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Zielwasser

Großen Bogenturnier in Neumarkt

250 Schützen aus Deutschland und dem Ausland wollten beim Hallenturnier mitmachen. Doch es gibt nur 200 freie Plätze.

Auch die jungen Bogenschützen werden am Sonntag in der Halle des WGG vertreten sein.
Auch die jungen Bogenschützen werden am Sonntag in der Halle des WGG vertreten sein. Foto: Lerzer

Neumarkt.Traditionelles Hallenturnier der Neumarkter Bogenschützen am kommenden Sonntag – das ist für die Bogenszene in Bayern und weit darüber hinaus ein Grund, sich auf den sportlichen Jahresbeginn zu freuen. Zum 40. Male laden die Neumarkter ihre Pfeile schießenden Gäste ein – und mit über 250 Meldungen war die Resonanz überwältigend, wie der Neumarkter Verein berichtet.

Der 6. Januar 1976 war ein einprägsames Datum für die Bogensport-Szene in der Region. Die Neumarkter waren nach ihrer Vereinsgründung 1974 voll Tatendrang und Idealismus, so dass sie zum ersten Hallenturnier in Bayern riefen. Es war gleichzeitig das erste Hallenturnier in Deutschland, dass zum Erzielen internationaler Rekorde berechtigt war. Die aufstrebende Bogensportszene nahm die Gelegenheit wahr, sogar der Nationalkader war gekommen und so bestanden die Neumarkter damals schon ihre Feuertaufe mit Bravour.

Viele Starter aus Tschechien

Der Erfolg der Neumarkter hielt an. Das alljährliche Turnier hat eine riesige Fan-Gemeinde und ist für viele Freizeitschützen das Highlight der Wintersaison. Immer noch nutzen es auch zahlreiche Spitzenschützen, um sich auf die bevorstehenden bayerischen und deutschen Meisterschaften vorzubereiten. 200 Startplätze hatten die Neumarkter Bogenschützen heuer zu vergeben – über 250 Meldungen kamen, so dass leider nicht alle Schützen einen der begehrten Plätze erhielten.

Auch im Ausland hat das Neumarkter Turnier inzwischen einen glänzenden Ruf: während vergangenes Jahr fünf Schützen aus Tschechien teilnahmen, so senden heuer alleine der Verein des 1. LK Pilzen 16 Starter, ebenso vertreten sind die Vereine aus Litvinov und Cheb.

Als absoluter Teilnahme-Spitzenreiter darf der Alt-Internationale Berthold Griebel aus Breitengüßbach begrüßt werden. Er war bereits in den 1960er Jahren auf Weltmeisterschaften aktiv und ist mit fast 40 Teilnahmen in Neumarkt „festes Inventar“. Auch Fritz Dimke, mit inzwischen 88 Jahren, wird am Sonntag dabei sein und als gutes Beispiel dienen, dass Bogensport bis ins hohe Alter auf sehr hohem Niveau betrieben werden kann.

Der Eintritt ist frei

Auch wird das Neumarkter Hallenturnier wieder von den Bezirken Mittelfranken und Oberbayern als Vergleichskampf genutzt. Jeweils zehn Nachwuchs-Sportler sind von den Bezirkstrainern nominiert worden, im Mittelfranken-Kader steht erstmals auch Erik Kohler, ein Neumarkter Nachwuchstalent, dass durch sehr gute Leistungen auf sich aufmerksam machte.

Gewohnt teilnahmestark sind auch die Mannschaften aus der Oberpfalz: Regensburg, Regental und Pressath sind genauso stark vertreten wie die Lokalrivalen aus Seligenporten und Feucht. Unangefochten ist jedoch der Verein vom SV Moosbach: mit 26 Teilnehmern sind sie der absolute Spitzenreiter am Sonntag in der Turnhalle des Willibald-Gluck-Gymnasiums. Wettkampfbeginn für die Teilnehmer der Vormittagsgruppe ist um 9 Uhr, die Nachmittagsgruppe startet um 13 Uhr mit ihren Wettkampfpfeilen. Der Eintritt für interessierte Zuschauer ist frei.

Bogenschützen im Ligaeinsatz

Vor dem Hallenturnier heißt es am Samstag für drei Neumarkter Mannschaften aber erst noch mal selbst an die Schützenlinie zu treten.Der 3. Wettkampftag steht an.

Bezirksklasse II: Besonders erfreut über den bisherigen Saisonverlauf war Werner Lorek, Betreuer der Mannschaft in der Bezirksklasse II. Kurz vor Weihnachten bescherten ihm seine Schützen Tanja Mraz-Pietz, Eduard Nißlbeck und Manuel Hufnagl, unterstützt von den Reserve-Schützen Karl Holland und Horst Obst, einen lupenreinen Wettkampftag ohne Verlustpunkte. Nachdem sie am ersten Tag auch nur einen Punkt abgegeben haben, liegen sie momentan souverän auf Rang eins der Tabelle und wollen natürlich auch am Samstag in Dietersheim diese weiße Weste bewahren. Regionalliga: Auch in der Regionalliga läuft es bisher besser, als die Neumarkter es vor der Saison gehofft haben. Der Platz an der Sonne gehört auch hier dem Team aus der Jura-Stadt und das will in Bayreuth soweit wie möglich auch verteidigt werden.

2. Bundesliga: In der 2. Bundesliga reist die Mannschaft von Betreuer Jürgen Seibold nach München und hat sich zum Ziel gesetzt, den Abstand zu den Abstiegsplätzen soweit zu vergrößern, dass man ganz entspannt ins Saisonfinale gehen kann. Momentan sind es vier Punkte Vorsprung auf einen Nichtabstiegsplatz, Rang fünf in der Tabelle.

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