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Hallenfussball

TSV Wolfstein ist Kreismeister

Die Pöllet-Truppe siegte in einem hochklassigen Turnier. Der ASV Neumarkt enttäuschte als Schlusslicht des Turniers.
Von Hans Gleisenberg

  • Dominik Pöllet und Jens Beitelstein bei der Siegerehrung, die Kreisspielleiter Markus Huflesz (2.v.r.) vornahm. Fotos: Hans Gleisenberg
  • Die Spielgemeinschaft Möning/Rohr (in Gelb-Grün) verkaufte sich in ihrer Vorrundengruppe so teuer wie möglich. Foto: Hans Gleisenberg

NEUMARKT.Der TSV Wolfstein hat sich in einem dramatischen Finale mit einem 2:1 nach Sechsmeterschießen gegen den TSV 1860 Weißenburg den Hallenkreismeistertitel 2020 gesichert. Diese Endrunde ist auch zu einer gelungenen Premiere für die Halle des Willibald-Gluck-Gymnasiums in Neumarkt geworden. Alle am Kreisfinale teilnehmenden Vereine sowie Kreisspielleiter Markus Huflesz waren voll des Lobes für diese Sporthalle. Ebenso viel Lob von allen Seiten gab es an die Adresse des Ausrichters, den BSC Woffenbach.

Die Truppe um Peter Mursch hatte alles im Griff und sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Und auch die Stimmung ließ nicht zu Wünschen übrig. Und die gut 500 Schlachtenbummler feuerten ihre Teams mit Pauken und Fahnen teils frenetisch an.

In den Vorrundenspielen gab es eine große Überraschung, denn der ASV Neumarkt, seines Zeichens Landesliga-Spitzenreiter, scheiterte schon hier und blieb sieglos. „Schwamm drüber. Gut war, dass wir ohne Verletzungen aus dem Turnier gekommen sind“, lautete der Kommentar von ASV-Coach Benedikt Thier.

Der TSV 1860 Weißenburg setzte sich hier vor dem TSV Wolfstein und dem TSV Heideck durch. In der anderen Gruppe überraschten die Sportfreunde Hofstetten sehr positiv und belegten nur knapp hinter dem SV Unterreichenbach Platz zwei. Rednitzhembach wurde hier Dritter vor der SG Möning/Rohr.

Faire Spielweise

Schon hier waren rasante und kampfbetonte Spiele zu sehen, die aber die Grenzen des Erlaubten nur selten überschritten. Kreisspielleiter Huflesz machte hierzu eine treffende Bemerkung: „Die Zuschauer reden schon wieder mehr über die Schiedsrichter. Das ist ein Zeichen dafür, das Futsal schon in den Köpfen verankert ist.“ Man konnte dem beipflichten, denn die spielerische Komponente mit dem etwas verlangsamten Spielgerät fördert die spielerische Komponente.

Die Tatsache, dass alles im sportlichen Rahmen blieb, war auch der Aufmerksamkeit der insgesamt sechs Unparteiischen zu verdanken, die in den gute dreieinhalb Stunden Turnierverlauf alles im Griff hatten. Gegen 17.30 ging es am Samstag dann ans Eingemachte, denn die Platzierungsspiele standen auf der Agenda. Der siebte und achte Platz wurde per Sechsmeter-Schießen entschieden. Hier setzte sich die SG Möning/Rohr gegen den ASV Neumarkt mit 2:1 Treffern durch.

Das erste Halbfinalspiel war nichts für schwache Nerven, denn erst in den letzten Sekunden drehte der SV Wolfstein mit einer wahren Energieleistung die Partie gegen den SV Unterreichenbach und siegte mit 2:1 nach Treffern von Jens Beitelstein und Mirco Ziegler. Matchwinner war aber Joshua Schreiner der 90 Sekunden vor Schluss Kopf und Kragen riskierte und das 0:2 akrobatisch verhinderte. Somit zogen die „Siedler“ ins Finale ein.

Im zweiten Halbfinale konnte Weißenburg gegen die mit Herzblut kämpfenden SF Hofstetten erst in der Schlussminute den Sack zumachen und sicherte sich mit einem 4:2-Erfolg die Finalteilnahme.

Es folgte noch das Sechsmeterschießen um Platz fünf, das der TSV Heideck mit 2:1 für sich entschied. Im kleinen Finale bestätigten die Sportfreunde (SF) Hofstetten ihre gute Tagesform. Sie gaben trotz Rückstandes nie auf und retteten sich in letzter Sekunde ins Sechsmeterschießen. Und tatsächlich: Sie behielten hier gegen den SV Unterreichenbach mit 4:3 die Oberhand.

Wolfstein wie ausgewechselt

Die Vorzeichen fürs Finale gegen 1860 Weißenburg waren für den TSV Wolfstein wegen der 0:3-Niederlage in der Gruppenphase gegen den gleichen Gegner nicht besonders rosig. Doch TSV-Coach Dominik Pöllet ließ keine bange aufkommen. Sein Team zeigte denn auch eine klare Steigerung. Und so wurde das Endspiel zum „Finale Furioso“. Wolfstein eröffnete es mit einem fulminanten Schuss an die Latte.

In der Folge ging es rauf und runter. Auch Weißenburg hatte dann einen Pfostentreffer, aber das Leder wollte auch bei den 1860ern einfach nicht in den Kasten. So musste das Siebenmeterschießen die Entscheidung bringen. Hier hatte Wolfstein mit 2:1 das bessere Ende für sich. Doch der Jubel über den Sieg setzte erst mit Verzögerung ein, da sich die Schiedsrichter erst beraten mussten, ob alles schon vorbei sei.

Dominik Pöllet war dann im Gespräch mit dem Neumarkter Tagblatt überglücklich. Er lobte die Einsatzbereitschaft, die Team-Fähigkeit und die Leidenschaft, die seiner Meinung nach der Grundstein für den Erfolg seiner Mannschaft gewesen waren. Leider waren die Ränge bei der Siegerehrung nur noch sehr dünn besetzt, doch das tat der Freude im Wolfsteiner Lager keinen Abbruch.

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