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Fußball

Sechs-Punkte-Spiel für den BSC

Aufsteiger Woffenbach tritt beim Tabellenzwölften aus Aiglsbach an. Die Nigl-Elf muss auf Stürmer Gröber aufpassen.
Von Michael Zeh

Woffenbachs Mittelfeld-Motor Matthias König (in Rot) hatte am letzten Spieltag gegen Bad Abbach Pech mit einem Lattenschuss. Foto: Zeh
Woffenbachs Mittelfeld-Motor Matthias König (in Rot) hatte am letzten Spieltag gegen Bad Abbach Pech mit einem Lattenschuss. Foto: Zeh

Neumarkt.Woffenbachs Übungsleiter Andi Nigl erzürnte nicht so sehr der Zeitpunkt, an dem seine Elf vergangenen Samstag den Treffer zur 1:2-Heimniederlage gegen Bad Abbach kassierte, sondern vielmehr die Art und Weise, wie dieses Gegentor zustande kam.

„Natürlich ist es ärgerlich, in der Nachspielzeit noch zu verlieren. Aber wir haben solche Dinge oft genug angesprochen. Statt bei einem Konter auch mal eine Gelbe Karte zu riskieren, laufen wir lieber hinterher und kassieren prompt in der 92. Minute das entscheidende Tor. Wir sind in solchen Situationen einfach zu brav“, ärgerte sich der BSC-Coach und beleuchtete die Leistung des Teams insgesamt kritisch: „Fairerweise muss man sagen, dass wir bis auf etwa 20 Minuten schlecht gespielt haben. Die Luft ist trotz der vorhergehenden drei Siege irgendwie raus. Seit März dieses Jahres hat es beinahe keine Pause gegeben, das zehrt an den Kräften aller Beteiligten“, gibt er zu bedenken.

Schon am heutigen Freitag um 19 Uhr treten die Neumarkter beim Tabellenzwölften, TV Aiglsbach, an, einem direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Die Niederbayern verschafften sich durch ihren 5:0-Kantersieg vor Wochenfrist über Schlusslicht Pfreimd etwas Luft in der unteren Tabellenregion und liegen nur noch vier Punkte hinter dem BSC.

Heimschwäche beim Gegner

Auf eigenem Platz tun sich die Gastgeber allerdings schwer. In den elf Spielen vor heimischem Publikum verbuchte die Elf von Trainer Benjamin Flicker gerade einmal drei Siege bei einem Unentschieden und sieben Niederlagen.

Dennoch oder gerade deswegen wird man sich im Lager der Neumarkter keinen Illusionen hingeben, schließlich soll der jüngste Auswärts-Dreier auf eigenem Gelände vergoldet werden. Die Lebensversicherung bei den Platzherren ist Stürmer Manfred Gröber, der die Torjägerliste in der Landesliga mit 26 Treffern in 22 Begegnungen souverän anführt. Dies entspricht mehr als der Hälfte aller insgesamt 48 Treffer seines Vereins bis dato.

Beim 2:1-Sieg der Nigl-Truppe aus der Vorrunde gelang es der Woffenbacher Defensive, den Top-Angreifer weitgehend in Schach zu halten und so wichtige drei Punkte einzufahren, obwohl Manuel Wastl damals bereits nach 17 Minuten mit Gelb-Rot zum Duschen geschickt worden war. Coach Andi Nigl appelliert an seine Schützlinge, sich an solch positiv verlaufenen Spiele zu erinnern und daraus Kraft zu schöpfen. Für die bevorstehende Partie hat er klare Zielvorstellungen: „Das Wichtigste ist definitiv, nicht zu verlieren. Mit einem Punkt halten wir den Gegner in der Tabelle auf Abstand und hätten dann den direkten Vergleich für uns entschieden. Drei Zähler wären natürlich optimal. Es wird wohl die Mannschaft gewinnen, die den besseren Tag erwischt hat“, lautet seine Einschätzung im Vorfeld der Begegnung.

Stürmische Gastgeber

Seine Elf wird ihre Spielweise trotz des niederbayerischen Super-Ein-Mann-Sturms nicht ändern, schließlich haben „wir das im Hinspiel gut gemacht, auch wenn man Manfred Gröber über 90 Minuten kaum ausschalten kann“, wie Trainer Nigl zurecht bemerkte.

Auf stürmische Gastgeber wird man sich bei den Woffenbachern einstellen müssen. Umso mehr sind deshalb die guten Tugenden der Mannschaft gefragt: aus einer stabilen Abwehr über die schnellen Angreifer permanent Nadelstiche zu setzen. Immerhin trafen Zeltner und Co. insgesamt zwölfmal in den vergangenen vier Begegnungen. Eine Quote, die sich auch bei näherer Betrachtung sehen lassen kann.

Situation des BSC

  • Ausblick:

    Am 30. November um 14 Uhr steht für die Nigl-Truppe die Partie in Straubing auf dem Programm.

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