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Bogenschiessen

Bogenschützen sind wieder erstklassig

Am letzten Wettkampftag sicherten sich die Neumarkter in einem Herzschlagfinale in Villingen-Schwenningen den Aufstieg.

Bewiesen Nervenstärke und Zielgenauigkeit – die Neumarkter Bogenschützen.
Bewiesen Nervenstärke und Zielgenauigkeit – die Neumarkter Bogenschützen. Foto: Lerzer

Neumarkt.Die Neumarkter Bogenschützen sind wieder in der 1. Bundesliga. In einem dramatischen Finish am letzten Wettkampftag der 2. Bundesliga reichte es am Ende hauchdünn mit nur zwei Punkten Vorsprung und der direkte Wiederaufstieg gelang.

Das perfekte Wochenende für die Bogenschützen komplettierten Alexander Nißlbeck und Andrea Lerzer: Sie holten beide bei den parallel stattfinden bayerischen Meisterschaften den zweiten Platz.

Zum Saisonfinale ging es für die Mannschaft Neumarkt I nach Villingen-Schwenningen. Im Schwarzwald sollte diesmal entschieden werden, wer einen der beiden begehrten Aufstiegsplätze in die allerhöchste deutsche Liga ergattern sollte. Die Neumarkter waren dank einer tollen Vorleistung auf Rang drei der Tabelle – eine gute Ausgangsposition, da bereits klar war, dass Tacherting II als Tabellenführer nicht aufsteigen kann, da sie schon mit ihrer ersten Mannschaft in der 1. Bundesliga vertreten sind.

Hohe nervliche Belastung

Doch die nervliche Belastung war den Schützen anzumerken. Norbert Franz vertrat diesmal Jürgen Seibold, der zeitgleich seine bayerische Meisterschaft schoss, als Coach. Oliver Obst, Fabian Obst und Georg Girbinger starteten nervös – und das Auftaktmatch ging verloren.

Wolfram Illner kam für Girbinger, und nach einer erneuten Niederlage ging es dann aber aufwärts für die Neumarkter. Sie gewannen drei Partien, holten gegen den Gastgeber ein Unentschieden und auch wenn das letzte Match verloren ging, so war ihnen doch Platz drei nicht mehr zu nehmen. So ging die erwünschte Saisonplanung voll auf und der erhoffte sofortige Wiederaufstieg war gelungen.

Neumarkt agiert nun nach nur einjähriger Abstinenz wieder im Oberhaus des deutschen Bogensports. Coach Jürgen Seibold äußert sich im MZ-Interview zum Erfolg seiner Mannschaft.

Nächste Woche, wenn die anderen drei Neumarkter Mannschaften zum Finaltag in ihren Ligen antreten, könnte die Saison noch durch weitere Aufstiege der Neumarkter Bogenschützen gekrönt werden. So haben beispielsweise die dritte Mannschaft in der Bezirksklasse I sowie die vierte Equipe in der Bezirksklasse II beste Chancen, jeweils eine Liga nach oben zu springen – schließlich stehen beide Teams jeweils auf dem ersten Tabellenplatz.

Werner Lorek trainiert im zweiten Jahr die vierte Mannschaft. Vor dem letzten Wettkampftag am Samstag in Dietersheim hat er „ein sehr gutes Gefühl“. Angesichts des komfortablen Vorsprungs sollte der Aufstieg „kein Problem sein“ – ebenso könne die dritte Mannschaft in der Bezirksklasse I nur noch theoretisch den Aufstieg vermasseln. Um das hervorragende sportliche Abschneiden aller vier Bogenschützen-Teams komplett zu machen, müsste der Regionalliga-Truppe nochein Sprung auf den zweiten oder dritten Rang gelingen. Angesichts des momentanen vierten Platzes nicht unrealistisch.

Es läuft heuer bei den Neumarkter Bogenschützen. Ein Erfolgsgarant liegt in der umfassenden Jugendarbeit des Vereins. „Ein gutes Drittel unserer aktiven Schützen sind Schüler oder Jugendliche“, sagt Lorek nicht ohne Stolz. Nachwuchsprobleme sind hier Fehlanzeige.

Das zeigte sich auch bei den bayerischen Hallenmeisterschaften, die am Wochenende auf der Olympia-Schießanlage in München-Hochbrück stattfanden. Auch hier waren die Neumarkter top – so zum Beispiel Alexander Nißlbeck (Jahrgang 1999). Er lieferte sich in der Jugendklasse einen packenden Kampf mit Moritz Wieser, Tacherting.

Im Freien hatte Nißlbeck in einem Herzschlagfinale das Duell unter den beiden größten Jugendtalenten Bayerns noch für sich entscheiden können, diesmal hatte Wieser nach 60 Pfeilen mit einem Ring die Nase vorne.

Persönliche Bestleistung erzielt

Alexander Nißlbeck war dennoch überglücklich, die sehr gute Ringzahl von 562 bedeuteten für ihn gleichzeitig auch noch neue persönliche Bestleistung und er bestätigte seine Zugehörigkeit zum Bayernkader eindrucksvoll. Auch Erik Kohler zeigte eine sehr gute Leistung, er wurde Zehnter.

Andrea Lerzer quälte sich mit einer Verletzung durch den Wettkampf und konnte ihre Leistung nicht wie gewünscht abrufen. Doch ein sehr guter Endspurt und Schwächen bei der Konkurrenz ließen sie am Ende doch als bayerische Vizemeisterin bei den Damen strahlen.

Jürgen Seibold hatte es bei den Compoundern mit harter Konkurrenz zu tun, Platz vier mit nur einem Ring Rückstand auf das Podium sprang für ihn dabei heraus. Die anderen Neumarkter Teilnehmer erwischten nicht ihren besten Tag und konnten diesmal nicht ins Geschehen um die vorderen Plätze eingreifen.

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