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Fußball

Der TSV Mörsdorf ist erneut Stadtmeister

Die Stadtmeisterschaft lockte Tausende Besucher nach Mörsdorf. Das Finale war an Dramatik kaum zu überbieten.
Von Heike Regnet

Der TSV Mörsdorf (weiß) siegte in der Vorrunde gegen SG Forchheim/Sulzkirchen I mit 1:0. Foto: Regnet
Der TSV Mörsdorf (weiß) siegte in der Vorrunde gegen SG Forchheim/Sulzkirchen I mit 1:0. Foto: Regnet

Mörsdorf.Auch in der 44. Auflage hat die Fußballstadtmeisterschaft nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Am Finaltag waren über 1000 Zuschauer am Sportgelände. Ausrichter war der TSV Mörsdorf und die ausgegebenen Ziele lauteten: eine bestens organisierte Meisterschaft und den Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Nach drei Siegen in den Gruppenspielen ging es gegen den TSV Freystadt ins packende Finale, der im Vorfeld ebenfalls kein Spiel abgegeben hatte.

Langweilige erste Hälfte

Die erste Hälfte des Endspiels zwischen Mörsdorf und Freystadt war allerdings Magerkost. Torlos ging es nach 30 Minuten in die Pause. Nach dem Seitenwechsel ging es rund: Erst schoss Andreas Schmidt für Mörsdorf in der 40. Minute das 1:0, nachdem Schiedsrichter Marcel Bittner gut den Vorteil laufen ließ. Nur drei Minuten später glich Freystadt allerdings nach einer Ecke aus. Rene Bauer hielt seinen Schlappen hin. Zehn Minuten vor Schluss hatten die Mörsdorfer schon gejubelt, als Alex Köstler ins Tor traf. Doch der Schiedsrichter gab zurecht Abseits.

Spannendes Elfmeterschießen

Und so ging es mit einem 1:1 in die zwanzigminütige Verlängerung, in der allerdings keine Tore mehr fielen. Und so konnte Mörsdorfs Torwart Benedikt Ramsauer im Elfmeterschießen zum Helden werden. Weil alle fünf Mörsdorfer trafen und Ramsauer den vierten Freystädter Elfmeter hielt, jubelten die Mörsdorfer über das 5:3.

Zwei ambitionierte Finalisten

Max Schöll, Urgestein der Freystädter Fußballlandschaft, freute sich unabhängig vom Endspielergebnis über das gelungene Fußballevent. „Du siehst jung und alt am Spielfeldrand, die Familien sind dabei – genau das gehört zur Stadtmeisterschaft.“ Der Pokal, der alljährlich von der Stadt gestiftet wird, ist nach wie vor heiß begehrt. Dass das Finale spannend wird, war Schöll schon am Sonntag klar. Mörsdorf will den Titel verteidigen und Freystadt den Pokal für den scheidenden Trainer Jürgen Schmid gewinnen, der bislang noch nie den Titel holen konnte.

Nach Zusammenprall ins Klinikum

Zur Eröffnung am Freitag war auch Schirmherr Bürgermeister Alexander Dorr nach Mörsdorf gekommen. Sein Wunsch nach verletzungsfreien Spielen wurde allerdings schon wenige Minuten nach dem Anpfiff zerschlagen. Bei einem Zweikampf stießen Freystadts Martin Engelmann und Raphael Meyer von der SG Möning/Rohr I so unglücklich mit den Köpfen zusammen, dass sie zum Nähen der Platzwunde ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

Die Ergebnisse

  • Spiele am Freitag:

    SG Möning/Rohr I – TSV Freystadt 0:1, SG Forchheim/Sulzkichen II – TürkSpor Freystadt 1:1, SG Möning/Rohr II – SG Forchheim/Sulzkirchen I 0:1, DJK Burggriesbach – TSV Mörsdorf 0:1.

  • Siele am Samstag:

    TSV Freystadt – TürkSpor Freystadt 3:0, SG Forchheim/Sulzkirchen I – TSV Mörsdorf 0:1, SG Möning/Rohr I – SG Forchheim/Sulzkichen II 5:0, SG Möning/Rohr II – DJK Burggriesbach 0:4.

  • Spiele am Sonntag: SG Möning/Rohr II – TSV Mörsdorf 0:5, SG Forchheim/Sulzkichen II – TSV Freystadt 0:2, DJK Burggriesbach – SG Forchheim/Sulzkichen I 0:1, SG Möning/Rohr I – TürkSpor Freystadt 2:2.

