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Spenden-Aktion

Ein Herz für kranke Kinder

Der Parsberger Boxer Ünsal Arik sammelt unter dem Motto „Ring frei, sei dabei, hilf mit“ Spendengelder. Bald muss er seinen Titel verteidigen.
von Gerd Schlittenbauer

Ünsal Arik unterstützt den Albanerjungen Berisha Kushtrim bei dessen Krankenhaus-Aufenthalt.

Landkreis.Der Parsberger Boxer Ünsal Arik ist Intercontinental-Champion des Verbandes IBF. „Damit bin ich bei den 15 besten IBF-Boxern der Welt“, sagt Arik im Gespräch mit dem Neumarkter Tagblatt. Bis September muss er seinen Titel verteidigen – doch zunächst möchte er krebskranken Kindern helfen. Er hat die Aktion „Ring frei, sei dabei, hilf mit“ gegründet. „Nachdem ich jetzt als Champion einen guten Namen habe, möchte ich diesen verwenden, um Spenden zu sammeln“, sagt Ünsal Arik. Bis Ende Mai sollen nach seiner Vorstellung 20000 Euro zusammenkommen.

Arik arbeitet eng mit dem Verein zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder Ostbayern (VKKK) zusammen, zu dem er „sehr gute Kontakte“ hat. Das Spendenkonto hat Arik beim Verein „Team Bananenflanke e.V.“ eingerichtet, der auch mit Jahn Regensburg zusammenarbeitet. Besonders unterstützt werden von Ünsal Arik zwei bedürftige Kinder der KUNO-Stiftung an der Uni-Klinik in Regensburg. Für ein Kind, den Albanerjungen Berisha Kushtrim, zahlt der Parsberger Boxer zum Beispiel während dessen Klinik-Aufenthaltes die Übernachtungen. „Ich möchte zeigen, dass Boxer sehr viel Herz haben“, sagt Ünsal Arik im NT-Gespräch.

Er hat die Klinik bereits persönlich besucht und traf dort auch Berisha Kushtrim (siehe Foto).

Mannigfaltige Ideen

Grund seines Engagements ist der Tod seiner Mutter, die am 22. Oktober 2012 an Krebs gestorben ist. Dadurch wurde Ünsal Arik sensibilisiert und möchte nun so vielen Krebskranken wie möglich helfen.

Er hofft, dass ihm sein Name als Box-Champion beim Spendensammeln zugute kommt. Arik hat viele Ideen. So will er zum Beispiel bei Autogrammstunden zu Spenden aufrufen. Am 4. Mai ist er um 13 Uhr bei Sport Tahedl im Donau-Einkaufszentrum in Regensburg. „Die Besucher dürfen dort meinen Gürtel besichtigen und Fotos machen. Das Sportgeschäft legt auch etwas dazu“.

Außerdem hat Ünsal Arik schon Termine bei der Stadt Regensburg und bei verschiedenen Firmen ausgemacht, wo er ebenfalls Spenden erlösen will. Beim Regensburg Marathon am 12. Mai muss er ins Ziel kommen – dann nämlich bekommt er von der Regensburger Firma InterNetX eine Spende – dafür, dass er für sie wirbt. Auch die soll seiner Aktion „Ring frei, sei dabei, hilf mit“ zugute kommen.

Show-Trainingseinheiten sind ebenso angedacht wie ein Besuch bei der Box-Gala in Stuttgart, wo Ünsal Arik als IBF-Intercontinental-Champion auf die Bühne darf und einen Spendenaufruf für seine Aktion verlauten lassen kann: „Ich möchte, dass mir die Fans ein wenig Geld zuwerfen“, sagt er.

Beispiel für andere Sportler

Ünsal Arik möchte mit seinem Engagement auch „Beispiel für andere Sportler sein – die sollen auch mitmachen!“

„So nebenbei“ muss er sich fit halten, denn es steht die Titelverteidigung an. Sein Wunschgegner wäre der Argentinier Pablo Farias. Arik – in der Szene bekannt als „Der Boss“ – hält sich mit Laufen, Schattenboxen und Kraft-Training fit. Momentan „boxt“ er sich alleine durch, doch für den Kampf organisiert er sich wieder einen Trainer: „Zunächst einmal bin ich aber noch dabei, den Titel zu genießen“.

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