MyMz

Drei Trainer sorgten für Gesprächsstoff

Lediglich SVS-Coach Florian Schlicker kann sich ein wenig zurücklehnen. Gertjan Verbeek bangt mit dem Club, Erich Hock bekommt einen Nachfolger.
Von Gerd Schlittenbauer

Schafft Gertjan Verbeek noch den Klassenerhalt mit dem Club?Foto: gs

Neumarkt.Wie selten zuvor in einem Jahr standen 2013 die Trainer unserer drei höchstklassig vertretenen Fußballvereine aus der Region im Fokus. Jeder der Vereine schrieb mit seinem Coach eine eigene Geschichte. Gertjan Verbeek, Florian Schlicker und Erich Hock – sie sorgten in diesem Jahr für Gesprächsstoff pur.

Positiv war die Story nur beim SV Seligenporten. Sehr positiv allerdings. Musste sich Florian Schlicker doch die Schuhe keines Geringeren als von Karsten Wettberg anziehen. Viele im Umfeld unkten: Würde es dem Dorfverein und seinem neuen, unerfahrenen Coach gelingen, mit einer total umgekrempelten, jungen Mannschaft die vierthöchste Liga Deutschlands zu halten?

Es gelingt wohl. Schlicker und sein Team haben zwar eine Berg- und Talfahrt hinter sich, holten aber 31 Punkte und rangieren genau im Mittelfeld der von zweiten Mannschaften dominierten Regionalliga Bayern. Kompliment! Immerhin elf Punkte Distanz sind es schon zum Relegationsplatz gegen den Abstieg.

Auf solch einen Rang würde sich der 1. FC Nürnberg gerne hinträumen. Doch was dem Club in diesem Jahr an Pech widerfahren ist, dürfte wohl beispiellos sein. Die Aluminiumtreffer wollen wir gar nicht mehr zählen, die Glückstreffer gegnerischer Mannschaften zur Unzeit ebenso nicht. Dennoch: die FCN-Abwehr war zu offen.

Sportvorstand Martin Bader musste seine Entscheidung, den charismalosen Michael Wiesinger weiterverpflichtet zu haben, bald korrigieren. Kein flüssiges Aufbauspiel nach vorne, keine Kombinationen – das war Magerkost pur, bevor der Niederländer Gertjan Verbeek kam. Der prägte die Mannschaft sofort mit seiner Handschrift, es machte plötzlich wieder Riesenspaß, den Offensivbemühungen zuzuschauen. Allein: Spiele werden in der Abwehr gewonnen, und ein Sieg war auch unter Verbeek nicht zu verbuchen. Nun gilt die – stille – Hoffnung der Rückrunde.

Erich Hock hat mit dem ASV Neumarkt knapp den Aufstieg in die Bayernliga geschafft und ebenso knapp im ersten Jahr die Klasse erhalten. Er brachte professionellen Touch in den Verein, dennoch gelang es ihm nicht, im zweiten Jahr genügend Punkte zu holen – aus welchen Gründen auch immer. Natürlich war das Verletzungspech riesig, vielleicht fehlten auch die Motivationskünste. Die Wahrheit liegt auf dem Platz – und die spiegelt sich in einem Relegationsplatz gegen den Abstieg wieder. Die Folge war, dass Erich Hock zur Winterpause gehen musste.

Gibt es einen Trainer, der sich unter diesen Voraussetzungen an die Mission Klassenerhalt macht? – so lautete die Kardinalfrage. Kurz vor Jahresende ließ der ASV Neumarkt die Katze aus dem Sack. Dominik Haußner kommt vom TSV Berching und wagt das Abenteuer – wie übrigens damals auch Erich Hock.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht