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Der SVS baut seine Serie aus

Gegen Karlburg gelingt Seligenporten der nächste Sieg. Zu diesem trug auch ein prominenter Rückkehrer seinen Teil bei.
von Udo Weller

Obenauf: Der SVS (rot) hat sich nach drei Siegen in der Spitzengruppe festgesetzt. Foto: Udo Weller
Obenauf: Der SVS (rot) hat sich nach drei Siegen in der Spitzengruppe festgesetzt. Foto: Udo Weller

Seligenporten.Seligenporten Mit einem souveränen 4:1 (3:1)-Erfolg gegen den Aufsteiger TSV Karlburg behält der SV Seligenporten seine weiße Weste und nistet sich in der Spitzengruppe der Bayernliga ein.

Im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen den FC Viktoria Kahl änderte Seligenportens Trainer Gerd Klaus seine Mannschaft auf zwei Positionen. Während der Tausch von Matthew Loo für Kamron Crow aus taktischen Gründen erfolgte, hatte die Vakanz von Oliver Janz – für ihn spielte David Ekern – medizinische Gründe. Der bislang so starke Neuzugang handelte sich am vergangenen Dienstag einen Kreuzbandriss im linken Knie ein und wird den Klosterern leider für längere Zeit fehlen.

Seine Kollegen auf dem Feld begannen in seiner Abwesenheit schwungvoll und durften schon nach vier Minuten das erste Mal jubeln. Marco Wiedmann leitete eine von Andreas Schuster getretene Ecke weiter zu Tim Olschewski, der aus etwa zwölf Metern per sehenswerten Flachschuss zum 1:0 einnetzte.

Der Aufsteiger aus Karlburg, dessen Saisonstart mit zwei Niederlagen daneben ging, zeigte sich keineswegs geschockt, sondern verabreichte den Klosterern nur wenig später das erste Gegentor dieser Spielzeit. Paul Karle spielte sich auf dem linken Flügel durch, um dann in die Mitte zu Flanken, wo der im Strafraum lauernde Lukas Imgrund den Ball ins Tor köpfte – 1:1 (9.).

Karlburg lauerte auf Ballverluste

Obwohl der SVS das Geschehen in der Folge weitgehend kontrollierte, versteckte sich Karlburg keineswegs, sondern lauerte auf Ballverluste. Weil die auf Seiten der Klosterer nicht gerade Seltenheitswert hatten, war dies ein durchaus brauchbares Rezept.

Verfehlte Sebastian Fries das von Jan Kowalewski gehütete SVS-Gehäuse noch recht deutlich (15.), zischte ein von Manuel Römlein getretener Freistoß nur knapp über die Latte (20.). Sechs Minuten später bekam der SVS einen Freistoß in der linken Strafraumkante zugesprochen. Statt wie von den meisten Zuschauern und wohl auch vom Gegner erwartet, die Kugel hoch in Richtung Tor zu schlagen, bediente Marco Wiedmann den zurücklaufenden Mergim Bajrami, welcher aus 17 Metern zum 2:1 vollstreckte.

Es war ein Treffer, dessen Entstehung klar die Handschrift von Gerd Klaus trägt, ist das Ausbaldowern von gefährlichen Standardsituationen doch ein echtes Qualitätsmerkmal des neuen Seligenportener Trainers.

Qualität – und zwar in Sachen Torriecher bewies wenig später auch Seligenportens Christian Knorr. Nachdem der Karlburger Keeper Marvin Fischer-Vallecilla einen Hammer von David Eker nur ins Feld abklatschen konnte, schaltete Christian Knorr am schnellsten und erhöhte auf 3:1 (38.).

Bernd Rosinger war bemüht

Sieben Minuten nach dem Seitenwechsel erhöhte die Nummer neun des SVS sein Torekonto in der noch sehr jungen Saison auf Drei. Ausgangspunkt war erneut eine von Schuster hereingegebene Ecke. Zunächst von der Karlburger Defensive abgewehrt, beförderte Tim Olschewski das Spielgerät wieder in die Gefahrenzone, wo Knorr aus kurzer Distanz zum 4:1 einköpfte.

Nur wenig später klatschten die 214 Zuschauer erneut Beifall, als Bernd Rosinger nach genau sechs Jahren und 231 Tagen sein Comeback für Seligenporten feiern durfte. Obgleich sich der 29-Jährige, der nach seinen Gastspielen bei Nürnberg, Burghausen, Lotte und Homburg wieder im Kloster aufgeschlagen ist, bemühte, war ihm die fehlende Spielpraxis deutlich anzumerken. Freilich auch dadurch bedingt, dass die Partie aufgrund des klaren Resultates und der schwülen Hitze nur mehr dahinplätscherte, was den verdienten Sieg der Hausherren jedoch nicht im Geringsten schmälerte.

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