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Bayernliga

Seligenporten unterliegt Vilzing erneut

Nach der Pokalniederlage reißt bei den Klosterern gegen den Gast aus dem Bayerischen Wald auch die Siegesserie in der Liga.
Von Udo Weller

Wie schon im Pokal mussten sich Manfred Strobel (re.) und seine SVS-Kameraden nun auch in der Liga der DJK Vilzing beugen. Foto: Udo Weller
Wie schon im Pokal mussten sich Manfred Strobel (re.) und seine SVS-Kameraden nun auch in der Liga der DJK Vilzing beugen. Foto: Udo Weller

Seligenporten.Nach einer rassigen und intensiven Partie verliert der SV Seligenporten gegen die DJK Vilzing mit 1:2 (0:1) und muss nach sechs Siegen in Folge seine erste Saisonniederlage einstecken.

Bei den Klosterern nahm der leicht angeschlagene Bernd Rosinger zunächst auf der Bank Platz. Während Mergim Bajrami die Rolle des zentralen Stürmers übernahm und Marco Wiedmann sowie Armin Bindner jeweils eine Position nach vorne rückten, bekleidete Nico Moos die Rolle des zweiten Innenverteidigers. Er und seine Kameraden waren sofort um Spielkontrolle bemüht.

War der Ball drin oder nicht?

So verbuchte Tim Olschewski eine gute Chance, als er einen Wiedmann-Freistoß knapp am Tor vorbeiköpfte (5.). Mächtig Aufregung dann nach einer guten Viertelstunde: Nach einem Eckball von Wiedmann und anschließendem Getümmel im Strafraum, titschte der Ball an den rechten Pfosten, um dann wohl mit vollem Umfang hinter der Torlinie parallel zu ihr entlang zu rollen. Zum Entsetzen der Klosterer sahen Schiedsrichter Alexander Arnold und sein Linienrichter auf der Tribünenseite dies anders und versagten dem Tor die Anerkennung.

„Die erste halbe Stunde war von uns überragend, leider wird das Tor nicht gegeben. Dann haben wir etwas den Faden verloren. In der zweiten Hälfte haben wir stark gekämpft, aber kein Glück gehabt.“

Gerd Klaus, SVS-Trainer

Sechs Minuten später spielten die Gäste ihre ganze Klasse aus und krönten ihre erste richtige Torchance mit der Führung. Eine Flanke von Lucas Chrubasik über das ganze Feld spielte der auf dem rechten Flügel durchstartende Ivan Milicevic zurück ins Zentrum, wo André Luge aus etwa zwölf Metern zum 1:0 einschob. Kurz danach hatte Wiedmann den Ausgleich auf dem Fuß, schoss aber über die Latte.

Vilzings magisches Dreieck

Nun kam Vilzing immer stärker auf. Insbesondere das „magische Dreieck“ um Zentrumspieler Fabian Trettenbach sowie den beiden Offensiv-Zauberern Milicevic und Luge wirbelte die SVS-Abwehr nun mächtig durcheinander. Während der eine an SVS-Keeper Jan Kowalewski (29.) scheiterte, lies der andere das Außennetz erzittern (31.). Danach kratze Andreas Schuster einen Milicevic-Freistoß von der Linie (37.). In der nun immer härter und auch emotionaler geführten Partie kassierte der bereits verwarnte Matthew Loo kurz vor der Pause wegen Ballwegschlagens die gelb-rote Karte. Ein Mann weniger und gegen einen bärenstarken Gegner im Rückstand – die Klosterer mussten sich nun etwas einfallen lassen.

„Die erste Halbzeit war gut. Danach haben wir uns viel zu stark hineindrücken lassen, hatte aber auch Chancen zur Entscheidung.“

Christian Stadler, Vilzing-Coach

Dies tat dann Trainer Gerd Klaus auch und ersetzte Defensivmann Bindner durch Stürmer Rosinger. Diese Maßnahme hatte zur Folge, dass der SVS wesentlich höher stand, dabei aber auch stets die Gefahr in Kauf nehmen musste, einen Konter zu kassieren. Richtig turbulent wurde es dann in der 66. Minute. Durfte sich der SVS noch ärgern, dass Bajrami mit einem Schuss aus dem Hinterhalt an einem auf der Linie postierten Gegenspieler scheiterte, konnten sie sich im unmittelbaren Gegenzug bei Kowalewski bedanken, der im Duell mit Luge nervenstark die Oberhand behielt. Einen Ballverlust der Hausherren in der Vorwärtsbewegung brachte dann das 2:0 für Vilzing, nachdem der von Luge bediente Milicevic per sehenswertem Lupfer über Kowalewski hinweg vollstreckte. Gerd Klaus setzte nun mit der Hereinnahme von David Ekern auf totale Offensive. Dieser fügte sich gleich prächtig ein, als er Rosinger anspielte, der die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie zum 2:1 drückte.

Der SVS mit einem Sturmlauf

Nun startete Seligenporten einen Sturmlauf und heizte den Vilzingern mächtig ein. Trotz Unterzahl schnürte der SVS seinen Widersacher in dessen eigener Hälfte fest. Angriff um Angriff brandete auf das Tor, die zuvor so geordnet agierende DJK rutschte von einer Verlegenheit in die andere. So wurde ein Freistoß von Wiedmann noch so eben zur Ecke geklärt, bevor Christian Knorr DJK-Keeper Max Putz mit einem Kopfball prüfte. Putz entschärfte dann auch einen Ekern-Knaller. Obwohl es am Ende dennoch die erste Niederlage setzte, bleiben für die Klosterer zwei positive Erkenntnisse: Nämlich zum einen, dem wohl besten Team der Liga einen packenden Kampf geliefert zu haben und zum anderen, noch immer an der Tabellenspitze zu stehen.

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