MyMz

Fussball

Schiris diskutierten über neue Regeln

Künftig dürfen sich keine gegnerischen Spieler mehr beim Freistoß in die Mauer stellen, sondern müssen Abstand halten.

Marie-Theres Mühlbauer (M) mit den Assistenten Stefan Großhauser und Christiane Röhlin  Foto: Franz Bradl
Marie-Theres Mühlbauer (M) mit den Assistenten Stefan Großhauser und Christiane Röhlin Foto: Franz Bradl

Neumarkt.Bereits seit 1. Juli gelten die Änderungen, die sich die Regelhüter der FIFA für die Saison 2019/20 ausgedacht haben. Schiedsrichter-Lehrwart Lukas Lang hatte die offiziellen Informationen für das Schiedsrichterwesen dazu schon im Juni auf elektronischem Wege an die Schiedsrichter verteilt.

Dennoch sollten die Unparteiischen auf der Juli-Sitzung im Johanneszentrum in Neumarkt noch Näheres und Klärendes erfahren. Wie wichtig den Schiedsrichtern dieses Thema ist, zeigte das große Interesse – es kamen am Montagabend weit über 100 Schiedsrichter, um den Ausführungen von Obmann Oliver Johannes und Lehrwart Lang zu lauschen.

Erfreuliches berichtete Obmann Johannes: Marie-Theres Mühlbauer vom SV Pölling hat den Sprung in die Landesliga geschafft und zusätzlich die Nominierung als Schiedsrichterin für die U17-Juniorinnen Bundesliga erhalten, wo sie in der kommenden Saison für den DFB Spiele leiten wird. Damit ist sie neben FIFA-Schiedsrichterin Angelika Söder die klassenhöchste Vertreterin der Schiedsrichtervereinigung Neumarkt. Weiter gab der Obmann bekannt, dass der SV Eintracht Döllwang-Waltersberg künftig im Bezirk Oberpfalz spielen wird.

Es wurde angeregt diskutiert

Den überwiegenden Teil des Abends nahmen dann die Erklärungen und Diskussionen zu den seit 1. Juli geltenden Regeländerungen ein. Anhand von zahlreichen Beispielen und Videoszenen wurden die umfangreichen Neuerungen im Regelwerk erklärt. Folgende Grundlagen sind für die Änderungen relevant:

„Fair Play“ Gedanke: Die Mannschaft, die zuletzt im Ballbesitz war, bekommt auch beim Schiedsrichterball wieder den Ball.

Um Schubsen, Stoßen und Schieben zwischen gegnerischen Spielern in der Mauer künftig zu vermeiden, dürfen sich keine Angreifer mehr direkt in die Mauer stellen, sondern müssen mindestens einen Meter Abstand zur Mauer einhalten (insofern die Mauer aus mindestens drei Spielern besteht).

Mehr Dynamik ist gefordert

Das Spiel soll dynamischer werden – bei Freistößen im eigenen Strafraum und Abstößen muss z.B. der Ball nicht mehr zwingend aus dem Strafraum gespielt werden, damit er im Spiel ist. Spieler, die ausgewechselt werden, müssen den Platz auf kürzestem Wege über die Außenlinie verlassen.

Erwartungsgemäß entwickelten sich längere Diskussionen um die Präzisierung und die Bewertung des verbotenen Handspiels. Kurz zusammengefasst gilt: Wenn die Körperfläche vergrößert wird oder sich die Arme über Schulterhöhe befinden und der Ball an die Hand geht, liegt ein strafbares Handspiel vor. Sicher wird es natürlich weiterhin Ermessensentscheidungen geben, mit oder ohne Videobeweis.

Eine Regelergänzung dürfte insbesondere die emotionaleren Vertreter unter den Trainern interessieren: Sie können jetzt ebenfalls mit Verwarnungen (Gelbe Karte) und Roten Karten bestraft werden. Wie solche Strafen dann von den Sportgerichten „gewürdigt“ werden, bleibt abzuwarten. Sogar eine alte Regelung wurde wieder ausgegraben – beim Anstoß kann der Gewinner des Münzwurfes jetzt wieder zwischen Seitenhälfte und Ballbesitz wählen.

Weitere Sportmeldungen aus der Region finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht