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Bogenschießen

Pilsen nimmt den Wanderpokal mit

Neumarkter Hallenturnier lockte 200 Schützen an. Oliver Obst erzielte bei seinem Comeback außer Konkurrenz 279 und 283 Ringe.
Von Andreas Friedl

Die Neumarkter Damenmannschaft beim „Trockentraining“ – sprich ohne Pfeil  Foto: Andreas Friedl
Die Neumarkter Damenmannschaft beim „Trockentraining“ – sprich ohne Pfeil Foto: Andreas Friedl

Neumarkt.Das 44. Hallenturnier der Bogenschützen aus Neumarkt erwies sich – wie schon in den vielen Jahren zuvor – als großes Familientreffen. Annähernd 200 Schützen aus etwa 30 Vereinen aus ganz Bayern und dem benachbarten Tschechien – den Wanderpokal nahmen die Gäste aus Pilsen mit – waren gekommen, um sich nicht nur sportlich in den verschiedenen Alters- oder Leistungsklassen zu betätigen, sondern auch, um die über den Sport hinaus bestehenden persönlichen Kontakte zu pflegen.

Für dieses Turnier hatten sich die Verantwortlichen um den 1. Vorsitzenden der Neumarkter Bogenschützen, Roland Wexler, wieder viel Arbeit gemacht, um den angereisten Bogenschützen ein hervorragendes Umfeld zu bieten. Apropos Lichtverhältnisse in der Turnhalle des Gymnasiums: Sie wurden von allen Sportlern, ob Schütze in der Bundesliga oder Bezirksklasse, gelobt: „Es gibt nur ganz wenige Hallen, in denen so Hervoragende Lichtverhältnisse vorhanden sind.“

Aufgeteilt in zwei Blöcke traten am Vormittag etwa 100 Schützen und nachmittags nachmals die gleiche Anzahl an die Startlinie, um mit dem Pfeil aus 18 Metern ins „Goldene“ zu treffen. Entgegen den üblichen Zielscheiben, in der deren Mitte das „Schwarze“ liegt, ist es bei den Bogenschützen etwas anders. Der Kern der Scheibe ist gelb und umfasst die Ringe zehn und neun. Die auf der Scheibe nach außen folgenden Farben rot, blau, schwarz und weiß sind dann immer zwei Ringe weniger.

Meisterschaften stehen an

Für nahezu alle Teilnehmer in diesem Wettbewerb ging es hauptsächliche um die Vorbereitung für die Wettkämpfe, die Mitte Januar ihre Fortsetzung finden, ob das für die Bundesliga oder für die folgenden Klassen ist. So auch für Sara Wexler von den Neumarkter Bogenschützen, die seit ihrem zwölften Lebensjahr diesen Sport ausübt und jetzt mit Ina Middlemiss, Norbert Franz, Georg Girbinger und Wolfram Illner mit der 2. Mannschaft in der Regionalliga an den Start geht: „Mitte Januar geht’s wieder um Ringe. Da ist dieses Turnier gerade richtig“, sagt sie.

Genau so sah es Anja Merkel aus Nürnberg-Boxdorf: „Ich bin hier schon oft gewesen. Dieses Turnier zu Beginn des Jahres gehört einfach dazu. Ich schieße zur Vorbereitung für diverse Turniere, beispielsweise für die bayerische Meisterschaft, die noch im Januar stattfindet.“ Eine „Bogenschützenfamilie“ wie die Wexlers ist auch die Familie Späth aus Burgthann: „Durch meinen Mann, Sohn und Tochter kam ich auch zum Bogenschießen. Zuerst saß ich nur im Hintergrund. Erst als mir jemand einen Bogen in die Hand drückte, wurde ich ebenfalls aktiv. Zur Zeit schieße ich bei den Bogenschützen Neumarkt in der 4. Mannschaft, die in der Bezirksklasse an den Start geht“, berichtete Späth. Da viele Neumarkter Schützen in die Organisation des Turniers eingebunden waren, konnten nur ein paar von ihnen gehen, so beispielsweise Erik Kohler.

Ein Sport für jedes Alter

Nicht am Start war Andrea Lerzer, die auch in der Damenmannschaft mit Sara Wexler, Claudia Späth, Ina Middlemiss und Silke Gessner an den Start geht: „Heute bin ich in die Organisation eingebunden.“ Dass Bogenschießen nahezu ein Sport für jedes Alters ist, betonten Roland Wexler und Andrea Lerzer: „Hier sind Sportler zwischen acht und 80 Jahren am Start und zeigen ihre Leistung.“

In der Recurve-Herrenklasse erreichte Matthias Meyer vom KPSG Zirndorf 295 von 300 möglichen Ringen. Florian Grafmanns (SG Kleinlangheim) kam in zwei Durchgängen auf 292 und 293 von 300 möglichen Ringen. Oliver Obst von den Neumarkter Schützen, der erst vor zwei Wochen nach einem einjährigen USA-Aufenthalt zurückgekehrt war und außer Konkurrenz antrat, weil er nicht trainiert hatte, kam auf 279 und 283 Ringe.

Wettbewerbe

  • Wettkampfklasse:

    Mit dem Recurvebogen traten die Schüler A und B, Jugend, Junioren, Damen, Damenmaster, Herren, Masters und Senioren an. Mit dem „Compound“ starteten Damen, Schützen und die Offene Klasse. Beim Blankbogen, bei dem keine Langbögen und keine Jagdspitzen erlaubt waren, ging die Offene Klasse an den Start.

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