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Bayernliga

Seligenporten rettet erst spät ein Remis

Der Spitzenreiter tut sich bei Aufsteiger ASV Cham schwer. Kurz vor Schluss gelingt dem lange ideenlosen SVS der Ausgleich.
Von Udo Weller und Thorsten Drenkard

Der ASV Cham und der SV Seligenporten (weiß) duellierten sich am Freitagabend. Foto: Simon Tschannerl
Der ASV Cham und der SV Seligenporten (weiß) duellierten sich am Freitagabend. Foto: Simon Tschannerl

Seligenporten.Mannschaften aus dem Bayerwald zählen in dieser Spielzeit nicht zu den Lieblingsgegnern des SV Seligenporten. Nachdem die bis Freitagabend einzigen Punktverluste des Spitzenreiters aus der Heimpartie gegen die DJK Vilzing stammten (1:2), ließ das Team von Coach Gerd Klaus nun beim Bayernliga-Aufsteiger ASV Cham abermals Zähler liegen. Dass es am Ende nur zwei und nicht deren drei Punkte wurden, lag am späten 1:1-Ausgleichstreffer Tim Olschewskis fünf Minuten vor dem Abpfiff.

Klosterer-Trainer Klaus schickte die identische Startelf wie beim 2:1-Heimsieg vor einer Woche gegen Gebenbach auf den Platz. Doch anders als vor Wochenfrist enttäuschten seine Spieler zunächst – vor allem im Spiel nach vorne. Zwar übernahm der SVS vom Anpfiff weg die Kontrolle über den Ball, er wusste aber gegen die ebenso massiv wie geschickt verteidigenden Gastgeber kaum etwas Zielführendes damit anzufangen. Immer wieder sah sich der jeweils ballführende Kicker des SVS zwei Chamer Gegenspielern gegenüber, sobald er die Mittellinie auf dem vom Regen vor der Partie rutschigen Rasen überquert hatte.

Kaum Torgefahr des SVS

Außer einem Schuss Christian Knorrs aus 14 Metern (15.) sowie einem geblockten Torabschluss Bernd Rosingers (31.) gab es keine nennenswerten Aktionen des SVS vor dem Tor der unermüdlich kämpfenden Hausherren.

Diese wiederum entwickelten deutlich mehr Torgefahr, trotz defensiver Kontertaktik. So schoss Daniel Engl nach einem Konter über rechts das Spielgerät aus rund 16 Metern an den langen Pfosten (17.). Nach einem Freistoß war es dann Michael Plänitz, der aus 15 Metern knapp über die Querlatte des SVS köpfte. In der 35. Minute ließ Tobias Kordick die ASV-Spieler samt Anhang jubeln: Nach einem Freistoß von der rechten Seite nahm Kordick den Ball aus rund 20 Metern per Drehschuss direkt aus der Luft ab und platzierte ihn unhaltbar für Jan Kowalewski im SVS-Kasten. Ein sehenswerter Treffer, der dem ASV Auftrieb gab.

Denn in den verbleibenden Minuten bis zur Halbzeitpause waren es die Gastgeber, die druckvoller agierten und durch Johannes Bierlmeier (39.) sowie Kordick (42.) noch zu zwei Chancen kamen, ihre Führung auszubauen.

Zur Halbzeit nahm Gerd Klaus zwei Wechsel vor: Für Verteidiger Nico Moos kam David Ekern als zweite Sturmspitze, den wirkungslosen Manfred Strobel ersetzte Raffael Kobrowski. Diese Entscheidungen zeigten sofort ihre Wirkung, dominierte der SVS doch vom Wiederanpfiff weg die kommenden 20 Spielminuten.

Ball zischte am Tor vorbei

So hätten zweimal Knorr (47., 49.) sowie Ekern (65.) für den Ausgleich sorgen können – doch jeweils klärte der bärenstarke ASV-Keeper Stefan Riederer. Das hätte sich beinahe gerecht, als Chams Kordick in der 78. Minute aus 20 Metern abzog. Sein strammer Schuss zischte aber knapp am Torwinkel vorbei.

Besser machte es Olschewski. Nachdem der Ball nach einem 25-Meter-Freistoß Mergim Bajramis von der Querlatte zurück ins Feld flog, reagierte der SVS-Mann am schnellsten und schoss aus zwölf Metern zum 1:1 ein. Es war der späte, letztlich auch leistungsgerechte Ausgleich.

So geht es weiter

  • Gegner:

    Der Gegner der Mannschaft von Trainer Gerd Klaus wird dann der ATSV Erlangen sein.

  • Anpfiff:

    Die Begegnung am 4. Oktober in Seligenporten wird um 19 Uhr angepfiffen.

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