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Bayernliga

SVS bläst Abtswind vom Platz

Seligenporten feierte einen 5:0-Kantersieg. Es war der höchste Auswärtserfolg seit der Bayernligapremiere 2008/09.
von Udo Weller

Außenverteidiger Matthew Loo (2.v.l.) beteiligte sich mit dem 2:0 am Torreigen des SV Seligenporten. Foto: Udo Weller
Außenverteidiger Matthew Loo (2.v.l.) beteiligte sich mit dem 2:0 am Torreigen des SV Seligenporten. Foto: Udo Weller

Seligenporten.Erst effizient, dann elegant: Der SV Seligenporten holt sich beim TSV Abtswind mit einem 5:0 (3:0)-Kantersieg den höchsten Auswärtserfolg seit dem erstmaligen Aufstieg in die Bayernliga 2008/09. Im Vergleich zum 3:1-Sieg gegen Großbardorf wechselte Trainer Gerd Klaus auf zwei Positionen. Für Armin Bindner (China-Aufenthalt) rückte Nico Moos in die Innenverteidigung und im Sturm ersetzte David Ekern den am Knöchel lädierten Bernd Rosinger.

Dass am Ende der Partie ein solch klarer Erfolg herausspringen sollte, war zu Beginn nicht absehbar. Vielmehr presste der TSV Abtswind zunächst, was das Zeug hielt, und machte die Räume konsequent eng. Der Gast kam mit dieser mutigen Spielweise überhaupt nicht zurecht und brachte keine klare Aktion zustande. In der achten Minute hätte der TSV der Partie einen womöglich komplett anderen Verlauf geben können, als Michael Dietl alleine auf Torhüter Jan Kowalewski zusteuerte. Der aber behielt die Nerven und blockte im Herauslaufen Dietls Schuss mit dem Körper ab.

Erster Angriff bringt Führung

Vermissten die 150 Zuschauer bislang ernsthafte Angriffsaktion des SVS, so brachte die erste prompt die Führung. Nach einer schönen Seitenverlagerung von Andreas Schuster zu Matthew Loo, bediente der Christian Knorr. Die Nummer Neun nahm aus etwa 20 Metern Maß und markierte mit einem Schlenzer das 1:0 (15.). Die Heimelf ließ sich davon jedoch nicht beirren, sondern verbuchte weiterhin mehr Spielanteile. Auf das Resultat wirkte sich dieser Umstand allerdings nicht aus, versuchte es Abtswind doch meist mit hohen Bällen in den Strafraum – gegen die großgewachsene Klosterer-Abwehr ein untaugliches Mittel.

Eine dieser abgewehrten Hereingaben landete über Umwegen bei Knorr, der sofort den auf den rechten Flügel durchgelaufenen Loo anspielte. Im Duell mit Severo Sturm eigentlich schon unterlegen, eroberte Loo das Spielgerät mit einem energischen Einsatz zurück, um es aus 16 Metern zum 2:0 (25.) in den linken Winkel zu befördern.

Stimmen zum Spiel

  • Abtswind: Trainer Mario Schindler: „Unser Plan, nach vorne zu spielen, ist anfangs gut aufgegangen. Nach dem 3:0 hat der SV Seligenporten uns dann aber keine Chance mehr gelassen.“

Mit dem Mut der nun schon allmählich um sich greifenden Verzweiflung versuchte Abtswind alles, um nochmal in die Partie zurückzukommen, brachte aber außer einem Schuss von Dietl, der beträchtlich über die Latte rauschte, nichts Konstruktives zustande. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte zog Mergim Bajrami dann endgültig den Stecker, als er aus gut 30 Metern mit voller Wucht abzog und unhaltbar zum 3:0 einnetzte.

Krönte der SVS im ersten Durchgang jeden Angriff mit einem Tor, so bekam diese Statistik dann einige Makel. So brachte David Ekern in bester Position nur einen harmlosen Roller zustande (49.) und Knorr schickte den Ball knapp über das Gebälk (51.), bevor Bajrami nach einem famosen Solo am nicht minder toll reagierenden Keeper Felix Reusch scheiterte (57.).

Klosterer mit viel Spielfreude

Dies täuschte jedoch nicht darüber hinweg, dass die Klosterer alles im Griff hatten und ihre gesamte Spielfreude auslebten. Weniger Technik sondern all seine Physis warf Ekern in die Waagschale, als er sich auf der linken Seite durchtankte, in die Mitte zog und derart wuchtig abzog, dass Reusch die Kugel zwar noch berührte, den Einschlag zum 4:0 (65.) aber nicht mehr verhindern konnte. Der äußerst sehenswerte Schlusspunkt war Bajrami vorbehalten. Im zweiten Durchgang reihenweise seine Gegner narrend, ließ er zuerst seinen Gegner mit einer Drehung um die eigene Achse elegant aussteigen, um das Leder am machtlosen, weil auf dem falschen Fuß stehenden Reusch vorbei zum 5:0 (73.) in den Kasten zu streicheln.

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