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SVS und die vier fatalen Minuten

Starke Klosterer gehen gegen den 1. FCN II mit einem Doppelpack in Führung, geben dann aber den Sieg noch aus der Hand.
Von Udo Weller

Der SVS (weiß, Alexander Freitag) war drauf und dran, den Club in die Knie zu zwingen, geriet dann aber selbst ins Straucheln.
Der SVS (weiß, Alexander Freitag) war drauf und dran, den Club in die Knie zu zwingen, geriet dann aber selbst ins Straucheln. Foto: Udo Weller

Seligenporten.In seinem letzten Testspiel vor dem Liganeustart bei der DJK Vilzing muss sich der SVS dem 1. FC Nürnberg II mit 2:4 (0:0) beugen. Club-Legende und Trainer Marek Mintal bezeichnete den Kontrahenten hernach als „guten Gegner, der uns lange richtig beschäftigt hat und auch zurecht in Führung gegangen ist. Allerdings haben wir nicht aufgegeben und das Spiel deshalb noch gewonnen“.

Mintal setzt auf Erfahrung

Mintal schickte eine Elf aufs Feld, die mit den beiden Bundesliga-erfahrenen Virgil Misidjan und Kevin Goden durchaus prominent besetzt war. Während der nach seinem Kreuzbandriss noch im Aufbau befindliche Misidjan nach einer halben Stunde das Feld räumte, heizte Goden den Klosterern mit zunehmender Dauer mächtig ein.

Dei Neuen beim SV Seligenporten: Fabio Deuerlein, Josip Bajic, Laurin Klaus (v. li.)
Dei Neuen beim SV Seligenporten: Fabio Deuerlein, Josip Bajic, Laurin Klaus (v. li.) Foto: Udo Weller

Zunächst einmal schalteten beide Teams in den Vorwärtsgang und sorgten für eine flotte Partie. Beide Teams suchten den Weg nach vorne. So verbuchten Raffael Kobrowski (10.) und Christian Schrödl (23.) für den SVS und auf gegnerischer Seite Misidjan (15., 22.) brauchbare Chancen. Mit der Zeit erarbeitete sich der Gast ein optisches Übergewicht, vermochte seinen lauf- und einsatzfreudigen Rivalen aber nicht zu überwinden.

Famoser Marco Janz

Insbesondere Marco Janz imponierte mit einer famosen Leistung. Am SVS-Kapitän zerschellten sämtliche Angriffe. Darüber hinaus dirigierte er seine Mannen und inszenierte so manchen Angriff. Nach der Pause erwischten die Klosterer mit einem Doppelschlag einen absoluten Traumstart. Den Anfang machte Laurin Klaus, der einen Konter mit dem 1:0 (49.) krönte. Nur eine Zeigerumdrehung später legte Christian Schrödl nach schöner Vorarbeit von Manfred Strobel das 2:0 nach.

Der FCN zeigte sich davon durchaus beeindruckt, gewann dann aber ab der 68. Minute radikal die Oberhand. Die nämlich läutete eine für die Klosterer fatale Phase ein, die sie um den Lohn ihrer bis dato sehr guten Arbeit bringen sollte. Den Anfang machte Goden, der eine Vorlage von Tim Latteier so trocken wie präzise zum 1:2 in den rechten Winkel knallte.

Die SVS-Neuzugänge

  • Josip Bajic: Im defensiven Mittelfeld vielseitig einsetzbar und ungemein schnell, kommt Bajic (20) vom ATSV Erlangen.

  • Laurin Klaus: Einst bei den Greuthern, überzeugt der Außenspieler (20) mit Dynamik und Technik.

Fast unmittelbar danach reklamierte die SVS-Abwehr nach einer Hereingabe von Goden wohl berechtigterweise auf Abseits und stellte kurzzeitig die Arbeit ein. Arman Ardestani scherte sich nicht darum, sondern netzte kühl bis ins Mark aus kurzer Distanz ein – 2:2 (69.). Beim SVS rumorte dieser nicht erfolgte Pfiff von Schiedsrichter Joshua Roloff noch immer gewaltig in den Köpfen, als der im Fünfer lauernde Goden mit dem 3:2 (71.) die Partie vollends umdrehte.

Club mit Oberwasser

Nun hatte der Club ganz klar Oberwasser und war bestrebt, den Vorsprung weiter auszubauen. Einmal mehr war es Ardestani, der die Abwehr aufriss und Goden in Szene setzte, dessen Schrägschuss David Paulus aber entschärfte (77.). Glück hatte der SVS-Goalie dann, als er einen Schuss von Tim Steinmetz ins Feld abklatschte und Mike Scharwath nur den rechten Pfosten traf (84.). Während Paulus dann gegen Scharwath wieder Sieger blieb (87.), stoppte er in der Schlussminute den allein auf ihn zustürmenden Thomas Schmidt mit unfairen Mitteln.

Den fälligen Elfer lochte Ardestani zum 4:2-Endstand ein. „Trotz der vier Gegentore, war es von uns eine gute Leistung“, war Innenverteidiger Andreas Schuster ungeachtet der vier fatalen Minuten zufrieden.

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