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Analyse

FCN: Verletzungsfrei und verschlankt

Vor dem Start am Wochenende in den Rest der laufenden Zweitliga-Saison bewertet die MZ den Winter des 1. FC Nürnberg.
Von Oliver Hepp

Guido Burgstaller – Liebling der FCN-Fans
Guido Burgstaller – Liebling der FCN-Fans Foto: Timm Schamberger

Der erste Gegner des FCN – 1860 München:

Die große Wundertüte, der Tabellenvorletzte. Doch Trainer-Routinier Benno Möhlmann hat die Löwen beruhigt, auch die Investor-Diva Hasan Ismaik hat den Drama-Stadl vorerst geschlossen. Die Löwen brauchen eine Aufholjagd zum Klassenerhalt – gefährlich für den Club sind sie damit als Auftaktgegner allemal, der letzte Sieg bei 1860 datiert aus dem April 1999 (Hinrunde 2:2).

Was lief gut in der Winterpause beim Club?

Der Club blieb von großen Verletzungen verschont und gewann alle vier Testspiele, unter anderem gegen Bundesligist Darmstadt 98. Damit gelang es Trainer René Weiler trotz des Verlustes von Kreativkopf Alessandro Schöpf die Stimmung positiv zu halten. Indiz dafür ist neben den guten Ergebnissen, dass selbst Leader Raphael Schäfer seinen angepeilten Rücktritt zum Saisonende noch einmal überdenkt und eventuell ein weiteres Jahr dranhängt.

Probleme der Vorbereitung:

Natürlich wird Schöpf in der Offensive fehlen. Dem Club fehlt nach wie vor dazu ein richtiger Sturmtank. Das Team könnte zu sehr von Guido Burgstaller abhängen. Oder anders gesagt: Durchschlagskraft geht den Franken vorne ab. Gerade gegen Teams, die dem FCN das Spiel überlassen, könnte ein klassischer Mittelstürmer vermisst werden. Weiler muss zudem die Euphorie bremsen, gerade im Umfeld. Der Schweizer bemüht gerne das „von Spiel zu Spiel-Denken“. Der Anspruch in Nürnberg ist da ein anderer. Das gilt es vom Team fernzuhalten. Gegen 1860 fehlt Jan Polak verletzungsbedingt.

So setzt sich der Kader aktuell zusammen:

Sportvorstand Andreas Bornemann gelang es, den zu großen Kader sinnvoll zu verkleinern. Jakub Sylvestr, Timo Gebhart und Stefan Kutschke zählten zu jenen Akteuren, die unter Weiler keine Perspektive mehr hatten. Gerade finanziell kann der FCN jede Sparmaßnahme gebrauchen. Zudem hielt der Club Guido Burgstaller und ging souveräner als in den Vorjahren mit Wechselgerüchten um. Das Team verlor außer Alessandro Schöpf (zu Schalke 04) keinen Führungsspieler, mit Zoltan Stieber holte der Club den Ersatz für den österreichischen Spielmacher. Stieber lieferte in den Tests bereits ein Tor und einen Assist im FCN-Dress.

Die Tagblatt-Prognose für die restlichen Saisonspiele:

In der Ruhe liegt die Kraft. Bleibt es am Valznerweiher also ruhig und kann das Team den Weggang von Schöpf auf dem Platz schnell kompensieren, mischt der Club oben mit bis zum Schluss und kämpft um Relegationsplatz drei. Ob beim Vorsprung von Freiburg und Leipzig auch der direkte Aufstieg ein Thema wird, hängt von den ersten fünf bis sechs Partien ab.

Hier geht es zur Analyse des Kleeblatts vor dem Start nach der Winterpause.

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