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Bogenschiessen

DM: Neumarkter Starter schossen Top-Resultate

Die Operpfälzer stellten nicht nur die meisten Starter unter den bayerischen Vereinen, sie gewannen auch eine Silbermedaille.

  • Sara Wexler, Andrea Lerzer und Tanja Pietz-Mraz belegten als Team in der Damenkonkurrenz den vierten Platz.Fotos: Lerzer
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NEUMARKT.Glänzend verliefen die Deutschen Meisterschaften für die Neumarkter Bogenschützen: Georg Girbinger brachte nach einer großartigen Leistung die Silbermedaille mit nach Hause, die Damenmannschaft belegte Rang vier, die Juniorenmannschaft Rang fünf und Andrea Lerzer wurde Siebte.

Hallbergmoos vor den Toren Münchens war der Austragungsort für die besten 715 Teilnehmer aus ganz Deutschland – und es sollten drei heiße Tage werden: Nicht nur die Temperaturen, sondern auch das Wettkampffeld, nicht wie gewohnt Rasen, sondern ein grünes Tartanfeld, brachte die Athleten ins Schwitzen und verlangte ihnen alles ab.

Die meisten Teilnehmer am Start

Die Neumarkter Bogenschützen waren zahlenmäßig wieder einmal stark vertreten: Neun Teilnehmer konnten sie zu diesem Saisonhöhepunkt an den Start bringen – so viel wie kein anderer bayerischer Verein. Dabei mussten die Neumarkter auf Oliver Obst verzichten, der zeitgleich bei der Europameisterschaft der Feldbogenschützen zum Einsatz kam.

Es begann mit der Jugendklasse: Die Neumarkter waren hier mit dem bayerischen Vizemeister Erik Kohler im Rennen. Er erwischte nicht seinen besten Tag und konnte sein großes Ziel, in der Qualifikation unter die besten 16 zu kommen und damit am Finale teilzunehmen, diesmal nicht verwirklichen. Platz 18 unter 50 Teilnehmern ist auch aller Ehren.

Tags darauf durften die Neumarkter Bogenschützen dann gleich mit zwei Mannschaften anreisen: Aufgrund ihrer starken Leistungen hatte sich sowohl die Juniorenmannschaft mit Fabian Obst, Alexander Nißlbeck und Lars Haubner, als auch die Damenriege mit Sara Wexler, Tanja Pietz-Mraz und Andrea Lerzer für diese nationalen Titelkämpfe sportlich qualifiziert.

Für Lars Haubner war es die erste Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft und er machte seine Sache gut: Nach anfänglicher Nervosität kam er immer besser zurecht und landete, wie seine beiden Mannschaftsmitglieder Obst und Nißlbeck, im Mittelfeld des Klassements der Junioren. In der Mannschaftswertung konnten sie gemeinsam Platz fünf, ringgleich mit Platz vier, jedoch weniger Zehnern, erkämpfen.

Bei den Damen begann es verheißungsvoll: Alle drei Neumarkter Starterinnen begannen stark und in der Gesamtwertung lag man zwischenzeitlich sogar auf Rang zwei. Durch eine plötzlich auftretende, mit starken Schmerzen verbundene Schulter-Verletzung von Sara Wexler zwölf Pfeile vor Schluss, war jedoch an gutes Schießen nicht mehr zu denken.

Sie kämpfte sich noch bravourös durch die letzten Pfeile, doch in der Mannschaftswertung war ein Abrutschen auf Rang vier nicht zu verhindern. Trotzdem ein riesiger Erfolg für die drei Neumarkter Mädels, die nun schon seit mehreren Jahren miteinander erfolgreich sein und auch in Hallbergmoos glücklich über das gemeinsam Erreichte waren.

Tanja Mraz-Pietz beendete den Wettkampf im Mittelfeld, Andrea Lerzer war vorne dabei. Auch wenn die ehrgeizige, erfahrenste Neumarkter Bogenschützin mit dem Vorkampf und Platz zehn nicht ganz zufrieden war, belegte sie doch wieder einmal eindrucksvoll, dass sie nun schon seit Jahrzehnten in der erweiterten deutschen Spitze zu finden ist.

Lerzer kannte keine Gnade

Im Achtelfinale kannte sie keine Gnade mit ihrer Gegnerin und gewann souverän. Der Wettkampf endete für Andrea Lerzer im Viertelfinale, als sie gegen die Nationalkaderschützin und Olympiateilnehmerin Elena Richter aus Berlin chancenlos ausschied. In der Endabrechnung bedeutete das Rang sieben – hinter sechs Nationalkaderschützinnen. Ein weiteres herausragendes Ergebnis in ihrer Laufbahn.

Am letzten Wettkampftag waren dann noch die „Oldies“ am Start – in der Altersklasse hatten die Neumarkter mit Wolfram Illner und Georg Girbinger gleich zwei heiße Eisen im Feuer.

Die Konkurrenz war mit insgesamt 76 Startern groß und auch sehr leistungsstark. Wolfram Illner begann sehr gut, lag zwischenzeitlich schon auf Rang zehn und konnte sich am Ende sehr zufrieden auf Rang 19 des Klassements wiederfinden.

Georg Girbinger hatte sich so gut und hart wie noch nie auf eine Deutsche Meisterschaft vorbereitet. Nachdem er krankheitsbedingt lange pausieren musste, begann er ab Juni mit dem Aufbautraining – und es sollte sich lohnen. Bereits ab den ersten Pfeilen lag er in der absoluten Spitzengruppe, manchmal sogar in Führung – zur Halbzeit Rang zwei, nur einen Ring hinter dem Führenden.

Trotz starken Kampfes kam er an seinem Konkurrenten aber in Runde zwei nicht vorbei, vielmehr musste er sich der harten Gegenwehr seiner hinter ihm lauernden Konkurrenz erwehren. Doch das Glück ist dem Tüchtigen hold – und so gewann Georg Girbinger die Silbermedaille in der Altersklasse Recurve und strahlte danach mindestens so wie seine Medaille in der gleißenden Mittagssonne von Hallbergmoos.

Wolfram Illner (l.) und der DM-Zweite Georg Girbinger

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