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Badminton

Freystadt hofft auf Zählbares

Beim Tabellendritten, 1. BV Mühlheim, ist der TSV klarer Außenseiter, zumal er nicht in Bestbesetzung antreten kann.

Hannes Gerberich brennt auf seinen Einsatz in Mühlheim. Foto: Marcus Mehlich
Hannes Gerberich brennt auf seinen Einsatz in Mühlheim. Foto: Marcus Mehlich

FREYSTADT.Am 13. Spieltag der 1. Bundesliga trifft der TSV Freystadt auf das nordrhein-westfälische Topteam 1. BV Mülheim. Auf die Oberpfälzer Badmintonspieler, derzeit Tabellensechste, warten rund 1000 Kilometer für An- und Abreise und ein hochkarätiger Gegner mit internationaler Besetzung, gegen den es schwer werden wird zu punkten.

Der 1. BV Mülheim, mit 13 Titeln deutscher Rekordmeister, ist Tabellendritter mit vier Punkten Vorsprung auf den TSV. Im Hinspiel landeten die Oberpfälzer in heimischer Halle mit einem 6:1 einen Kantersieg gegen die damals ersatzgeschwächten Mülheimer. Teammanager Stephan Pistorius geht davon aus, dass der Gegner Revanche nehmen will und in stärkster Besetzung antreten wird.

Beim Freystädter Sieg war Fikri Hadmadi und Kristin Kuuba mit jeweils zwei Siegen beteiligt. Beide werden am Sonntag definitiv nicht spielen, und nachdem auch Johannes Pistorius weiter fehlen wird, wäre man beim TSV schon mit einem 3:4 und einem Punkt sehr zufrieden, um nach unten den sechsten Platz abzusichern, der zur Teilnahme an den Playoffs reichen würde.

Das Team des 1. BV Mülheim ist gespickt mit internationalen Stars. Der TSV Freystadt wird es mit Spielern aus sechs Nationen zu tun haben. So stehen im gegnerischen Kader neben den beiden deutschen Nationalspielerinnen Lara Käpplein und Johanna Goliszweski, der aus Sri Lanka stammenden Niluka Karunaratne und der Ukrainer Dmytro Zavadsky. Dazu kommen die holländische Nationalspielerin Gayle Mahulette, der Russe Konstatin Abramow und der schottische Doppelspezialist Adam Hall. Bei diesem Kader bleibt dem TSV Freystadt nur die Außenseiterrolle.

Spannendes Duell erwartet

Interessant dürfte werden, in welcher Form die Spieler sich nach ihrer Teilnahme an den nationalen Meisterschaften vor einer Woche präsentieren werden. Ein spannendes Duell erwartet man m Damendoppel. Hier könnte es zum Duell Annabella Jäger/Jenny Moore gegen Johanna Goliszweski/Lara Käpplein kommen. Am vergangenen Samstag unterlag Annabella Jäger mit Stine Küspert von BW Wittorf gegen die Mülheimerinnen im Halbfinale in zwei Sätzen und zeigte zumindest im zweiten Satz, dass sie gegen die beiden deutschen Nationalspielerinnen mit Weltranglistenplatz 35 (!) gut mithalten kann. An der Seite von Jenny Moore ist eine Überraschung durchaus im Bereich des Möglichen.

Auch im Mixed könnte es zu einer interessanten Konstellation kommen: Vergangene Woche wurde Jenny Moore mit Tom Wolfenden englische Vizemeisterin im Mixed. In Bielefeld gewann Oliver Roth im Mixed mit der Mülheimerin Lara Käpplein die Bronzemedaille. In der Bundesligabegegnung wird Jenny Moore mit Max Flynn wohl auf Tom Wolfenden mit Lara Käpplein oder Johanna Goliszweski treffen. So darf man gespannt sein, wer bei diesen besonderen Umständen besser die Emotionen wegstecken kann.

Im Herrendoppel liegen die Freystädter Hoffnungen auf Oliver Roth, nachdem er in Bielefeld bei der DM nach längerer Turnierabstinenz mit dem Gewinn der Silbermedaille im Doppel und Bronze im Mixed positiv überraschen konnte. Gemeinsam mit Florian Waffler ist es dem ehemaligen Nationalspieler in der Saison gegen Top-100-Weltranglistenspieler schon mehrere Male gelungen, den ein oder anderen Überraschungssieg einzufahren. Favorisiert sind allerdings die Mülheimer Doppelspezialisten wie der schottische Meister Adam Hall, der englische Meister Tom Wolfenden sowie der Russe Konstatin Abramow, alle top 100 in der Weltrangliste.

Im Einzel wartet auf Hannes Gerberich eine schwere Aufgabe. Gegner könnte der Srilankaner Niluka Karunaratne oder der Ukrainer Dmytro Zavadsky sein. Beide sind in der Weltrangliste über 200 Plätze vor Gerberich platziert, der aktuell auf Position 348 rangiert.

Weit mehr als Ersatz

Gerberich ist im Freystädter Team mittlerweile weit mehr als ein Ersatzspieler für den Indonesier Fikri Hadmadi. Er konnte in der laufenden Saison bereits zwei Siege im Einzel erringen und zeigte auch im Doppel ansprechende Spiele. Nach seinem Erstrunden-Aus gegen den späteren deutschen Vizemeister Samuel Hsiao bei den deutschen Meisterschaften brennt er auf seinen Einsatz, zumal es für ihn eine Art Heimspiel ist. Gerberich wechselte vor eineinhalb Jahren nach dem Abitur an den Bundesstützpunkt nach Mülheim, wo er im Kreis der Nationalmannschaft mittrainiert.

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