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Ringen

SCO gibt den Sieg spät aus der Hand

Ölsbach liegt in Burgebrach lange in Führung – verliert am Ende aber doch. Der Einstand der Kartojev-Brüder gelingt dennoch.

Bashir Kartojev (l.) siegte für den SCO. Foto: Reinhard Prem
Bashir Kartojev (l.) siegte für den SCO. Foto: Reinhard Prem

Oberölsbach.OberölsbachUnglücklich mussten am Samstag die Oberliga-Ringer des SC Oberölsbach samt 100 mitgereister Fans die Heimreise aus Burgebrach (Oberfranken) antreten. Über lange Zeit führte der SCO im ersten Saisonkampf hochverdient gegen den favorisierten TSV Burgebrach, ehe im Mittel- und Weltergewicht sicher geglaubte Begegnungen verloren gingen. Burgebrach kehrte in der zweiten Hälfte des Teamkampfes den Rückstand noch nervenstark in einen 15:11-Sieg um.

In seinem Debüt für den SCO sorgte Bashir Kartojev für einen hervorragenden Einstand (57 Kilo, Freistil). Dem gleichaltrigen Deutschen B-Jugendmeister Johann Engelhardt begegnete er mit einer sehr ruhigen und kontrollierten Ringweise. Mit Takedowns und Durchdrehern fightete er sich souverän zum 16:4-Punktsieg. Einen schwereren Einstand hatte Etienne Wyrich gegen Burgebrachs Schwergewicht und Trainer Jens Brosowski (130 Kilo, Griechisch-römisch). Der Gastgeber brachte über 30 Kilo mehr auf die Waage und wusste diese auch einzusetzen. Mit einer 1:7-Punktniederlage konnte Wyrich den Verlust aber eingrenzen.

Wie ein Löwe gekämpf

Der ältere Kartojev-Bruder, Magomed, kämpfte in seinem SCO-Debüt in der Klasse 61 Kilo (Griechisch-römisch) gegen den erfahrenen Dragos Cimpanu wie ein Löwe. In letzter Sekunde gelang ihm eine Viererwertung, womit er ausglich und mit 6:6 Punkten gar den Sieg verbuchte.

Verletzungsbedingt konnte Burgebrach seinen Co-Trainer Michael Giehl nicht einsetzen, weshalb Ölsbachs Patrik Fanderl kampflos vier Punkte für das Team in der Klasse 98 Kilo (Freistil) erntete. Einen famosen Kampf zeigte SCO-Routinier Martin Kölbl in der Klasse 66 Kilo (Freistil) gegen den lange in Führung liegenden Christopher Rippl. Kölbl hatte klar die bessere Kondition. Diese nutzte er geschickt, um am Ende zum 4:4 auszugleichen und sich den Punktsieg zu holen. Der SCO lag nach der Hälfte der Kämpfe nun mit 9:2 Punkten vorne.

Voll im Saft präsentiert

Voll im Saft, da auch gerade in WM-Vorbereitung, präsentierte sich Ölsbachs Petr Novak (Klasse 86 Kilo, Griechisch-römisch). Den international erfahrenen Ungarn Patrik Szabo ließ er damit auch ziemlich passiv aussehen und errang ungefährdet einen 2:0 Punktsieg. Nicht zum Zug kam dann jedoch Daniel Sittel, der mit Felix Pflauger einen technisch überlegenen Kontrahenten fand. Nach knapp dreieinhalb Minuten musste sich der Ölsbacher in der Klasse 71 Kilo (Griechisch-römisch) 0:15 geschlagen geben. Es stand damit 11:6 für den SCO.

Thomas Kleesattel (80 Kilo, Freistil) legte mit Beinangriffen gegen Alexander Giehl vor und beförderte die Hoffnungen des SCO auf den Mannschaftssieg. Bei einer 7:3-Führung passierte ihm aber eine Unachtsamkeit, welche der Burgebracher ausnutzte. Er drehte Kleesattel zweimal und nutzte dessen Konterversuch sogar noch, um ihn zu schultern.

Die kalkulierte Niederlage gegen den kubanischen Spitzenringer Younier Castillo Silveira konnte Robin Himmler in der Klasse 75 Kilo A, Freistil nicht umgehen. Fast vier Minuten rang er tapfer mit, ehe die 0:16-Abbruchniederlage feststand.

Die Gastgeber lagen nun erstmals mit 14:11 Punkten gegen Ölsbach in Führung. Mit einer Viererwertung hätte es Istvan Nemeth noch für den SCO richten können (75 Kilo B, Griechisch-römisch). Der Burgebracher Dominik Winkler parierte aber gekonnt und taktisch passiv die Versuche Nemeths und schaffte einen 4:2 Punktsieg. (nrp)

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