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TSV Freystadt: Rückzug aus Bundesliga

Das Badminton-Team aus Freystadt wird in der kommenden Saison nicht mehr in der höchsten deutschen Liga antreten.

Der TSV Freystadt wird in der kommenden Saison nicht mehr in der Badminton-Bundesliga antreten. Foto: Mehlich
Der TSV Freystadt wird in der kommenden Saison nicht mehr in der Badminton-Bundesliga antreten. Foto: Mehlich

Freystadt.Was sich schon länger abgezeichnet hat, ist nun traurige Gewissheit: Ab der kommenden Saison wird sich der TSV Freystadt aus der 1. Badminton-Bundesliga zurückziehen. Dies teilte am Dienstag der sportliche Leiter, Stephan Pistorius mit.

„Auch letztes Jahr standen wir vor einer ähnlichen Situation und haben uns damals entschieden, weiterzumachen. Wir haben es uns jetzt bei dieser Entscheidung nicht leicht gemacht, sehen aber keine Alternative. Wir hatten vom DBLV (Anm. d. Red.: Deutscher Badminton Ligaverband) eine Fristverlängerung bezüglich Meldeschluss für die Saison 20/21 erhalten, die am Sonntagabend abgelaufen ist. Wir wollten den Spieltag noch abwarten und haben dann im Anschluss an das Spiel dem Ligaverband unsere Absage mitgeteilt“, erklärte Pistorius. Sportlich hätten die Freystädter die 1. Bundesliga mit hoher Wahrscheinlichkeit noch ein weiteres Jahr halten können. „Mit Blick auf die Tabelle und mögliche Relegationsgegner hätten wir es sportlich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit geschafft, die 1. Liga zu halten. Daher ist der Rückzug für uns wirklich bitter.“, so Pistorius, der die Gründe für die Entscheidung noch einmal erläutert.

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Sponsor fehlt

Trotz steigender Zuschauerzahlen haben es der Klub nicht geschafft, einen Hauptsponsor oder weitere größere Sponsoren zu gewinnen, um den Kader zu halten oder gar zu vergrößern. „Es hat sich in dieser Saison gezeigt, dass wir einfach über zu wenig bundesligareife Spieler verfügen“, macht der sportliche Leiter klar.

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Überdies sei zu erwarten, dass es in der kommenden Saison noch schwieriger werden wird. Laut Pistorius sind Freystadts Leistungsträger heiß umworben, würden aber dennoch gern bleiben. Da es für die Spieler aber oft ihre einzige Einnahmequelle bei hohen Kosten für ihre weltweiten Turnierteilnahmen ist, müsse der Klub akzeptieren, „wenn sie den Verein verlassen werden, wenn wir sie nicht adäquat fördern können“.

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Schulden kommen nicht in Frage

Beim TSV will man aber bewusst keine finanziellen Husarenritte wagen: „Wir sind aktuell einfach nicht in der Lage, was zu versprechen, was wir nicht halten kann. Ein Risiko einzugehen oder sogar Schulden zu machen kommt für uns nicht in Frage“, sagt Pistorius deutlich.

Beim letzten Heimspiel gegen Wipperfeld wollen die Freystädter Badminton-Cracks noch einmal mit dem kompletten Team antreten, um sich von Fans und Helfern zu verabschieden.

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