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Badminton

Endstation Playoffs für TSV Freystadt

Die ersatzgeschwächten Freystädter unterliegen mit 1:4 in Mülheim an der Ruhr. Der Blick geht schon wieder nach vorne.

Fikri Hadmadi sicherte in Mülheim den Ehrenpunkt für Freystadt. Foto: Marcus Mehlich
Fikri Hadmadi sicherte in Mülheim den Ehrenpunkt für Freystadt. Foto: Marcus Mehlich

Freystadt.Kein Happy-End für den TSV Freystadt: Der ersatzgeschwächte Erstbundesligist unterlag dem deutschen Rekordmeister BV Mülheim mit 1:4 und verpasste den Einzug ins Final Four. Den TSV-Ehrenpunkt machte Fikri Hadmadi im 1. Herreneinzel. Trotzdem ist man in Freystadt mit dem Erreichten mehr als zufrieden. „Den sechsten Platz in der Tabelle der 1. Bundesliga hätte uns vor Saisonbeginn niemand zugetraut. Wir sind stolz auf unser bisher bestes Saisonergebnis“, so TSV Teammanager Stephan Pistorius.

In der Mülheimer innogy-Multifunktionshalle kam es im Playoff zum Duell zwischen dem Tabellendritten BC Mülheim und dem Sechsten TSV Freystadt. Im Unterschied zur Punkterunde wurde im Modus „Best of seven“ gespielt, wonach die Begegnung endet, sobald ein Team vier der sieben Matches gewonnen hat. In der Spielrunde präsentierten sich die Mülheimer und Freystädter auf Augenhöhe. So hatten die Oberpfälzer das Team aus NRW zuhause mit 6:1 bezwungen, kamen aber im Rückspiel mit 0:7 unter die Räder.

Ohne vier Leistungsträger

Wie angekündigt, musste Freystadt im Playoff-Spiel aus unterschiedlichen Gründen auf vier Leistungsträger verzichten. Bei dem Einsatz der estnischen Nationalspielerin – mit 13 Siegen bei 14 Einsätzen erfolgreichste Bundesligaspielerin im Einzel – hatte man die hohen Reisekosten von Tallin nach Mülheim gescheut, zudem beim TSV Freystadt das Playoff-Spiel finanziell niemand eingeplant hatte. Nationalspieler Johannes Pistorius war verletzungsbedingt noch nicht einsatzfähig. Und nachdem auch Freystadts Ex-Nationalspieler Lukas Schmidt und Oliver Roth berufsbedingt aufgrund des ungünstigen Dienstagabend-Termins absagen mussten, lag die Favoritenrolle bei Mülheim, das mit allen National- und internationalen Spitzenspielern antrat.

Die Begegnung begann mit dem 1. Herrendoppel und Damendoppel. Fikri Hadmadi und Max Flynn, die indonesisch/englische Paarung des TSV Freystadt, mussten aufgrund des Fehlens von Johannes Pistorius und Oliver Roth in das 1. Herrendoppel aufrücken und unterlagen gegen den Russen Konstatin Abramov und den Schotten Adam Hall, beide Top 50 in der Weltrangliste, in drei Sätzen mit 7:11, 7:11 und 6:11.

Extrem spannend ging es im Damendoppel zu. Jenny Moore und Annabella Jäger erzwangen nach 12:10, 5:11, 11:9 und 8:11 gegen die deutschen Na-tionalspielerinnen und Olympiakandidaten Lara Käpplein und Johanna Goliszweski einen Entscheidungssatz. Hier brachte eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung die Freystädter völlig aus dem Takt. Sie lagen schnell mit 0:4 hinten, kamen zu spät wieder ins Spiel und unterlagen mit 6:11. Als dann auch Florian Waffler und Hannes Gerberich in drei Sätzen im 2. Herrendoppel gegen den Schotten Adam Hall und den Ukrainer Dmytro Zavadsky unterlagen, war eine Vorentscheidung gefallen.

Dann folgte der große Auftritt von Fikri Hadmadi im Spitzeneinzel gegen den Sri Lankaner Niluka Karunaratne. Der kleine Indonesier, der seine zweite Saison für Freystadt spielt und bei seinen 13 Bundesliga-Einsätzen eine Bilanz von neun Siegen vorweisen kann, brachte Freystadt mit einem Drei-Satz-Sieg (12:10, 11:8, 11:7) zurück ins Spiel.

Ohne Mixed und Dameneinzel

Jetzt musste Hannes Gerberich im 2. Herreneinzel gegen den Ukrainer Dmytro Zavadsky nachziehen. Mit 2:11 und 4:11 startet Gerberich denkbar schlecht ins Spiel. Der Freystädter konnte die Rallys mitgehen, aber die Punke machte der Mülheimer. Hoffnung keimte auf, als Gerberich den dritten Satz mit 11:6 gewann und den vierten lange offen gestaltete. Schließlich setzt sich aber der routinierte Zavadsky mit 11:6 durch. Damit war die Partie beim Spielstand von 4:1 für Mülheim vorzeitig entschieden. Dameneinzel und Mixed wurden nicht mehr ausgetragen.

Die Enttäuschung im TSV-Lager war groß und man trat direkt nach Spielende die fünfstündige Heimreise an. Im Team wurde noch diskutiert, wie es ausgegangen wäre, hätte man mit Kristin Kuuba, Lukas Schmidt, Johannes Pistorius und Oliver Roth gespielt. Jetzt gehen die Blicke schon in Richtung Saison 19/20. Das Final Four findet am Wochenende in Willich statt. Teilnehmer sind Refrath, Lüdinghausen, Mülheim und Titelverteidiger Saarbrücken.

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