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Fußball

TV Velburg will es besser machen

Der TVV geht als Kreisliga-Aufsteiger mit viel Zuversicht in die neue Saison. Der Klassenerhalt ist das klare Ziel.
Von Wolfgang Schön

Mannschaft und Verantwortliche beim TV Velburg vertrauen auf Trainer Jürgen Mederer (rechts). Fotos: Wolfgang Schön
Mannschaft und Verantwortliche beim TV Velburg vertrauen auf Trainer Jürgen Mederer (rechts). Fotos: Wolfgang Schön

Velburg.Der TV Velburg ist hochmotiviert. „Wir wollen und werden es diesmal besser machen als vor zwei Jahren, wo meine Mannschaft nach dem erstmaligen Kreisliga-Aufstieg einen katastrophal schlechten Saisonstart mit 4:27 Toren bei sechs Niederlagen in Folge hinlegte und daraus folgernd dann auch gleich wieder absteigen musste“, sagt Velburgs Trainer Jürgen Mederer. Es „besser machen“ zu wollen war für den Coach dann auch die Motivation dafür, nun nach dem Jahr Kreisklasse und dem sofortigen Wiederaufstieg in die Kreisliga auch eine vierte Saison als Trainer bei den Velburgern anzuhängen.

„Ich bin überzeugt, dass die Akteure dieser Mannschaft, die sich seit 2017 nicht wesentlich verändert hat, Kreisliga spielen können“, sagt Jürgen Mederer. Schon nach dem zweiten Spieltag hat der Aufsteiger dies eindrucksvoll bewiesen. Zum Saisonstart gab es zwar im Heimspiel gegen den SV Breitenbrunn eine 1:2 Niederlage, wobei wieder einmal individuelle Fehler für das Zustandekommen der Niederlage ausschlaggebend waren. Mederer weiß um dieses Manko seiner Mannschaft, in der derartige Fehler immer mal wieder zu Gegentoren führen, „aber wir arbeiten kontinuierlich daran und sprechen auch offen darüber mit dem Ziel, diese Unzulänglichkeiten abzustellen“, berichtet er.

Eines der besten Spiele

Dass es besser geht, hat der Aufsteiger dann am Sonntag beim hoch eingeschätzten Liga-Konkurrenten TV Riedenburg bewiesen. 4:2 stand es nach 90 Minuten für die Mederer-Elf – und das völlig verdient, wie der Trainerscheininhaber (Fußball B-Lizenz) ausführt. Es war wohl eines der besten Spiele, das eine Velburger Fußballmannschaft in den vergangenen fünf bis zehn Jahren abgeliefert hat, selbst vom Gegner gab es Anerkennung dafür.

Alles Eigengewächse, die sich voll und ganz mit dem Verein identifizieren – wo gibt es so etwas sonst noch.“

Jürgen Beer, Fußballabteilungsleiter TV Velburg

Da ließ sich das Team auch von einem zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand kurz nach der Halbzeit nicht aus dem Konzept bringen; und selbst ein verschossener Elfmeter brachte die TVV-ler nicht aus der Spur. Mit Spieleifer und großer Leidenschaft kämpfte die Mederer-Truppe um den Sieg und wurde letztendlich auch belohnt.

Das Sturmduo Michael Reinwald und Tobias Ferstl, der an diesem Tag überragend spielte, stellten mit jeweils zwei Toren den verdienten Sieg sicher. „Endlich haben wir uns für unseren Einsatz auch einmal belohnt“, freute sich der Trainer noch im Nachhinein für seine Mannschaft und weiß um das Selbstvertrauen, das so ein Spiel geben kann. „Nun gilt es aber, am kommenden Sonntag in der Heimbegegnung gegen die SpVgg Ramspau nachzulegen, damit wir dann richtig in der Kreisliga angekommen sind“, sagt der Trainer.