  • Finalspiele:

    um Platz 7: SG Forchheim/Sulzkirchen II – SG Möning/Rohr II 1:3, um Platz 5: Türkspor Freystadt – DJK Burggriesbach 3:0, um Platz 3: SG Möning/Rohr I – SG Forchheim/Sulzkirchen I 3:1, Finale: TSV Freystadt – TSV Mörsdorf 3:5 n. E.

Ansonsten sahen die Zuschauer an allen Tagen gute Partien. Als Favorit galt bei vielen der TSV Freystadt. Doch auch der TSV Mörsdorf wurde hoch gehandelt, nachdem der Mannschaft am Samstag gegen SG Forchheim/Sulzkirchen I mit einem 1:0-Sieg die Revanche für die Niederlage im letzten Saisonspiel geglückt war. So war auf der Homepage des TSV Mörsdorf, auf der Hermann Meixner täglich über den aktuellen Stand der Stadtmeisterschaft informierte, zu lesen: „Und jetzt wird der Titel verteidigt!!!“ Das Finale am Sonntag wertete Meixner im Vorfeld als ziemlich offen, da sich Freystadt bislang nicht so dominierend gezeigt habe wie erwartet.

Beste musikalische Unterhaltung

Doch nicht nur Fußball war in Mörsdorf angesagt. Zum Auftakt begeisterten am Freitagabend die Well-Brüder aus dem Biermoos die zahlreichen Gäste im Festzelt. Auch wenn das Trio zuvor noch nie „in dieser ehemaligen fränkischen Perle am Kanal“ war, wie sie im ersten Lied betonten, waren sie bestens informiert, denn „bei der Bäcker Resi erfahrt ma ja alles, wenn d’Zeitung mal ausfallt“. Tosender Beifall war für die Well-Brüder am Ende eines kurzweiligen Abends mit unzähligen Instrumenten der verdiente Lohn. Am Samstag unterhielten die Rothsee Musikanten, am Sonntag die Störzelbacher und am Montag I und da Anda im Festzelt. Unzählige Helfer des TSV sorgten für einen reibungslosen Ablauf beim Fußballfest.

Das Kleinfeld wurde gesegnet

Stadtpfarrer Pater Amadeus segnete das neue Kleinspielfeld. Foto: Regnet
Stadtpfarrer Pater Amadeus segnete das neue Kleinspielfeld. Foto: Regnet

Der Pfingstsonntag startete mit dem Festgottesdienst, den Stadtpfarrer Pater Amadeus zelebrierte und die Stadtkapelle Freystadt unter der Leitung von Michael Lösch musikalisch gestaltete. Die Stadtkapelle spielte im Anschluss auch zum Frühschoppen zünftig auf. Gesegnet wurde das neue Kleinspielfeld. „Die Sportanlage des TSV ist nun hervorragend aufgestellt“, sagte TSV-Vorsitzender Thomas Hofbeck.

2000 Arbeitsstunden geleistet

Thomas Hofbeck, Vorsitzender des TSV Mörsdorf, organisierte in diesem Jahr die Stadtmeisterschaft. Foto: Regnet
Thomas Hofbeck, Vorsitzender des TSV Mörsdorf, organisierte in diesem Jahr die Stadtmeisterschaft. Foto: Regnet

Vor zweieinhalb Jahren sei die Idee im Verein entstanden, die nicht mehr genutzten Tennisplätze zurückzubauen und an dieser Stelle einen weiteren Rasenplatz anzulegen. Im Rahmen der Erweiterung der Plätze wurde auch eine neue LED-Flutlichtanlage installiert. Rund 160 000 Euro wurden investiert, 40 Prozent davon trägt der TSV, Zuschüsse gab es von BLSV, Stadt, Landkreis und Bundsumweltministerium, wofür Hofbeck dankte. Rund 2000 Arbeitsstunden leisteten die TSV Mitglieder in Eigenregie. Jederzeit zeit könne nun auf dem Gelände gekickt werden, neue Spieler sind stets willkommen.

Landrat würdigt Sportanlage

Landrat Willibald Gailler gratulierte dem TSV, der nun eine der schönsten Sportanlagen in der Region besitze. Bürgermeister Alexander Dorr dankte den Mitgliedern für ihr großartiges Engagement. BLSV-Kreisvorsitzender Robert Hoidn betonte, dass solche Projekte ohne freiwillige Helfer nicht umzusetzen seien.

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