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SV Seligenporten: Drei Neue fürs Kloster

Neben den erfahrenen Armin Bindner und Rückkehrer Christian Knorr lauert Nachwuchsmann Sam Zander auf seine Chance.
von Udo Weller

Co-Trainer Florian Beck mit Armin Bindner, Sam Zander, Christian Knorr sowie dem sporlichen Leiter Michael Pfeifer (v.l.)Fotos: Udo Weller
Co-Trainer Florian Beck mit Armin Bindner, Sam Zander, Christian Knorr sowie dem sporlichen Leiter Michael Pfeifer (v.l.)Fotos: Udo Weller

Seligenporten.Eines der wohl größten Fußball-Märchen überhaupt ist das von einer geruhsamen Winterpause. Denn wie so viele andere Vereine nutzen auch die Verantwortlichen des SV Seligenporten diesen Zeitraum intensiv, um auf dem Transfermarkt Ausschau zu halten. Bisher wurden die Klosterer dort dreimal aktiv.

So streift künftig Armin Bindner das Klostertrikot über. Bindner ist in der Region bestens bekannt, spielte er doch immerhin mehr als sieben Jahre beim Lokalrivalen ASV Neumarkt und fungierte dort auch lange Zeit als Kapitän. „Nach meinem Abschied aus Neumarkt war der SV Seligenporten die einzig adäquate Option für mich“, wollte der 28-Jährige sportlich keinesfalls Abstriche machen.

Ein Schritt nach vorne

In tabellarischer Hinsicht ohnehin ein Schritt nach vorne ist Bindner, der die Spiele des SVS des Öfteren von der Tribüne aus beobachtete, auch von der Qualität seines künftigen Vereins absolut überzeugt. „Die Mannschaft besitzt eine extrem hohe Qualität und ist immer bestrebt, technisch guten Fußball zu spielen. Weil mir dies sehr entgegenkommt, freue ich mich richtig darauf, bald dazu meinen Teil beitragen zu können.“

Als Wirtschaftsingenieur eines großen mittelständischen Unternehmens in der Nähe von Ingolstadt voll im Berufsleben stehend, sieht der Defensivmann seine sportliche Entwicklung noch längst nicht am Ende. So sieht er den SVS als optimale Plattform, um sich dort als Fußballspieler „in allen Bereichen“ verbessern zu können. Darüber hinaus ist dem zwar in Schwabach gemeldeten, tatsächlich aber sehr oft bei seiner Freundin in Unterferrieden weilenden Bindner ein funktionierendes Vereinsumfeld sehr wichtig.

Hier Gegner, spielen Knorr (r.) und Olschewski künftig zusammen.
Hier Gegner, spielen Knorr (r.) und Olschewski künftig zusammen.

„Mit Armin haben wir einen gestandenen Führungsspieler in unseren Reihen, der uns sicher weiterbringt“, macht der sportliche Leiter Michael Pfeifer aus seiner Freude über diese Personalie keinen Hehl.

Ist Bindner ein „echter“ Neuzugang, kann Christian Knorr dagegen schon auf eine sehr beachtliche Portion Kloster-Erfahrung zurückblicken. Im Sommer 2008 von der U19 der SpVgg Fürth gekommen, kickte Knorr bis 2014 – mit einem Jahr Unterbrechung bei der SpVgg Bayern Hof – beim SVS. Mit insgesamt 103 Punktspielen ist er noch heute in den Top Ten der Akteure mit dem meisten Spielen für die Klosterer seit deren ersten Bayernligaaufstieg vertreten.

Nach drei Jahren beim FC Amberg, wechselte er zur DJK Ammerthal, bei der er in 18 Monaten nicht zuletzt wegen eines Kreuzbandrisses nur 21 mal auflief. Zur Rückkehr trägt auch der familiäre Hintergrund bei. In Thalmässig zuhause, muss der in Roth im Zentrallager in der Verwaltung eines großen Discounters beruflich tätige 29-Jährige nunmehr nur noch etwa die Hälfte an Wegstrecke zum Training zurücklegen. Die dadurch gewonnene Zeit soll seiner eineinhalb Jahre alten Tochter zugutekommen.

Beim SVS spielt der auf allen Offensivpositionen variabel einsetzbare pfeilschnelle Rechtsfuß künftig mit seinem Schwager Marco Wiedmann zusammen. Fungiert dieser längst als unumstrittener Stammspieler, legt Knorr seinen Fokus erst einmal darauf, in bekannter Umgebung wieder Fuß zu fassen: „Ich möchte nach meiner Verletzung wieder Spielzeit bekommen, damit ich dazu beitragen kann, dass wir am Saisonende möglichst gut dastehen.“ Ein Vorhaben, welches sich ganz mit den Vorstellungen von Pfeifer deckt: „Christian soll wieder das Niveau erreichen, das er bei uns schon einmal hatte.“

Ebenso wie Knorr ist auch Sam Zander im Angriff überall zuhause. Damit sind die Ähnlichkeiten allerdings auch schon ausgeschöpft. Verfügt Ersterer über den klaren Anspruch, zeitnah als Stammspieler zu fungieren, ist der 18 Jahre zählende Zander, der von der A-Jugend des TSV Buch kommt, eher eine Verpflichtung für die Zukunft.

„Sam ist ein Nachwuchsspieler, von dem wir uns einiges erhoffen“, so Pfeifer. Derzeit in Ausbildung als Veranstaltungskaufmann begreift der Youngster auch sein Engagement beim Bayernligisten erst einmal als Lehrzeit: „Natürlich habe ich den Wunsch, so viel wie möglich zu spielen. Ich weiß aber auch, dass ich mich erst einmal hinten anstellen und an die gestiegenen Anforderungen gewöhnen muss.“

Notstand bei den Torhütern

Insgesamt beurteilt Pfeifer die Abgänge von Abwehrmann Tobias Kramer (1. SC Feucht) und Mittelfeldspieler Tim Wunderlich (längerer Auslandsaufenthalt) nicht nur als kompensiert, er macht sogar eine „Steigerung unserer Qualität“ aus.

Akuter Handlungsbedarf besteht nach dem Abschied von Simon Kunze allerdings auf der Position des Torhüters, auf der es mit Dominik Dachs nur noch einen Spieler gibt. Die Verhandlungen sind zwar schon recht weit gediehen, ein endgültiger Abschluss steht aber noch aus. Darüber hinaus wäre der SVS nicht abgeneigt, den Kader noch mit einem weiteren Feldspieler zu ergänzen.

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