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Bayernliga

SVS gewinnt schwieriges Spiel

In einer über lange Zeit völlig offenen Partie, werfen die Klosterer Don Bosco Bamberg mit einem Doppelschlag aus der Spur.
Von Udo Weller

Hiergeblieben: Nicht nur Christian Knorr (2. v.li.) bekam den heftigen Widerstand der Bamberger zu spüren. Foto: Udo Weller
Hiergeblieben: Nicht nur Christian Knorr (2. v.li.) bekam den heftigen Widerstand der Bamberger zu spüren. Foto: Udo Weller

Seligenporten.Mit einem 3:0 bei der DJK Don Bosco Bamberg gewinnt der SV Seligenporten auch sein viertes Saisonspiel. Allerdings trügt das klare Resultat über den tatsächlichen Spielverlauf hinweg, waren die Hausherren doch lange Zeit zumindest gleichwertig. „Das war für uns ein glücklicher Sieg, In einem Spiel, das lange auf der Kippe gestanden war. Wir sind in der Offensive lange nicht durchgekommen. Zum Schluss aber war sogar ein höherer Sieg möglich“, gab SVS-Trainer Gerd Klaus hinterher zu Protokoll.

Zunächst aber beherrschten die im Gegensatz zur Vorwoche auf zwei Positionen veränderten Klosterer – Tim Fierus spielte für Nico Moos in der Innenverteidigung und David Ekern machte für Bernd Rosinger im Sturm Platz – das Geschehen. Echte Gelegenheiten sollten aber lange ausbleiben. So tickte bereits die 20. Minute, als Mergim Bajrami zu Rosinger durchsteckte, dessen Schussversuch aber zur Ecke geklärt wurde. Kurz danach kam Raffael Kobrowski bei einem Zuspiel von Bajrami zu spät.

Widmeten sich die Gastgeber bis dahin nur der Abwehrarbeit, trauten sie sich nun allmählich aus ihrem Schneckenhaus heraus. So hätte Simon Allgaier nach einem Sturmlauf durch das Mittelfeld fast die Bamberger Führung erzielt, verfehlte jedoch mit seinem Schuss knapp das von Jan Kowalewski gehütete SVS-Gehäuse.

Plötzlich auf Augenhöhe agiert

Nur zwei Minuten später war es erneut Allgaier, der mit einem Kopfball den Kloster-Keeper prüfte. Durch diese Aktionen mächtig an Selbstvertrauen gewonnen, agierten die Bamberger jetzt absolut auf Augenhöhe und machten sich daran, das Spiel selbst zu gestalten. Acht Minuten nach der Pause verpasste Michael Pfänder das 1:0, als sein aus spitzem Winkel getretener Freistoß erst den Pfosten touchierte und dann im Außennetz landete.

Wenig später sollte die nun völlig offene Partie einen dramatischen Richtungswechsel zugunsten des Gastes vollziehen. Matthew Loo zog von rechts nach innen und lupfte die Kugel in den Strafraum. Von einem Bamberger Spieler zunächst herausgeköpft, fing Kobrowski die Kugel ab, um sie auf Rosinger weiterzuleiten. Der wiederum bewies Übersicht und legte für Marco Wiedmann ab, welcher aus etwa 16 Metern zum 1:0 vollendete (64.).

Ehe die DJK die Gelegenheit bekam, sich von diesem Schock etwas zu erholen, schlugen die Klosterer zum zweiten Mal eiskalt zu. Rosinger tankte sich durch das Zentrum, um dann den auf dem rechten Flügel mitgelaufenen Kobrowski zu bedienen, dessen Knaller vermochte Torhüter Julian Glos nur ins Feld abzuwehren, wo Rosinger schon lauerte und aus kurzer Distanz zum 2:0 (67.) abstaubte.

Fortan beherrschte der SVS das Geschehen und drängte darauf, das Resultat weiter nach oben zu schrauben. Nachdem Loo und Kobrowski an Glos scheiterten, sollte sich dieser Wunsch durch ein kurioses Tor verwirklichen. Auslöser war ein Foul von Jannik Fippl an Loo im Strafraum. Den fälligen, von Wiedmann geschossenen Foulelfmeter, parierte Glos gedankenschnell mit einer Hand, doch der zurückspringende Ball landete bei David Ekern. Der vollbrachte dann das Kunststück, aus allernächster Nähe den rechten Pfosten anzuschießen, hatte dann aber Glück, dass die Kugel ihm von dort direkt in den rechten Fuß und schließlich zum 3:0 (90.+1) ins Tor sprang.

Weiter geht es für den SVS bereits an diesem Dienstag (19 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die SpVgg Bayern Hof. Dort schlagen die Wellen trotz der noch recht jungen Saison schon hoch. War der Start mit der 0:2-Niederlage beim ATSV Erlangen wohl noch zu verkraften, rechneten die Hofer zuhause gegen Ammerthal (1:1) sicherlich mit mehr als nur einem Zähler. Noch viel schwerer schlägt in diesem Zusammenhang jedoch die Verletzung von Martin Holek ins Kontor. Der Hoffnungsträger zog sich einen Muskelbündelriss zu und wird länger fehlen.

Ein spektakuläres Match

Eine Woche später unterlag man beim Aufsteiger FC Eintracht Bamberg in einem spektakulären Match trotz dreimaliger Führung mit 4:6. Tags darauf gab Trainer Alexander Spindler seinen sofortigen Rücktritt bekannt. Er erklärte hierbei, dass seine Entscheidung nicht aus sportlichen Gründen, sondern wegen der Differenzen mit einigen Verantwortlichen erfolgte.

Aktuell springt der sportliche Leiter Fulvio Bifano als Interimstrainer ein. Der erlebte mit einem 3:2 gegen den Würzburger FV einen erfolgreichen Einstand, was die Aufgabe für den SVS nicht unbedingt leichter macht.

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