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Eishockey

Skille gelingt ein Einstand nach Maß

Der Neuzugang der Nürnberg Ice Tigers erzielt drei Tore.
Von Christian Rupp

Jack Skille (rechts) – hier im Nationaldress mit Chris Porter – erzielte für die Thomas Sabo Ice Tigers drei Tore.  Foto: Filip Singer/dpa
Jack Skille (rechts) – hier im Nationaldress mit Chris Porter – erzielte für die Thomas Sabo Ice Tigers drei Tore. Foto: Filip Singer/dpa

Nürnberg.Er kam, sah und siegte! Mit Neuzugang Jack Skille ist auch der Erfolg zu den Thomas Sabo Ice Tigers zurückgekehrt. Der Stürmer fügte sich mit drei Toren und einem verwandelten Penaltyschuss ein. Dass er überhaupt in Nürnberg spielt, ist „einem komischen Zufall“ zu verdanken.

Zwei Siege an einem Wochenende? Das gab es für die Ice Tigers zuletzt Mitte Dezember. Nun aber meldete sich Nürnberg mit einem 3:2 nach Penalty am Freitag bei der Düsseldorfer EG sowie einem 6:3 am Sonntag gegen die Kölner Haie in der Erfolgsspur zurück. Durch die Ausbeute von fünf von sechs möglichen Punkten kletterten die Franken zurück auf einen Playoff-Rang (10.) und sind in direkter Schlagdistanz zu den Plätzen neun und acht.

Einen maßgeblichen Anteil am Aufschwung hatte Ice-Tigers-Neuzugang Jack Skille: In Düsseldorf wurde er mit zwei frühen Toren (3., 6.) sowie einem Treffer im späteren Penaltyschießen zum ultimativen Matchwinner. Und auch gegen Köln reihte er sich neben den beiden Doppelpackern Brandon Buck (14., 55.), Will Acton (15., 50.) sowie Eugen Alanov (54.) in die Torschützenliste ein (38.).

„Nein, es hätte definitiv nicht besser laufen können“, freute sich Skille über einen traumhaften Einstand in der Noris. „Ich dachte, dass ich etwas Eingewöhnungszeit brauchen würde, aber die Jungs neben mir setzen mich gut in Szene, und ich habe das Glück beim Abschluss.“ Auch Nürnbergs Trainer Kurt Kleinendorst war begeistert vom 32-jährigen US-Amerikaner: „Ich wusste, dass er uns helfen würde. Er ist ein guter Hockey-Spieler, der viel Erfahrung und Energie in unsere Kabine gebracht hat.“

Dass Skille überhaupt den Weg in die Frankenmetropole fand, ist „einem komischen Zufall“ zu verdanken, wie Kleinendorst verriet: „Jacks Frau und meine Tochter sind enge Freundinnen. Meine Tochter hat mich angerufen und von einem Spieler erzählt, den ich unbedingt treffen sollte. Sie sagte, dass er uns sicher helfen kann. Also habe ich mich mit Jack auf ein Bier zusammengesetzt. Er hat mir von seiner Zeit in der Schweiz erzählt, was eine schreckliche Erfahrung für ihn war. Er war fertig, mit seiner Karriere am Ende. Wir hätten ihn gerne schon im Sommer verpflichtet und haben ihm ein Angebot gemacht, doch er war noch nicht bereit. Wir sind aber in Kontakt geblieben. Vor ein paar Monaten habe ich dann eine Nachricht von ihm bekommen, dass er bereit ist, zu spielen.“

Also wandte sich Kleinendorst an die Ice Tigers und holte den Stürmer mit dem Monster-Schuss. „Jack hat einfach jemanden gebraucht, mit dem er reden konnte“, fasste Kleinendorst mit leuchtenden Augen zusammen und musste dann selbst lachen: „Und meine Tochter hat geholfen, dass der Transfer geklappt hat.“

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