MyMz

Keine Strafe für die Vereine

Ein Kommentar von Thorsten Drenkard

Nebeltöpfe, Leuchtraketen und Rauchkerzen haben in Fußballstadien nichts verloren: Was für den Profifußball gilt, muss auch auf Amateurplätzen Bestand haben.

Mag die Verletzungsgefahr auch noch so marginal sein, sie ist beim Abbrennen von Pyrotechnik zweifelsohne vorhanden. Kein vermeintlich harmloser Besuch auf dem Fußballplatz ist es wert, durch ungesicherte und unprofessionelle Zündeleien zu Schaden zu kommen.

Das Verbot von Pyrotechnik rund um den Platz ist deshalb richtig. Das wunderbare Fußballspiel braucht kein gefährliches Feuerwerk, um es noch attraktiver oder spektakulärer zu machen. Fußball fasziniert auch ohne Bengalos und Böller und ist kein Teil der Fankultur.

Allerdings straft der Bayerische Fußballverband mit den Amateurvereinen die Falschen ab. Für Fußballklubs, die vor allem durch das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder den Spielbetrieb gewährleisten können, sind Geldstrafen in Höhe von mindestens 300 Euro drastisch – und verfehlen zudem ihre Wirkung.

Stattdessen sollten jene vermeintlichen Fans zur Kasse gebeten werden, die meinen, auf und neben dem Rasenplatz zündeln zu müssen. Denn kleinere Dorfvereine können ohnehin nicht gewährleisten, dass niemand Pyrotechnik zum Spiel mitbringt und abbrennt. Müssen aber die Täter kräftig zahlen, überlegen sie es sich sicherlich ganz genau, ob sie das Risiko einer Geldstrafe eingehen.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht