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Wettkampf

Magnet für die Bogenschützen

Beim 42.Hallenturnier der Neumarkter Bogenschützen waren wieder 200 Teilnehmer aus nah und fern am Start.
Von Andreas Friedl

Mit voller Konzentration nimmt Alexander Nißlbeck die Zielscheibe ins Visier. Foto: Friedl
Mit voller Konzentration nimmt Alexander Nißlbeck die Zielscheibe ins Visier. Foto: Friedl
Die Aufstellung gibt ein imposantes Bild ab. Foto: Friedl
Die Aufstellung gibt ein imposantes Bild ab. Foto: Friedl

Neumarkt.Als hervorragendes Turnier – sowohl organisatorisch als auch leistungsmäßig – erwies sich wieder einmal das 42. Hallenturnier der Neumarkter Bogenschützen, das am Sonntag in der Sporthalle des Willibald-Gluck-Gymnasiums stattfand. Wie der erste Vorsitzende der Neumarkter Bogenschützen, Roland Wexler, und seine Vertreterin Andrea Lerzer unserer Zeitung sagten, habe es schon kurz nach Beginn der Ausschreibung eine enorme Nachfrage für die Starterplätze gegeben, so dass bereits Ende November die 200 ausgeschriebenen Plätze besetzt waren und eine Warteliste aufgestellt werden musste.

So trafen sich hier am Sonntag mal wieder Bogenschützen, ob männlich oder weiblich, oder jung oder alt zu diesem „Familienfest der Bogenschützen“, wie es der bayerische und deutsche Meister sowie Europameister mit der Mannschaft im Blankbogen-Schießen aus dem Jahre 2017, der 49-jährige Michael Meyer vom SSV Schwarzenbach am Wald formulierte: „Für mich ist es ein absolutes Muss hier in Neumarkt an den Start zu gehen. Weil hier einfach alles passt, macht es einen großen Spaß dabei zu sein.“ Solche Aussagen kamen beispielsweise auch von den 17 Bogenschützen aus Pilsen, die schon seit Jahren zu diesem Turnier kommen. Gleichzeitig zeigen diese Worte aber auch, dass die Neumarkter Bogenschützen auf dem richtigen Weg sind und als Ausrichter hohes Ansehen genießen.

Zwei Neumarkter dabei

Da für den Ausrichter bei so einem Turnier enorm viel an Arbeit anfällt, konnten sich mit dem 17-jährigen Erik Kohler und dem ein Jahr älteren Alexander Nißlbeck an dieser Veranstaltung nur zwei heimische Schützen beteiligen. So startete Erik Kohler in der Juniorenklasse im Bayerischen-Sport-Schützen-Bund (BSSB) im Sichtungskader. Alexander Nißlbeck ließ seine Pfeile unter den gestrengen Blicken seines Vaters Eduard im Juniorenkader des BSSB in den Goldbereich fliegen.

Ein aufmerksamer Betrachter der Szene war auch Horst Obst, dessen Söhne Oliver und Fabian in der ersten Mannschaft der Neumarkter Bogenschützen, die in der ersten Bundesliga erfolgreich ist, an den Start gehen: „Nicht nur bei dieser Sportart ist das Zwischenmenschliche sehr wichtig. Das ist hier vorbildlich.“

Mehr zu den Ergebnissen finden Sie hier:

Die Ergebnisse bei Bogenschützen-Turnier

  • Leistungen:

    Bei den Herren erreichte Matthias Mayer aus Zirndorf 573 von 600 möglichen Ringen. Bei einer weiteren Disziplin kamen drei Bogenschützen aus Pilsen auf die ersten drei Plätze. Von 300 möglichen kamen sie auf 282, 278 und 271 Ringe. Laura Gessner und Sara Brückner, beide vom SV Moosbach, kamen bei den Schülern auf 556 und 539 von 600 möglichen Ringen.

  • Lokalmatadore:

    Hervorragend waren auch die Ergebnisse von Erik Kohler, der 550 von 600 Ringen erreichte, und Alexander Nißlbeck, der 562 Ringe erzielte.

So versuchten dann in insgesamt zwölf Leistungs- und weiteren unterschiedlichen Altersklassen, angefangen von den Schülern, über die Junioren, hin bis zu den Senioren die Bogenschützen aus den über 30 teilnehmenden Vereinen, die überwiegend aus den mittelfränkischen Bogenschützen-Hochburgen Feucht, Moosbach, Zirndorf, Nürnberg und aus dem Bereich Oberfranken kamen, ihre Pfeile, ob beim Recurve-, Compound- oder Blankbogen, in den goldenen Kreis zu schießen, was in aller Regel auch gelang.

Auch mit Handicap am Start

Am Start in Neumarkt war auch in diesem Jahr wieder Ina Middlemiss von den Bogenschützen des SV Moosbach, die um nur ein paar Titel anzuführen, 2015 deutsche Vizemeisterin und bayerische Meisterin in der Altersklasse bei den Damen war. „Mit meiner Leistung war ich heute nicht zufrieden. Leider konnte ich aufgrund einer Erkrankung im Dezember nicht so gut trainieren.“ Dass bei den Bogenschützen auch Menschen mit Handicap dabei sein können, bewies Nobert Forstner vom ZSSG Katzwang, der an den Rollstuhl gebunden ist: „Trotz meiner Behinderung fühle ich mich hier sehr wohl.“

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