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Bayernliga

SVS: Klaus fordert Leidenschaft ein

Nach zwei Niederlagen soll beim SVS gegen die Überraschungsmannschaft Eintracht Bamberg die Wende gelingen.
von Udo Weller

So wie hier von Raffael Kobrowski (links) praktiziert, will der SVS gegen Eintracht Bamberg mit Engagement zu Werke gehen. Foto: Udo Weller
So wie hier von Raffael Kobrowski (links) praktiziert, will der SVS gegen Eintracht Bamberg mit Engagement zu Werke gehen. Foto: Udo Weller

Seligenporten.Mit der Partie gegen den FC Eintracht Bamberg 2010 an diesem Samstag (14 Uhr) geht für den SV Seligenporten die Vorrunde zu Ende. Mit ihren 34 Zählern haben die Klosterer bereits jetzt die erfolgreichste Hinserie seit dem erstmaligen Aufstieg in die Bayernliga 2008 hingelegt.

Hauptverantwortlich dafür ist Trainer Gerd Klaus, dessen zweite Amtszeit vergangene Woche die 100-Tage-Schwelle überschritten hat. „Ich bin froh darüber, wieder beim SVS zu sein. Hier herrscht einfach eine familiäre Atmosphäre und auf die verantwortlichen Personen ist Verlass“, hat er den Schritt vom professionell geführten FC Schweinfurt 05 zurück in die Fußball-Provinz in keiner Phase bedauert. Auch was die Zusammenarbeit mit der Mannschaft anbelangt, ist er sehr zufrieden und bescheinigt ihr, dass sie immer versuche, ihr Bestes zu geben.

Dieses positive Fazit, will der Übungsleiter auch dadurch nicht getrübt sehen, dass der einstmals so komfortable Vorsprung an der Tabellenspitze fast komplett weggeschmolzen ist, wobei die zwei Zähler weniger auf dem Konto aufweisende DJK Vilzing sogar noch ein Spiel weniger aufweist.

„Wir hatten eine brutal gute Serie und sind vielleicht etwas überschätzt worden“, kommt für ihn der Leistungsknick mit nur einem Zähler aus den vergangenen drei Spielen nicht allzu überraschend. Die Dinge zu beschönigen, liegt ihm freilich ebenso fern: „Solche Fehler wie in Ammerthal dürfen nicht passieren. Wir waren mehrmals schon im Zweikampf drin, sind dann aber wieder herausgegangen. Zudem haben wir die Tore mit Stellungsfehlern begünstigt.“

Trainer im Zwiespalt

Dass es gerade die Leistungsträger sind, die mit unnötigen Ballverlusten so manch brenzlige Situation heraufbeschworen, macht die Sache nicht einfacher. „Vielleicht braucht der eine oder andere mal eine Pause, andererseits ist es aber sicherlich von Vorteil, über eine eingespielte Mannschaft zu verfügen“, legt Klaus seinen Zwiespalt dar.

Geht es für den SVS also nur darum, nach einer Leistungsdelle wieder Fuß zu fassen, hat der FC Eintracht Bamberg 2010 schon ganz andere Krisen gemeistert.

2010 als Nachfolger des insolventen 1. FC Eintracht Bamberg das Licht der Fußballwelt erblickend, musste der Klub sechs Jahre später abermals Zahlungsunfähigkeit anmelden. Den Verantwortlichen gelang es, den Verein wieder handlungsfähig zu machen. Mit dem Abstieg in die Bezirksliga ging dies allerdings zulasten der Konkurrenzfähigkeit auf dem Feld.

Am Tiefpunkt angelangt, tätigte der FC Eintracht 2010 mit der Verpflichtung von Michael Hutzler einen goldenen Griff. Mit ihm marschierten die Bamberger binnen zwei Jahre zurück in die Bayernliga.

Aus vorherigem Schaden klug geworden, richteten die Verantwortlichen das Hauptaugenmerk auf die Verpflichtung junger, auch aus der eigenen Jugend stammender Spieler. Angeführt vom erfahrenen und aus Schweinfurt zurückgekehrten Nicolas Görtler, sorgt der Aufsteiger bislang für mächtig Furore.

Mit 25 Zählern hat der FCE den angestrebten Klassenerhalt deutlich vor Augen und darf sich getrost mit dem Prädikat „Überraschungsmannschaft“ schmücken. „Dass Bamberg so weit oben steht, habe ich erwartet, denn sie verfügen über eine junge und spielstarke Mannschaft“, erweist Klaus dem Gegner seine Referenz.

Rosinger wohl mit dabei

Damit die Punkte aber dennoch im Kloster bleiben, will er eine Mannschaft sehen, die „ihre ganze Leidenschaft ins Spiel bringt“. Mit dabei dürfte dann auch wieder Stürmer Bernd Rosinger sein. Dieser hat seine Grippe auskuriert, aber nun plagen sich David Ekern und Armin Bindner damit herum. Je nachdem wie die Symptome abklingen, könnte vielleicht ein Platz auf der Bank im Bereich des Möglichen liegen.

SVS-Zahlenspiele

  • Ziemlich wenig: Die Gelb-Rote Karte in Ammerthal war für Marco Wiedmann in seinem 175. Spiel für den SVS der erste Platzverweis überhaupt. Fairer war nur Dominik Räder mit 224 Spielen ohne Feldverweis.

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