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Regionalliga

Desolater SVS kassiert Klatsche

Seligenporten geht zu Hause gegen Buchbach unter – und wird in dieser Form die Regionalliga nicht halten können.
Von Udo Weller und Thorsten Drenkard

Der SVS verlor sein Nachholspiel gegen Buchbach. Foto: Jörg Schüler/Eibner
Der SVS verlor sein Nachholspiel gegen Buchbach. Foto: Jörg Schüler/Eibner

Seligenporten.Nach dem Tor zum 0:4 fielen die ersten Regentropfen aus dem dunklen Himmel über dem Klosterdorf Seligenporten auf das flutlichtbeleuchtete Rasenviereck. Selten passten mieses Wetter und schwacher Fußball so trefflich zusammen.

Es war aus SVS-Sicht schlicht zum Heulen, was die Fußballer aus Seligenporten an diesem Dienstagabend, vor allem in der ersten Hälfte, im Heimspiel gegen den TSV Buchbach zusammenkickten. Am bitteren Ende stand eine 0:4 (0:4)-Pleite.

Bereits nach 37 Spielminuten, in denen das Regionalliga-Team von Coach Roger Prinzen eine desolate Leistung abgeliefert hatte, war das Spiel für die in den Abstiegskampf tief verstrickten Klosterer bereits gelaufen.

Dabei hatte sich die Nachholpartie gegen Buchbach zunächst ganz passabel für die Gastgeber angelassen. Der SVS bemühte sich um Offensivaktionen, kam auch in der siebten Minute durch einen Schuss von Julian Schäf, der aus 16 Metern abzog, zur ersten Chance – doch Buchbachs Keeper Egon Weber parierte zur Ecke.

SVS-Tor stand im Mittelpunkt

Das sollte es dann aber auch vorerst mit der Beschäftigung für den TSV-Torwart gewesen sein. Vielmehr stand in der Folge das Tor der Klosterer im Mittelpunkt, aus dessen Netz der nach Erkältung wiedergenesene Keeper Sebastian Kolbe allein im ersten Abschnitt vier Mal den Ball fischen musste.

Erstmals griff Kolbe nach 15 Minuten hinter sich, als nach einem unübersichtlichen Spielergewusel im SVS-Strafraum der Ball vom Oberschenkel Kevin Wolemans ins eigene Tor abprallte – 0:1.

Schon drei Minuten später legten die Gäste nach, als Aleksandro Petrovic nach einem Eckball gänzlich ungedeckt hochsteigen und zum 2:0 für Buchbach einköpfen durfte. Das hatte gesessen, die SVS-Spieler waren schwer beeindruckt und in der Folge unfähig, das Spiel in die Offensive zu gestalten. Es fehlten Ideen, Passgenauigkeit und Überzeugung. Buchbach beschränkte sich auf das geschlossene Verteidigen und lauerte auf Konter – mit Erfolg.

Wobei der dritte Treffer des TSV ebenso kurios und symptomatisch für das Spiel der Hausherren an diesem Abend war: Bei einem Freistoß des SVS stellten die Buchbacher die Kloster-Kicker gekonnt ins Abseits.

Der Ball landete beim TSV-Keeper, der gedankenschnell den Gegenzug einleitete. Während sich die verdutzten Klosterer noch fragten, welcher Finte sie gerade aufgesessen waren, machte sich Stefan Denk auf den Weg, den Tempogegenstoß aus 18 Metern zielgenau abzuschließen – 0:3 (28.). Abermals Denk war es auch, der nach einem Freistoß auf 4:0 für die Gäste erhöhte (37.). Danach begann der Himmel über Seligenporten zu weinen. Dann war Pause.

SVS kann, Buchbach will nicht

Weil es das Reglement vorsieht, dass ein Fußballspiel im Herrenbereich 90 Spielminuten zu dauern hat, pfiff Schiedsrichter Manuel Steigerwald pflichtbewusst die zweite Hälfte an.

Er hätte es aber auch bleiben lassen können, denn am für die Hausherren deprimierenden Ergebnis tat sich nichts mehr.

Der SVS konnte nicht, Buchbach wollte nicht mehr.

Es war einfach zum Heulen an jenem Abend für all jene, die es mit den Klosterern halten.

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