Die verantwortlichen Fußball-Funktionäre und Trainer beim TV Velburg: Spielleiter Jürgen Drescher, Abteilungsleiter Jürgen Beer und die Trainer Jürgen Mederer und Pascal Meier (von links)  Foto: Wolfgang Schön
Die verantwortlichen Fußball-Funktionäre und Trainer beim TV Velburg: Spielleiter Jürgen Drescher, Abteilungsleiter Jürgen Beer und die Trainer Jürgen Mederer und Pascal Meier (von links) Foto: Wolfgang Schön

Personell kann Mederer fast aus dem Vollen schöpfen, einzig Philipp Langner plagt eine Muskelverletzung, die es nun auszuheilen gilt. Maximilian Schmaußer musste am Sonntag frühzeitig verletzungsbedingt aus dem Spiel genommen werden, doch hier hofft Mederer, dass er beim nächsten Heimspiel schon wieder mit dabei sein kann. Viel Freude hatte man beim TVV zuletzt auch an Jonas Pürzer, der aus der A-Jugend gekommen ist und sich im Kader des Kreisligisten schnell integriert hat. Schon in den Vorbereitungsspielen und beim Kirchweihpokalturnier machte der junge Bursche aus St. Wolfgang auf sich aufmerksam. In Riedenburg wurde er dann vom Coach gleich ins kalte Wasser geworfen, und Pürzer machte seine Sache wiederum ausgezeichnet. „Solche Spieler brauchen wir“, sagt der TVV-Coach. Dies alles stärkt bei Jürgen Mederer die Gewissheit, „wir können es diesmal in der Kreisliga schaffen“.

Beide Spielklassen

Den Klassenerhalt würde Mederer als sportlich weitaus höher einstufen, als es die Kreisklassen-Meisterschaft und der Aufstieg waren. „Die beiden Spielklassen trennen Welten, sie sind überhaupt nicht miteinander zu vergleichen. Die jetzige Kreisliga ist eigentlich die frühere Bezirksliga“, ist der Lengenfelder überzeugt, der selbst bei seinem Heimatverein höherklassig gespielt hat und nun in seinem siebten Trainerjahr ist. Vor Velburg trainierte er drei Jahre den Neumarkter Kreisklassisten FSV Berngau.

Auch Velburgs Fußballabteilungsleiter Jürgen Beer ist felsenfest davon überzeugt, dass es der TV Velburg diesmal in der Kreisliga schaffen kann. „Die Mannschaft ist erfahrener als vor zwei Jahren, und sie hat Potenzial. Das einzige, was fehlt, ist vielleicht ein Akteur, der im Mittelfeld das Spiel noch besser lenken kann“, sagt der Abteilungsleiter. „Aber wir spielen mit dem, was wir haben“, betont Jürgen Beer und verweist darauf, das im aktuellen Kreisliga-Kader nur Spieler dabei sind, die beim TV Velburg auch das Fußballspielen erlernt haben.

Führung mit Erfahrung

Und noch eines hebt Jürgen Beer hervor. „In der Fußballabteilung des TV Velburg setzt man auf Kontinuität“. Beer selbst ist seit zwölf Jahren Abteilungsleiter, davor war er zehn Jahre im Fußball-Nachwuchsbereich tätig. Jürgen Drescher ist gar seit 14 Jahren Spielleiter und damit „Mädchen für Alles“ für erste und zweite Mannschaft. Mit Pascal Meier, ebenfalls ein TVV-Eigengewächs, hat man einen eigenen Trainer für die zweite Mannschaft, die seit dieser Saison eine A-Klassen-Spielgemeinschaft mit dem Nachbarn DJK-SV Lengenfeld eingegangen ist. Und mit Lukas Rappel ist erstmals auch die Position eines Fußball-Jugendleiters besetzt, der für alle Nachwuchsteam von den F-Schülern bis zu den A-Jugendlichen verantwortlich ist. „Die Zuständigkeiten sind also geregelt in der Abteilung, auch eine Voraussetzung dafür, dass die erste Mannschaft erfolgreich Fußballspielen kann“, sagt Jürgen Beer.

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