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Neumarkter für das „Kacktor“ nominiert

Woffenbachs Bastian Schmid gelang ein kurioses Tor – es steht in Arnd Zeiglers TV-Sendung als „Kacktor des Monats“ zur Wahl.
Von Thorsten Drenkard

Woffenbachs Bastian Schmid ist mit seinem 2:0 gegen die SpVgg Lam für das
Woffenbachs Bastian Schmid ist mit seinem 2:0 gegen die SpVgg Lam für das "Kacktor des Monats" in der TV-Sendung Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs nominiert. Foto: Stefan Braun

Neumarkt.Bastian Schmid ist ein schnörkelloser Fußballer, ein uneigennütziger Teamplayer im besten Sinne. Bei den Landesliga-Kickern des BSC Woffenbach ist der Mittelfeldmann vor allem für das Grobe zuständig. Der 24-Jährige wirft sich unerschrocken in die Zweikämpfe und ist dort zur Stelle, wo sie ihn bei den Neumarktern eben brauchen. Im Ligaspiel gegen die SpVgg Lam Anfang November war der 24-Jährige in ungewohnter Rolle für seine Kollegen da – als Knipser, der durch einen intuitiven Geistesblitz eine vorangegangene Slapstickeinlage seiner Mitspieler zu einem überraschend sehenswerten Ende brachte. Sein Hackentreffer zum 2:0 beim 4:2-Sieg gegen Lam steht deshalb bei der WDR-Sendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ zur Wahl – in der Rubrik „Kacktor des Monats“.

Peinlichkeiten und Kuriositäten

Hierbei werden in der Fußballsendung, die sich wöchentlich humorvoll und satirisch dem Fußballsport nähert, jene Treffer gekürt, die sich durch ihre Peinlichkeiten, Kuriositäten oder Unzulänglichkeiten auszeichnen. Je unattraktiver, desto besser, so das Motto.

Beim BSC Woffenbach feiern sie den Treffer groß:

Im Fall von Schmids Tor sind es vor allem die Pleiten, Pech und Pannen-Sekunden vor dem Treffer, welche die Nominierung als „Kacktor“ rechtfertigen. Hier übertreffen sich Schmids Mitspieler wiederholt in ihrem Unvermögen, den Ball aus kurzer Distanz über die Linie zu bringen.

Hier geht es zur Abstimmung für das „Kacktor des Monats“.

Das war bloß Glück und Zufall“, will Schmid erst gar kein Aufhebens um sein Tor machen, das ihm ohnehin nicht so wichtig sei. Ganz uneigennütziger Teamplayer versichert er: „Der Sieg war wichtiger“, auch wenn er sich über die Nominierung schon freue. Fünf Treffer stehen bei „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ als „Kacktor des Monats“ im November zur Auswahl. Dienstagmittag (13.15 Uhr) lag Schmids Treffer mit 47 Prozent auf dem ersten Platz.

An dieser Spitzenplatzierung haben auch die Spieler des BSC Woffenbach ihren Anteil, die bereits fleißig für ihren „Basti“ abgestimmt haben.

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„Das finde ich eine lustige Geschichte, vor allem, weil der Basti normalerweise eher der ,Zerstörertyp’ auf dem Platz ist – und dann trifft er mit der Hacke“, amüsiert sich Matthias König. Tatsächlich ist Schmid nicht für seinen Torriecher bekannt. In 129 Spielen für den BSC auf Landesliga-, Bezirks- und Kreisligaebene netzte er lediglich neun Mal ein.

„Für Basti sind das Tor und die Nominierung nicht so wichtig.“

Alexander Schwendner

Alexander Schwendner, spielender Co-Trainer beim BSC, findet die Nominierung des Treffers absolut gerechtfertigt, schließlich „war ja wirklich die halbe Mannschaft beteiligt und hat den Ball nicht hinter die Linie gebracht“. Dass der potenzielle „Kacktor“-Torschütze Schmid keinen großen Wirbel um seinen Treffer machen möchte, sei typisch für den „Basti“: „Für ihn sind das Tor und die Nominierung nicht so wichtig, weil er durch und durch ein Mannschaftsspieler ist.“

Basti Schmids Treffer ist die Nummer 4, die zur Auswahl steht:

Dennoch werden sie beim BSC Woffenbach durch fleißiges Abstimmen versuchen, Bastian Schmid zum Sieger zu machen. Denn vielleicht mag der „Basti“ nicht oft treffen, aber wenn er dann mal doch so wie gegen Lam einnetzt, dann gleich mit einem wahrlich sehenswerten „Kacktor“.

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