MyMz

Landesliga Mitte

Woffenbach gelingt Siegtor in 90. Minute

Weil der BSC den Sieg mit einem Tick Willen mehr angestrebt hat, gelang ihm gegen Burglengenfeld doch noch das 2:1 (1:1).
Von Lothar Röhrl

Akin Ülker war ein Aktivposten im BSC-Angriff. Foto: Neumayer
Akin Ülker war ein Aktivposten im BSC-Angriff. Foto: Neumayer

Woffenbach.Ein Fußballspiel dauert manches mal exakt 90 Minuten und keine Sekunde mehr. Das war am Feiertag in der Partie der Landesliga Mitte zwischen Aufsteiger BSC Woffenbach und dem ASV Burglengenfeld so. Nur gut aus Woffenbacher Sicht war, dass Schiedsrichter Tobias Fenkl einen Hang zur absoluten Pünktlichkeit hat, denn ausgerechnet 15 Sekunden, bevor die reguläre Spielzeit abgelaufen war, jagte BSC-10er Manuel Wastl als Krönung einer schnellen Kombination über Heinzlmair und Ülker das Leder flach ins rechte Ecke des vom guten Besenhard gehütete Burglengenfelder Tors.

Freilich: Bis zum aus Woffenbacher Sicht höchst erfreulichen Paukenschlag in der allerletzten Szene der Partie – Schiri Fenkl pfiff die Partie nicht mehr an – hätten sowohl die Hausherren als auch die Gäste ein 1:1 als Endergebnis unterschrieben. Denn dieses Remis bis 15 Sekunden vor Schluss entsprach den Spielanteilen und auch den Chancen. Woffenbach brachte mit dem Sieg damit etwas mehr Polster zwischen sich und den Relegationsrängen. Burglengenfeld profitierte damit nicht von den bis zu dreifachen Punktverlusten besser platzierter Mannschaften wie der Fortuna aus Regensburg beziehungsweise eines TV Kareth-Lappersdorf, eines SC Ettmansdorf oder einer SpVgg Weiden.

Wetter und Spielfluss wechseln

Vor 220 Zuschauern war der Himmel über der Woffenbacher Au in der ersten Halbzeit noch trüb und man fürchtete schon um die Lichtverhältnisse in der zweiten Halbzeit. Doch nach Wiederanpfiff klarte sich der Himmel auf und der Sonnenschein ließ erkennen, warum es „Goldener Oktober“ heißt.

Die Lage beim BSC Woffenbach

  • Tabellensituation:

    An einem Spieltag, an dem es für die Teams der ersten Tabellenhälfte mit Ausnahme des ASV Neumarkt nicht gut lief, verbesserte sich der BSC Woffenbach auf den achten Platz mit nun 21 Punkten. Das Polster auf die Relegationsplätze wuchs damit leicht an.

  • Vorschau:

    Die Vorfreude aufs nächste Spiel war am Feiertag in der Au schon zu spüren. Weil Woffenbachs Spiel in Bogen auf Mittwoch, 16. Oktober (19 Uhr), wegen eines BSC-Hochzeiters verlegt wurde, ist jetzt das Derby gegen den ASV am 12. Oktober (15 Uhr) die nächste Aufgabe. (lr)

Freilich: Auf dem grünen Viereck des Platzes ging es beim Spieltempo in der ersten Halbzeit deutlich munterer und damit viel heiterer zu als in der zweiten Halbzeit. Die ersten 45 Minuten sahen zwei Teams, die ansprechende Spielkultur mit Betonung ihrer gut-besetzten Außenpositionen verrieten. Zudem gaben sich beide Hintermannschaften kompromisslos. Hüben wie drüben verhinderten nur schlecht eingestellte Visiere in der Anfangschance echten Schaden für den Gegner. Das machte in der 20. Minute BSCler Florian Höllrigl besser: In Mittelstürmerposition wurde er von Königs Traumpasse 30 Meter vor dem BUL-Tor angespielt, seinem energischen Antreten konnte kein Burglenfenfelder mehr folgen und Höllrigl traf in der 20. Minute zur Woffenbacher Führung.

Großchance und versagter Elfer

Die Gäste schockte das nicht. Besonders deren Doppelchance in der 29. Minute von Zeltner (Schuss aus nächster Nähe von BSC-Keeper Blank reaktionsschnell pariert) und Gröger (Kopfball über die Latte) bewies das. Der Ausgleich war dann hochverdient: Denn nach einer von links in den BSC-Strafraum gesegelten flachen Freistoßflanke brachte Woffenbach dreimal den Ball nicht weg, ehe ASVler Christoph Dietrich ein Loch in Woffenbachs Abwehr fand und den Ball aus seiner Sicht links unten im Tor zum 1:1 unterbrachte.

Kurz vor dem Pausenpfiff flog Besenhard noch einen von Manuel Wastl gefährlich auf sein Tor gezirkelten Freistoßball aus dem Dreieck weg.

In der Sonne der zweiten Halbzeit sahen die Bemühungen beider Mannschaften nicht mehr so zielstrebig und temporeich aus. Doch es gab noch Aufreger, etwa als Burglengenfelds Julian Pfad in der 59. Minute frei auf BSC-Keeper Christopher Blank zulief, den Ball aber knapp neben das Tor setzte. Blank verhinderte mit einer Grätsche gegen Grögers Schuss aus spitzem Winkel in der 85. Minute das 1:2. Gegenüber versagte der Schiedsrichter in der 78. Minute den Hausherren einen Strafstoß, obwohl Ülker im Strafraum nach einem ordentlichen Rempler stürzte.

Es sollten dann ja noch die letzten 15 Sekunden kommen...

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht