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SV Pölling: Thomas Brunner geht

Der Neumarkter Kreisligist und sein Trainer trennen sich am Saisonende. Auch Abteilungsleiter Norbert Mursch hört auf.
Von Michael Zeh

Pöllings Übungsleiter Thomas Brunner geht am Saisonende. Archivfotos: Zeh
Pöllings Übungsleiter Thomas Brunner geht am Saisonende. Archivfotos: Zeh

Neumarkt.Der Kreisligist SV Pölling und sein Übungsleiter Thomas Brunner gehen am Ende der laufenden Saison getrennte Wege. Das gab der Verein jetzt bekannt. Ausdrücklich betonte der Klub die „sehr gute und von bester Harmonie geprägte Zusammenarbeit zwischen dem SV Pölling und Trainer Thomas Brunner“.

Und auch das ehemalige Club-Urgestein ist voll des Lobes über das Umfeld und die Arbeit mit seinen Schützlingen: „Wir gehen nur im Guten auseinander. Ich habe hier vier schöne Jahre gehabt und werde immer gerne daran zurückdenken“, versichert Pöllings Coach. Allerdings könne ein neuer Mann an der Seitenlinie vielleicht einen Motivationsschub bei der Mannschaft bewirken, man kenne sich eben schon recht lange und die eingeschlagenen Wege seien möglicherweise ziemlich ausgetreten.

Ein Freund klarer Verhältnisse

Negative Auswirkungen auf die Leistungsbereitschaft seiner Elf durch die Bekanntgabe seines Weggangs befürchtet er nicht, vielmehr ist der 56-Jährige ein Freund klarer Verhältnisse und lässt gleichzeitig keine Zweifel darüber aufkommen, „bis zum letzten Spieltag alles reinzuhauen“.

Auch das Team nimmt er in die Pflicht: „Ich kenne meine Jungs und bin sicher, dass sie die Saison anständig zu Ende bringen. Immerhin ist der zweite Tabellenplatz noch drin für uns und damit die Relegation. Außerdem wollen wir ganz einfach besseren Fußball spielen. Bei der Trainingsbeteiligung sehe ich darüber hinaus noch etwas Luft nach oben“, nennt Thomas Brunner einige Zielsetzungen für die restliche Spielzeit, die im Einzelnen noch mit der sportlichen Leitung abzuklären seien.

Alpenüberquerung im Visier

Konkrete Pläne für die Zukunft hat der Ex-Bundesliga-Profi noch nicht. Tatsächlich kann er sich vorstellen, das runde Leder zunächst einmal links liegen zu lassen und sich seinen Hobbys zu widmen. Der leidenschaftliche Skifahrer und Bergsteiger erzählt begeistert von seinen Touren und will in absehbarer Zeit eine Alpenüberquerung ins Visier nehmen. „Ich werde mir erst mal eine Auszeit gönnen, wenn nix kommt, ist es auch schön“, gibt sich Thomas Brunner entspannt mit Blick auf seine anderen Aktivitäten. Und: „Ein Enkelkind ist schließlich mittlerweile auch da.“

Neben der Neubesetzung des Traineramtes steht beim SV Pölling eine weitere, vorrangige Personalie auf der Agenda. Konkret geht es um die Neuwahl des Fußball-Abteilungsleiters im Rahmen der Hauptversammlung am 18. Januar.

Norbert Mursch steht nach sechsjähriger Tätigkeit an der Spitze der Pöllinger Kicker nicht mehr für den Posten des Abteilungsleiters zur Verfügung. „Leicht ist mir dieser Entschluss nicht gefallen. Aber nachdem ich bereits vor zwei Jahren nur noch einmal angetreten bin, weil sich kein anderer gefunden hat, wird es langsam Zeit. Ich stehe kurz vor der Pensionierung und bin der Meinung, man sollte ein Amt nicht aussitzen sondern rechtzeitig für einen Nachfolger sorgen. Den haben wir jetzt gefunden“, erläutert Norbert Mursch, der verständlicherweise noch keinen Namen nennen will, solange die Wahl nicht offiziell über die Bühne gegangen ist.

Klar ist aber auch, dass der SV Pölling ohne Mursch schwer vorstellbar ist. Soll heißen: Der „Macher“ des Kreisligisten wird in Zukunft nicht komplett außen vor sein. Seine Kenntnisse und Erfahrung sind und bleiben für den Verein überaus wichtig.

Für den aktuellen Kader erhofft er sich einen „Kick“ durch die Tatsache, dass der SV frühzeitig die Weichen in die Zukunft stellt und die anstehenden Personalien offen kommuniziert. Die letzten eineinhalb Jahre seien sportlich schwierig gewesen, gibt Norbert Mursch unumwunden zu.

Der Abstieg vergangene Saison aus der Bezirksliga kam unerwartet, zumal die „Erste“ in den Spielzeiten davor immer in der oberen Tabellenhälfte zu finden war. Aktuell läuft es recht ordentlich für den Sechsten der Kreisliga Nord. „Wir haben noch die Option auf Rang zwei“, erklärt Mursch und stellt neben der sportlichen Konsolidierung gleichzeitig den großen Zusammenhalt und respektvollen Umgang untereinander innerhalb der Abteilungsleitung während seiner Amtszeit heraus.

Gerne erinnert er sich an seine turbulent verlaufene erste Saison als „Chef“: „Ich wurde im Januar gewählt. Wir waren damals im Mittelfeld platziert und hatten zehn Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter. Im ersten Spiel kassierte die Elf in Greding drei Rote Karten. Dennoch holten wir uns zum Schluss mit sechs Punkten Vorsprung die Meisterschaft und stiegen in die Bezirksliga auf. Die sportliche Wende war natürlich ein perfekter Start für mich und ich denke, auch ein Scherflein zum Erfolg beigetragen zu haben“, lässt Norbert Mursch den Beginn seiner Tätigkeit als Abteilungsleiter des SV Pölling noch einmal Revue passieren.

In den folgenden Jahren ging es unter seiner Regie weiter aufwärts mit den „Grünen“.

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