern in Deutschland, ohne die der Fußball hierzulande nicht funktionieren würde. Die überwiegende Mehrheit davon pfeift ehrenamtlich im Amateurfußball. Und es wird immer schwieriger, neue Schiedsrichter für diese anspruchsvolle Hobby zu begeistern.

„Bis vor wenigen Jahren hatten wir in Bayern noch 14 000 Referees im Einsatz, heute sind es weniger als 10 000“, rechnete Gerhard Pech vor und rief alle Verantwortlichen im Fußballsport dazu auf, sich bei der Suche nach Spielleitern zu engagieren.

Die Schiri-Zahl reicht nicht aus

Pro Wochenende sind in Deutschland etwa 100 000 Spiele mit Unparteiischen zu besetzen. Dafür reichen die vorhandenen Referees nicht aus, weshalb viele Schiris mehrere Spiele pro Woche leiten. Die untersten Klassen von Jugend- oder nicht aufstiegsberechtigten Seniorenteams können häufig nicht mit offiziellen Schiedsrichtern besetzt werden. Und die Zahl geprüfter Schiedsrichter geht weiter zurück. In den vergangenen fünf Jahren ist sie DFB-weit um zehn Prozent geschrumpft.

Geehrt werden im Rahmen von „Danke, Schiri“ Schiedsrichter in jedem der bundesweit 280 Fußballkreise. In den 21 Landesverbände werden daraus drei Landessieger ausgewählt. Für jede Kategorie einer oder eine. Für Mittelfranken hat der Bezirksschiedsrichterausschuss dafür neben Magdalena Noderer aus Thalmässing, den 48-jährigen Roland Gebelein und den 73-jährigen Kurt Linhardt aus Michelfeld in der Gruppe Pegnitzgrund vorgeschlagen.

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