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Fussball

Marco Christs komplizierte Mission

Der Nachfolger von Jürgen Schmid soll den TSV Freystadt erfolgreich in der Bezirksliga halten – trotz dünner Personaldecke.
Von Thorsten Drenkard

Marco Christ (Mitte) will mit dem TSV Freystadt einen guten Saisonstart erwischen. Archivfoto: Zeh
Marco Christ (Mitte) will mit dem TSV Freystadt einen guten Saisonstart erwischen. Archivfoto: Zeh

Freystadt.Wenn am Sonntag um 14 Uhr für die Fußballer des TSV Freystadt mit dem Heimspiel gegen die SG TSV/DJK Herrieden die Bezirksliga-Saison 2019/20 startet, ist das auch das erste Punktspiel der Freystädter nach der dreijährigen Ära von Coach Jürgen Schmid.

Der Ex-Profi trainiert mittlerweile den Ligakonkurrenten TSV Greding, während sein alter Spezl aus gemeinsamen Spielerzeiten beim 1. SC Feucht, Marco Christ, den TSV nun erfolgreich coachen soll. Christ kam in seiner Profilaufbahn unter anderem auf 59 Zweitliga- sowie 93 Drittligaspiele und sammelte in der vergangenen Saison erstmals als Trainer seine Erfahrung.

Marco Christ fungierte vergangene Saison nur zwei Monate als Trainer des ASV Neumarkt, bevor er entlassen wurde. Archivfoto: Gleisenberg
Marco Christ fungierte vergangene Saison nur zwei Monate als Trainer des ASV Neumarkt, bevor er entlassen wurde. Archivfoto: Gleisenberg

Es war allerdings eine bittere, denn sein Engagement beim damaligen Bayernligisten ASV Neumarkt dauerte nur zwei Monate (oder zwölf Spiele), dann wurde der 38-Jährige entlassen. Mit dem TSV Freystadt soll es für Christ besser laufen – auch wenn ihm bewusst ist, dass er keine leichte Aufgabe beim letzten verbliebenen Neumarkter Bezirksligisten übernommen hat.

„Ich möchte das Team so weiterführen, wie es vor mir Jürgen Schmid getan hat“, sagt der Trainer, wohlwissend, dass es dazu wohl vor allem eines braucht – eine verletzungsfreie Saison. Denn: „Unser Kader ist mit 15, 16 Feldspielern und zwei Torhütern nicht groß. Da darf nicht viel passieren“, sagt Christ, der die abgewanderten Stützen Quirin Meier (ASV Burglengenfeld), Matthias Sessler (FB Reichertshofen) sowie Mario Forster (ASV Neumarkt) ersetzen muss.

Marco Christ setzt auf das Kollektiv

Christ beschwört den Teamgeist und Zusammenhalt in der Mannschaft. „Wir müssen versuchen, abgewanderte Spieler wie einen Mario Forster, auf den sich viel konzentriert hat, im Kollektiv zu ersetzen“. Das könne gar den Vorteil mit sich bringen, für den Gegner künftig weniger ausrechenbar zu sein, mutmaßt der Coach.

Als dessen verlängerter Arm auf dem Spielfeld wird Yasar Kaya fungieren, der vom SC Feucht nach Freystadt gewechselt ist. Für den zweiten Neuzugang, Sven Weiß (Unterferrieden), hat Christ nach den Eindrücken der Vorbereitung nur lobende Worte: „Ich bin mit ihm sehr zufrieden. Er ist sehr fleißig.“

„Wir wollen erst einmal gut stehen und Nadelstiche setzen.“ Marco Christ vor dem Herrieden-Spiel

Fleißig müssen Weiß und die Freystädter auch am Sonntag gegen Herrieden sein, denn dort, wo die Gäste in der vergangenen Saison aufliefen, schepperte es meist gehörig. Herausragende 79 Mal traf der kommende TSV-Gegner damals – Bestwert der Liga. Allerdings, das ist die positive Nachricht für Christs Spieler, nahmen es Herriedens Kicker nicht zu genau mit der Defensivarbeit, weshalb auch beachtliche 63 Gegentore in der Bilanz stehen.

„Wir wollen erst einmal gut stehen und Nadelstiche setzen“, so Christ. Am Ende soll im Idealfall ein Sieg gegen Herrieden her, damit die Grundlage für einen positiven Saisonstart gelegt ist. Schließlich lautet das Ziel, die Klasse zu halten und möglichst nichts mit der Abstiegsregion zu tun zu bekommen.

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