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Nürnberg

Ice Tigers gewinnen beim Spitzenreiter

Die Thomas Sabo Ice Tigers haben sich mit einem Fünf-Punkte-Wochenende aus der Länderspielpause zurückgemeldet.

Die Ice Tigers gewannen beim Spitzenreiter EHC Red Bull München. Foto: Andreas Gebert/dpa
Die Ice Tigers gewannen beim Spitzenreiter EHC Red Bull München. Foto: Andreas Gebert/dpa

Nürnberg.Dabei ließ Stürmer Andreas Eder nicht nur Tore, sondern auch die Fäuste sprechen.

Bereits am Freitag hatten die Ice Tigers für eine faustdicke Überraschung gesorgt und Spitzenreiter EHC Red Bull München die zweite Saison-Niederlage beigebracht. Beim 4:3-Auswärtssieg nach Verlängerung im Olympia-Eisstadion hatten Marcus Weber (33.), Joachim Ramoser (47.), Oliver Mebus (50.) und Tim Bender (63.) für die Tore und hochverdiente zwei Punkte gesorgt. „Wir waren die erste Mannschaft, die in dieser Saison in München gewonnen hat. Das ist eine schöne Sache“, freute sich Nürnbergs Co-Trainer Manuel Kofler.

Die volle Ausbeute von drei Zählern gab es dann zwei Tage später im Heimspiel gegen Tabellenschlusslicht Schwenninger Wild Wings. Chris Brown (20.), Patrick Reimer (22.), Andreas Eder (33.) und Rylan Schwartz (55.) hießen die Torschützen bei einem nie wirklich gefährdeten Sieg. „Das war Männer gegen Jungen“, bilanzierte ein sichtlich enttäuschter Gäste-Trainer Paul Thompson. Vor allem im ersten und letzten Drittel zeigten die Ice Tigers den Wild Wings läuferisch und kämpferisch die Grenzen auf und machten keinerlei Anstalten, den Gegner zu unterschätzen. „Wir haben kein leichtes Spiel erwartet und gewusst, dass Schwenningen eigentlich eine sehr gute Mannschaft hat“, bestätigte Eder und stellte klar: „Wir haben verdient gewonnen.“

Eder selbst sorgte nicht nur mit seinem Treffer für gute Unterhaltung. Als das Frustrationslevel bei den Wild Wings im Schlussdrittel immer weiter anstieg, ließ der Mittelstürmer die Handschuhe fallen und lieferte sich einen Faustkampf mit Kai Herpich. „Bei Schwenningen waren am Ende auch die Gemüter ein bisschen überhitzt. Das ist Teil des Sports. Für den Spieler vielleicht nicht der schönste, aber es gehört dazu“, kommentierte Eder die Szene, die die 5826 Zuschauer in der Arena aus den Sitzen hob. Auch der Groll gegen seinen Gegenspieler war schnell vergessen: Eder und Herpich kennen sich aus Münchner Zeiten. „Ich bin dann auf die Strafbank zugefahren und er hat mir gleich zugezwinkert. Ich denke, dass alles wieder okay ist“, grinste Eder, der mit dieser Aktion auch zeigte, wie viel ihm die Ice Tigers bedeuten. Der Center ist bis Monatsende vom EHC München ausgeliehen – ein Verbleib in Nürnberg aber scheint wahrscheinlich.

Eine weitere Attraktion war der Oberlippenbart von Kofler. „Ich weiß schon, dass das lustig aussieht. Aber es ist nur für diesen Monat und ich mache es aus voller Überzeugung, weil es für eine gute Sache ist“, erklärte der 39-jährige Co-Trainer. Im „Movember“ – eine Kombination der Wörter „Moustache“ und „November“ – machen Eishockey-Spieler und -Funktionäre jedes Jahr auf Prostata-Krebs aufmerksam.

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