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Bogenschützen sorgen für Volltreffer

Bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Neumarkt geht neben der Frauen-Nationalmannschaft auch ein Ex-Weltmeister an den Start – die Lokalmatadore sorgen für eine vorbildliche Organisation.
von Hans Gleisenberg

  • Das deutsche Nationalteam der Frauen aus Berlin ging auch an den Start.
  • Insgesamt acht Teams aus Deutschland kämpften um die deutschen Meistertitel.

NEUMARKT. Mit der Austragung der deutschen Hallen-Mannschaftsmeisterschaften im Bogenschießen wurden in diesem Jahr die Bogenschützen aus Neumarkt betraut. Leider hat es für die Oberpfälzer knapp nicht gereicht an den Play-offs in der Halle der Hauptschule West teilzunehmen, doch erntete man als Ausrichter das uneingeschränkte Lob der teilnehmenden acht Mannschaften und ihrer zahlreichen Betreuer und Fans.

Insgesamt 30 Mitglieder der Neumarkter Bogengilde waren an der vorbildlichen Organisation beteiligt. Der Bundesreferent der Bogenschützen, Klaus Lindau aus Wiesbaden, lobte dann auch die perfekte Vorbereitung und die reibungslose Durchführung der sportlich hochklassigen Veranstaltung durch die Neumarkter Gastgeber. Den Sieg holte sich, letztlich nicht ganz unerwartet, die SGI Welzheim, die sich im Finale mit 229:226 gegen das Damenteam aus Berlin durchsetzte. Platz drei belegte die FSG Tacherting, die gegen Sherwood Herne mit 232:229 die Oberhand behielt.

Welzheim ist somit weiterhin der Rekordsieger bei den seit 14 Jahren ausgetragenen Hallenmeisterschaften. Die Mitfavoriten aus Dauelsen und Querum waren dagegen überraschend bereits in der Vorrunde an der starken Konkurrenz gescheitert.

Jeweils die besten vier Teams aus der Bundesliga Nord, nämlich die SV Dauelesen, der SV Querum, Sherwood Herne und die SGG BB Berlin, sowie aus dem Süden die SGI Welzheim, FSG Tacherting, GS Boxdorf und der SV Otterstadt kämpften um den Meistertitel. Sie hatten sich in den vier Wettkampftagen für den Wettbewerb qualifiziert. Für das Neumarkter Bundesligateam reichte es nur zu Platz fünf, mit drei Punkten Rückstand auf eine Teilnahme. Eröffnet wurde die Meisterschaft mit dem Einmarsch und der Vorstellung der Mannschaften und anschließend standesgemäß mit der deutschen Nationalhymne.

Pünktlich um 12.45 Uhr begannen die Meisterschaften und die gut 300Fans unterstützten ihre Mannschaften lautstark und jeder „Zehner“ wurde mit großem Jubel gefeiert. In den Finalkämpfen bebte die Halle dann förmlich und die Fans waren nicht mehr zu halten.

Die aus drei Schützen bestehenden Mannschaften mussten 24 Mal zehn Schüsse auf die Scheiben abgeben, wobei der „Zehner“ einen Durchmesser von vier Zentimetern hat. Die Entfernung der Scheiben betrug 18 Meter.

Wie die zweite Vorsitzende der BS Neumarkt, Andrea Lerzer, erklärte, müssen die Schützen einen großen Kraftaufwand bewältigen. Bei den Damen beträgt der Auszug der Sehne nämlich 35 bis 40 und bei den Herren 40 bis 45 Pfund. „Es ist neben der Geforderten Konzentration und der verbundenen Treffsicherheit auch eine gewaltige körperliche Anstrengung“, zeigte sie auf.

Mit Borsig Berlin hatte sich auch ein reines Damenteam für die Endrunde qualifiziert, das in der Besetzung Elena Richter, Lisa Unruh, Karin Winter und Susanne Poßner auch die aktuelle deutsche Nationalmannschaft ist, die bereits mehrfach den Vizeweltmeistertitel errungen hat und mehrfach Deutscher Meister wurde. Diesmal reichte es allerdings nur zum zweiten Platz. So war die Meisterschaft sowohl in ihrer sportlichen Qualität, als auch in Sachen Ausrichtung eine echte Werbung für den Bogensport.

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