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1. FC Nürnberg

FCN-Aufsichtsrat wird durch Neue bereichert

Während Christian Ehrenberg und Günther Koch überzeugen können, fallen Marc Oechler und Horst Leupold durch.

Nürnberg. Ralf Peisl, Hanns-Thomas Schamel und Fritz Stahlmann sind erst im vergangenen Jahr zu Aufsichtsräten beim 1. FC Nürnberg gewählt worden. Deren neun sind es insgesamt und bei der Jahresversammlung am Sonntag (wir berichteten ausführlich) mussten nun sechs Personen neu gewählt werden. Markus Söder, Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, trat nicht mehr an.

Auf der Versammlung wurde bekannt, dass er seit 2007 lediglich in sieben von 39 Aufsichtsratssitzungen anwesend war – aus beruflichen Gründen. Eben aus diesem Grunde habe er nicht mehr kandidiert, betonte er – und verließ recht zügig das Podium.

Zur Wiederwahl stellten sich OB Dr. Ulrich Maly, Peter Schmitt, Prof. Dr. Klaus L. Wübbenhorst, Vorsitzender Klaus Schramm und der Ex-Spieler und jetzige Anlageberater Marc Oechler. Was Klaus Schramm und seinen Vorsitz betrifft, gab es vor der Wahl auf der zähen Jahresversammlung zu allem Überfluss auch noch formaljuristische Satzungsfragen zu klären. Vereinfacht gesprochen ging es darum, wer denn Aufsichtsratsvorsitzender werden sollte, wenn Klaus Schramm nicht mehr gewählt werden würde – er war einziger Kandidat für den Vorsitz.

Nun, knapp aber wahr erübrigte sich die Diskussion später, denn Schramm wurde mit (lediglich) 343 Stimmen als Sechster gerade noch ins Gremium gewählt. Da war der Siegeszug von OB Maly schon beeindruckender: 538 Stimmen vereinigten sich auf ihn, dies waren die meisten. Wiedergewählt wurden auch Peter Schmitt als Zweiter (520) und Klaus L. Wübbenhorst als Fünfter (482). Nicht mehr in den Aufsichtsrat geschafft hat es Ex-Profi Marc Oechler. Sauer aufgestoßen könnte sein Verhalten auch im Nachhinein einigen Fans sein, als eine nicht mehr ganz junge Geschichte noch einmal thematisiert wurde. Oechler hat vor einiger Zeit auch Club-Spielern Anlage-Angebote gemacht, wie er selbst zugestand.

Den Sprung ebenfalls nicht bewältigt haben drei neue Kandidaten: Meisterspieler Horst Leupold, Kaufmann Klaus Jost und Bauingenieur Jochen Kohler. So wurde der Weg frei für zwei komplett Neue im Aufsichtsrat: Kult-Reporter Günther Koch sowie Kaufmann und Dozent Christian Ehrenberg. Bei beiden dürfte die kurze Bewerbungsansprache nicht unwesentlich dazu beigetragen haben, die Herzen der Wähler zu erweichen – die Reden waren die überzeugendsten.

Tagblatt-Kolumnist Günther Koch ging gleich in die Vollen und kritisierte Finanzvorstand Ralf Woy, der offensichtlich das Protokoll bei den Aufsichtsratssitzungen geführt hatte: „Es ist eine Farce, dass der zu Kontrollierende das eigene Protokoll schreibt. Hier geht es oft um Nebensätze“, sagt Koch zum Neumarkter Tagblatt. Auf der Versammlung hatte er sich als künftiger Schriftführer angeboten.

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