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Badminton

TSV besiegt den Rekordmeister

Freystädter setzen sich mit 4:3 gegen den 1. BV Mühlheim durch. Gegen Lüdinghausen hat der TSV mit 2:5 das Nachsehen.

Oliver Roth und Rasmus Bonde schlugen am Wochenende wieder für Freystadt auf.  Foto: Marcus Mehlich
Oliver Roth und Rasmus Bonde schlugen am Wochenende wieder für Freystadt auf. Foto: Marcus Mehlich

FREYSTADt.Zum Vorrundenabschluss schaffte der TSV Freystadt einen 4:3-Sieg gegen den deutschen Rekordmeister 1. BV Mülheim, verlor dann am Folgetag aber mit 2:5 gegen SC Lüdinghausen, wie der TSV Freystadt mitteilte.

Mit acht Punkten liegt der TSV auf dem neunten Tabellenplatz in der 1. Bundesliga, punktgleich mit Trittau aus Schleswig-Holstein. Zum Tabellenletzten, dem bayerischen Rivalen TSV Neuhausen-Nymphenburg haben die Freystädter weiterhin fünf Punkte Vorsprung, zum Tabellenvierten, dem 1. BC Bonn, beträgt der Rückstand nur drei Punkte. Teammanager Stephan Pistorius: „Das Tabellenbild verspricht eine spannende Rückrunde. Vom Erreichen der Playoffs, bis zum Abstieg ist alles möglich.“

Gegen Mülheim konnten die Freystädter seit langem wieder in Bestbesetzung antreten. Nur der Indonesier Fikri Hadmadi fehlte im Aufgebot. Erstmals dabei das fünfzehnjährige Freystädter Nachwuchstalent Katharina Rudert, das vor einer Woche in Konstanz südostdeutsche U-17-Meisterin wurde.

Im ersten Herrendoppel trafen Johannes Pistorius und Max Flynn auf das englische Doppel Callum Hemming und Tom Wolfenden. Der erste Satz ging mit 12:10 an die Freystädter, danach dominierten die Mülheimer die Folgesätze mit 11:7 und 11:6. Pistorius/Flynn schafften im vierten Satz, das Spiel zu ihren Gunsten noch mal zu drehen, gewannen mit 11:9 und waren auch im Entscheidungssatz mit 11:7 erfolgreich.

Zweite Überraschung

Die zweite Überraschung schafften Oliver Roth und Neuzugang Rasmus Bonde. Beide gehen ihrem Beruf nach, Oliver Roth als Staatsanwalt in Rosenheim und Rasmus Bonde als Logistikmanager in Nürnberg. Das wöchentliche Training beschränkt sich mittlerweile auf wenige Einheiten. Im Spiel gegen den Schotten Alexander Dunn und den Russen Konstatin Abramov zeigten sie, was Erfahrung, Spielverständnis und Technik ausmachen können. In vier Sätzen setzten sich die Altmeister Roth/Bonde mit 11:6, 11:7, 5:11 und 11:4 durch.

Extrem spannend verlief dann das Damendoppel. Kristin Kuuba und Serena Au Yeong gegen die Schottin Rachel Sugden und die deutsche Nationalspielerin Lara Käpplein. Im fünften Satz behielten die Freystädter die Nerven und gewannen das Spiel mit 11:9 zur 3:0-Führung. Danach begeisterte Leon Seiwald im ersten Einzel gegen den Inder Siddharath Thakur, auch wenn in diesem Match das Glück auf Mülheimer Seite war. Mit 10:12 unterlag Seiwald im Entscheidungssatz. Die Punkte im Mixed und dritten Einzel gingen an Mülheim zum Endstand von 4:3 für Freystadt.

Am Sonntag mussten die Freystädter auf Rasmus Bonde und Johannes Pistorius verzichten. So musste man in den Doppeln umstellen. Leon Seiwald spielte an der Seite von Max Flynn im zweiten Doppel gegen Kai Schäfer und Roman Zirnwald und Oliver Roth im zweiten Doppel mit Florian Waffler gegen Ex-Vizeweltmeister Robert Blair aus Schottland und Josche Zurwonne. Trotz der Umstellung harmonierten beide Freystädter Doppel hervorragend und gewannen ihre Spiele.

Nachdem Kristin Kuuba und Serena Au Yeong im Damendoppel unterlagen und auch Hannes Gerberich in drei Sätzen verloren hatte, folgte beim Spielstand von 2:2 das Dameneinzel zwischen Kristin Kuuba und Yvonne Li, derzeit die wohl besten Einzelspielerinnen der 1. Liga. Beide machen sich berechtigte Hoffnungen, in Tokio bei den Olympischen Spielen 2020 aufzuschlagen.

Li dominierte das Match

Das letzte Aufeinandertreffen hatte Kuuba gewonnen, doch dieses Mal dominierte die deutsche Meisterin Li von Anfang an das Spiel. In drei Sätzen gewann sie mit 11:5, 11:5, 11:7. Kuuba zeigte streckenweise erstklassiges Badminton und war auch mit ihrer Leistung zufrieden. Auch Li, Halbfinalistin der SaarLorLux open vor zwei Wochen, attestierte ihrer Gegnerin eine starke Leistung und bemerkte, dass sie alles geben musste, um zu gewinnen. Nachdem die restlichen Spiele an Lüdinghausen gingen, endete die Begegnung mit einer 2:5-Niederlage für die Oberpfälzer.

TSV Freystadt

  • Rückrunde:

    Am 20./21. Dezember beginnt die Rückrunde. Für die Freystädter wartet kurz vor Weihnachten ein langer Weg in den hohen Norden. Gegner sind dann der Tabellennachbar TSV Trittau (nahe Hamburg) und BW Wittorf-Neumünster.

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