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Nürnberg

Erfolgsserie der Ice Tigers ist gerissen

Die Thomas Sabo Ice Tigers haben nach fünf Siegen in Folge erstmals wieder verloren: Bei den Fischtown Pinguins mussten die Nürnberger am Sonntagabend eine 2:4-Niederlage hinnehmen.
Von Christian Rupp

Ersatztorwart Jonas Langmann war seit 13. Oktober erstmals wieder im Einsatz.  Foto: EIBNER/Heike Feiner
Ersatztorwart Jonas Langmann war seit 13. Oktober erstmals wieder im Einsatz. Foto: EIBNER/Heike Feiner

Nürnberg.In Bremerhaven traten die Ice Tigers ohne ihren Top-Scorer Chris Brown an, der bei seiner hochschwangeren Frau in Nürnberg geblieben war. Im Tor erhielt der eigentliche Stammtorwart Niklas Treutle eine Verschnaufpause – Ersatztorwart Jonas Langmann stand erstmals seit dem 13. Oktober wieder zwischen den Pfosten. „Es ist nicht so einfach, wenn man lange Zeit nicht gespielt hat. Im Großen und Ganzen bin ich aber zufrieden mit meiner Leistung. Die Jungs haben mich super unterstützt und viele Schüsse geblockt. Wir hatten hinten eine super Kommunikation, sie haben viel mit mir geredet“, sagte der gebürtige Franke (Bad Kissingen) am Mikrofon von Magenta Sport.

Sein drittes DEL-Spiel absolvierte der 27-Jährige ausgerechnet bei seinem Ex-Verein: Zwischen 2013 und 2016 fing Langmann für die Fischtown Pinguins in der DEL2 und wurde vom Publikum herzlich empfangen: „Es war sehr schön, dass sich die Fans noch an mich erinnert und mir bei den Starting Six Standing Ovations gegeben haben. Ich habe mich hier immer super wohl gefühlt und viel erlebt. Es ist ein bisschen wie nach Hause kommen“, so Langmann.

An der alten Wirkungsstätte war auf Nürnbergs Keeper Verlass: Langmann stoppte 31 Schüsse (91,2 Prozent Fangquote) und hielt seinen Kasten im ersten Drittel sauber. Kapitän Patrick Reimer hatte sogar auf 1:0 gestellt. Im zweiten Durchgang aber verloren die Ice Tigers ein wenig den Faden. „Wir haben zu viele Strafzeiten genommen und Bremerhaven so zu Chancen kommen lassen“, analysierte Langmann. Entsprechend drehten die Hausherren durch zwei Powerplay-Tore von Miha Verlic (31.) und Jan Urbas (39.) die Partie. „Wir haben die Kleinigkeiten falsch gemacht und zu viele Scheiben in der neutralen Zone verloren“, so die Fehleranalyse von Verteidiger Oliver Mebus.

Im dritten Abschnitt avancierte Urbas zum Doppelpacker und erhöhte auf 3:1 für die Pinguins (48.). Daniel Fischbuch machte es mit dem Anschlusstreffer wieder spannend. Nürnberg zog 130 Sekunden vor dem Ende den Torwart für einen zusätzlichen Angreifer und ging voll ins Risiko. Dabei traf Carson McMillan 32 Sekunden vor Schluss zum 4:2-Endstand ins leere Tor (60.).

„Wir haben viel zu wenig geschossen“, ärgerte sich Mebus angesichts von 29 Torschüssen, denn: Bei Fischtown stand mit dem Deutsch-Tschechen Patrik Cerveny ein erst 22-Jähriger zwischen den Pfosten. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Es ist mein erster Sieg in der DEL, das ist ein Traum“, freute sich Cerveny.

Für die Ice Tigers riss damit die Siegesserie von fünf Spielen. In Bremerhaven aber verlor Nürnberg nicht nur ein Spiel, sondern auch Stürmer Joachim Ramoser, der sich nach einem Check wohl an der Schulter verletzte. Wie lange der Flügelspieler ausfallen wird, ist noch nicht bekannt.

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